19/10/2026
Sehr geehrte Mitglieder des Gemeinderates,
der Gemeinderat hat am 13.09.2026 beschlossen, neben dem bereits vorliegenden Neunutzungskonzept von Team Plankraft auch das von SPÖ-Seite ausdrücklich gewünschte Alternativkonzept eines gemeinnützigen Bauträgers auf Basis eines Baurechtsvertrages ausarbeiten zu lassen.
Der Beschluss sah vor, dieses Konzept bis spätestens 15.10.2026 an die Vorsitzenden der drei im Gemeinderat vertretenen Parteien zu übermitteln. Diese Frist ist seit mehreren Tagen verstrichen. Das beschlossene Alternativkonzept wurde nicht vorgelegt.
Damit wurde – einmal mehr – ein Gemeinderatsbeschluss seitens des Bürgermeisters nicht umgesetzt. Ein sachlicher und belastbarer Vergleich der beiden Varianten ist damit nicht möglich.
Besonders bemerkenswert ist, dass dies nicht zum ersten Mal geschieht: Bereits am 24.06.2025 hatte der Gemeinderat beschlossen, mehrere gemeinnützige Siedlungsgenossenschaften auf Basis eines Baurechtsvertrages zur Angebotslegung einzuladen. Auch dieser Beschluss wurde bis heute nicht umgesetzt.
Hinzu kommt, dass im Vorfeld der Gemeinderatssitzung vom 13.09.2026 zweimal zu gemeinsamen Gesprächen eingeladen wurde, an denen weder der Bürgermeister noch ein SPÖ-Gemeinderat teilgenommen hat – jeweils ohne Absage.
Damit ergibt sich ein klares Gesamtbild: Zwei Gemeinderatsbeschlüsse zur Prüfung bzw. Ausarbeitung einer Genossenschafts- und Baurechtsvariante wurden nicht umgesetzt, mehrere ausdrücklich gesetzte Frist wurden nicht eingehalten und zwei Gesprächseinladungen blieben seitens der SPÖ ungenutzt.
Mit dieser fortgesetzten Blockade werden bereits geführte Gespräche mit interessierten künftigen Mietern – darunter Bäckerei- und Kaffeehausbetreiber, Ärzte und Therapeuten – ernsthaft gefährdet.
Die Bevölkerung erwartet sich gerade in dieser Sache endlich Fortschritt und eine sinnvolle Neunutzung des ehemaligen SPAR-Areals. Da das von der SPÖ gewünschte Alternativkonzept trotz klarer Beschlusslage und gesetzter Frist nicht vorgelegt wurde, sind nun die weiteren Schritte auf Grundlage des bereits vorliegenden Neunutzungskonzeptes zu setzen. Die von der SPÖ geforderte Variante ist aus Sicht der Freien Liste Forchtenstein – FLF in den weiteren Planungen daher nicht mehr zu berücksichtigen.
3 Jahre und 7 Monate Stillstand (seit Ankauf des Areals) rund um ein kreditfinanziertes Grundstück im Zentrum von Forchtenstein sind mehr als genug.
Freie Liste Forchtenstein