28/09/2026
🌀 Kein Steuer-Wirrwarr.
Die Heiratsstrafe wird abgeschafft. Das hat die Schweizer Stimmbevölkerung am 8. März 2026 entschieden: Mit der Individualbesteuerung werden künftig alle Menschen einzeln besteuert – unabhängig davon, ob sie verheiratet, unverheiratet oder alleinstehend sind. Die Umsetzung läuft, das Inkrafttreten ist auf den 1. Januar 2032 festgelegt.
Und jetzt sollen wir alles wieder auf den Kopf stellen?
Die Steuer-Initiative der Mitte will die gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren bei der Bundessteuer in der Verfassung verankern. Wie das konkret umgesetzt werden soll, bleibt offen. Splitting? Alternative Steuerberechnung? DarĂĽber wĂĽrde erst nach der Abstimmung entschieden.
Die Folgen könnten weitreichend sein:
🌀 Zwei Steuersysteme statt Klarheit: Die Initiative betrifft nur die Bundessteuer. Ohne weitere Gesetzesänderungen bliebe die Individualbesteuerung bei Kantonen und Gemeinden bestehen. Im schlechtesten Fall müssten Ehepaare künftig bis zu drei Steuererklärungen ausfüllen.
💸 Bis zu 3 Milliarden Franken Ausfälle pro Jahr: Je nach gewähltem Modell rechnet der Bund mit Mindereinnahmen von 0,7 bis 3 Milliarden Franken jährlich – ohne vorgesehene Gegenfinanzierung.
👩‍💼 Ein Rückschritt bei den Erwerbsanreizen: Die Individualbesteuerung soll dafür sorgen, dass sich zusätzliche Erwerbsarbeit für Zweitverdienende stärker lohnt. Gemäss Berechnungen des Bundes kann sie das Arbeitskräfteangebot um bis zu 44’000 Vollzeitstellen erhöhen.
Und all das, obwohl die Schweiz ĂĽber die Grundsatzfrage erst vor wenigen Monaten entschieden hat.
Wir wollen ein Steuersystem, das fair, zeitgemäss und verlässlich ist – und keine neue jahrelange Unsicherheit für Bevölkerung, Wirtschaft und Behörden.
🌀 Kein Steuer-Wirrwarr.
❌ Am 29. November: NEIN zur Steuer-Initiative der Mitte.