12/10/2026
Von Strauchdieben und Wegelagerern
Seit drei Jahren wird der Tunnel in Laufen saniert. Seit drei Jahren werden alle Autofahrer über Umleitungen durch die Dörfer geschickt, und die Dörfer leiden unter dem Verkehr. Seit drei Jahren schläft einem beim verordneten Tempo 30 regelrecht das Gesicht ein. Und überall, wo übergangsweise Tempo 30 gilt, lauern die Strauchdiebe und Wegelagerer.
Dunkle Gestalten sind das, schon äußerlich. Dunkel ist aber auch ihr Zweck: Nachweislich füllen sie eher die Gemeindekassen, als dass sie der Verkehrssicherheit dienen.
Müssen wir uns als Gesellschaft wirklich so gegenseitig quälen, inzwischen sogar mit Tempo 20 außerorts? Muss man im vertrauten Ort bei braven 50 km/h eine Ordnungswidrigkeit begehen und bei genau dieser Differenz schon mit einem Bein im Fahrverbot stehen?
Ich finde: nein! Das kriminalisiert die Gesellschaft, und es spaltet sie auch. Es führt zu Frust, zu Verzweiflung und am Ende zu „Racheaktionen“ an der Wahlurne. Stattdessen sollten wir zu einer Kultur des Vertrauens zurückfinden, in der mündige Bürger ohne staatliche Gängelung selbst Verantwortung für das Gemeinwohl übernehmen.
Also: weg mit den Zeichen staatlicher Überwachung, weg mit den Strauchdieben, weg mit den Wegelagerern!
Um diesem Protest einen legalen Ausdruck zu geben, schlage ich vor:
• Beim Vorbeifahren an Blitzersäulen, mobilen Blitzeranhängern oder stationären Anlagen: kurz hupen.
• Beim Vorbeifahren an besetzten Messfahrzeugen: lang hupen.
So kann jeder zeigen: Verpisst euch!
Viel Erfolg, ihr Lieben 😊
Euer Albert