24/09/2026
🚒 ÜBER 100 MILLIONEN EURO – UND AM ENDE DOCH ZWEI STANDORTE?
Die Grünen befürchten, dass der bisherige Feuerwehrstandort an der Rheinstraße durch die Hintertür dauerhaft erhalten bleiben könnte. Diese Sorge können wir nachvollziehen.
Denn die neue Feuer- und Rettungswache an der Römerstraße wurde politisch als zentrale Lösung für ganz Brühl durchgesetzt. Vor allem die CDU hat dieses Konzept entschieden verteidigt.
Die FDP hat von Anfang an auf das Risiko hingewiesen: Eine zentrale Großwache ist nicht nur enorm teuer. Es war auch nie sicher, ob von dort aus alle Teile Brühls zuverlässig innerhalb der vorgeschriebenen Zeiten erreicht werden können. Genau deshalb hat sich die Bezirksregierung eine Überprüfung im laufenden Betrieb vorbehalten.
Wir hätten ein dezentraleres Konzept mit mehreren gut erreichbaren Standorten für sinnvoller gehalten. Dafür mussten wir uns damals anhören, wir wollten die Feuerwehr „zerfasern“ und hätten keinen Respekt vor dem Ehrenamt.
Heute zeigt sich: Die Frage nach einem zusätzlichen Standort war weder aus der Luft gegriffen noch respektlos. Sie war von Beginn an ein zentrales Risiko der gewählten Lösung.
Trotzdem wäre es falsch, die Schließung der Rheinstraße heute schon verbindlich festzulegen – unabhängig davon, was die spätere Praxisprüfung ergibt. Wenn sich zeigt, dass ein weiterer Standort für die Sicherheit der Brühlerinnen und Brühler notwendig ist, muss er erhalten oder neu geschaffen werden.
Aber dann braucht es politische Ehrlichkeit:
➡️ Warum wurde die zentrale Lösung beschlossen, obwohl dieses Risiko bekannt war?
➡️ Welche zusätzlichen Kosten entstehen, wenn neben der über 100 Millionen Euro teuren Großwache doch ein weiterer Standort benötigt wird?
➡️ Und warum wurden dezentralere Alternativen damals mit dem Hinweis auf eine angebliche „Zerfaserung“ zurückgewiesen?
Wir wollen kein nachträgliches Rechthaben. Wir wollen Transparenz über die Folgen einer Entscheidung, vor denen wir frühzeitig gewarnt haben.
Für uns gilt: Sicherheit zuerst. Aber auch Ehrlichkeit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und Respekt vor ihrem Steuergeld.