24/09/2026
Im Schatten des Burgtors: Welche Antworten braucht die SPD heute?
Im Schatten des Lübecker Burgtors kamen Mitglieder der AG 60plus zusammen, um über die Zukunft der SPD nachzudenken. Wie kann sich eine alte demokratische Partei erneuern und die Zukunft Lübecks, Schleswig-Holsteins und Deutschlands aktiv mitgestalten?
Schon die Runde selbst war vielfältig: Mitglieder, die der Partei seit Jahrzehnten verbunden sind, ein erfahrener Politiker, engagierte Frauen, ein Journalist, der in den sozialen Medien über die SPD schreibt, und Klaus, der mit seiner farbenfrohen Kleidung ein wenig an einen alten Provokateur erinnerte. Norbert, der Vorsitzende der AG 60plus, schlug vor, zunächst die Stärken und Schwächen der SPD offen zu betrachten.
So wurde aus dem Workshop ein lebendiges, manchmal kritisches und vor allem anregendes Gespräch. Als Stärke nannten Teilnehmende die Mitgliederbasis: In ihr seien Menschen mit unterschiedlichen Bildungswegen und Lebenserfahrungen vertreten. Im Bundestag, so wurde eingewandt, sehe das anders aus. Dort seien Menschen mit akademischer Ausbildung deutlich stärker vertreten.
Auch die Schwächen kamen auf den Tisch. Der SPD fehlen jüngere Mitglieder. Sie muss verständlicher kommunizieren, jungen Menschen besser zuhören und zugleich langjährige Mitglieder wieder stärker einbeziehen. Ein Teilnehmer erinnerte daran, dass Politik auch vom persönlichen Miteinander lebt: Wer gemeinsam etwas bewegen will, muss einander kennen und miteinander im Gespräch bleiben.
Die Diskussion reichte über die Parteiarbeit hinaus. Angesichts der veränderten Kriegsführung wurde gefragt, ob Verteidigungsausgaben immer an den richtigen Stellen ankommen. Das Geld, so ein Gedanke aus der Runde, werde schließlich auch für dringend benötigte Wohnungen gebraucht. Zur Sprache kam außerdem der Wahlkampf von Manuela Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern. Ihr Auftreten und die Arbeit ihres Medienteams weckten Bewunderung – und die Frage, welche Menschen der SPD hier ein ähnlich erkennbares Gesicht geben könnten.
Die Runde verstand sich als Anfang. Im nächsten Monat soll das Gespräch mit den Jusos weitergehen. Danach möchte die AG 60plus ihre Empfehlungen an den Parteivorstand übergeben.
Über dem Treffen stand ein Satz des Lübeckers W***y Brandt:
> „Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum – besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“
Unter dem Burgtor wurde an diesem Tag nach solchen Antworten gesucht.|
Klaus sagt: in meinen Augen war der heutige Abend ein voller Erfolg
Ehrlich Diplomatisch haben wir versucht für Viele Probleme eine Lösung zu finden.
Wir alten sind auf dem richtigen Weg