AfD Lennetal

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AfD Lennetal Gebietsverband Lennetal (Lüdenscheid, Altena, Werdohl, Plettenberg, Herscheid, Nachrodt-Wiblingwerde und Neuenrade) der AfD.

+++ Erster AfD-Treff in Nachrodt-Wiblingwerde +++Es ist noch gar nicht lange her, da waren wir mit unsrem Infostand im s...
26/10/2026

+++ Erster AfD-Treff in Nachrodt-Wiblingwerde +++

Es ist noch gar nicht lange her, da waren wir mit unsrem Infostand im schönen Nachrodt-Wiblingwerde (siehe Beitrag weiter unten). Die Resonanz war ausgesprochen gut und wir freuen uns, dass sich eine Reihe neuer Mitstreiter uns angeschlossen hat.

Für ein erstes Kennenlernen unter den neuen Kolleginnen und Kollegen aus Nachrodt-Wiblingwerde veranstalten wir auf allgemeinen Wunsch hin unseren ersten Nachrodt-Wiblingwerder AfD-Treff, zu dem wir die AfD-Mitglieder des Gebietsverbandes Lennetal, die neuen Mitglieder aus Nachrodt-Wiblingwerde sowie Freunde und Interessierte aus Nachrodt-Wiblingwerde einladen.

Der Termin ist am 12.11.2026 ab 18.00 Uhr. Den Ausrichtungsort erfahren Sie auf Anmeldung unter [email protected]

Wir freuen uns auf ein weiteres neues Kapitel in der Entwicklung unseres Gebietsverbandes!

21/10/2026
+++ La France en flammes - Frankreich in Flammen +++Aus Frankreich erreichen uns seit Tagen verstörende und in höchstem ...
18/10/2026

+++ La France en flammes - Frankreich in Flammen +++

Aus Frankreich erreichen uns seit Tagen verstörende und in höchstem Maße besorgniserregende Bilder eines landesweit eskalierenden Exzesses der Gewalt und der Zerstörung.

Was als Streik von Lehrkräften und Schülerprotest begann, hat sich binnen kurzer Zeit zu einem Sturm ausgeweitet, bei dem sich ein wild gemischter Mob junger Menschen gewalttätig marodierend und plündernd durch die Städte Frankreichs schiebt und das ganze Land in Brand setzt. Sinnbildlich hierfür steht das altehrwürdige Rathaus von Limoges, das gestern dramatisch den Flammen zum Opfer fiel.

Aber nicht nur Schulen und Verwaltungsgebäude brennen. Geschäfte werden ausgeplündert, parkende Autos friedlicher Bürger in Brand gesetzt, Passanten attackiert, Feuerwehrleute mit selbstgebauten Flammenwerfern angegriffen, der öffentliche Raum kollabiert, die Polizei ist am Limit, erste Panzer sind auf den Straßen zu sehen.

Der französische Journalist Paul Amar sagte vor zwei Tagen in aller Klarheit "On se dirige vers one guerre civile à cause de l'extreme gauche." - "Wir gehen wegen der extremen Linken in Richtung eines Bürgerkrieges." Wenn man die Bilder betrachtet, bestätigt sich diese Einschätzung. Doch es fallen auch noch andere Dinge auf: die Zusammensetzung der Chaoten, Plünderer, Brandstifter und Marodeure. "Demonstranten" kann man hier nicht mehr sagen. Wir wollen diese Zusammensetzung nicht näher kommentieren, sondern legen nahe, die Bilder selbst genauer zu betrachten.

Stattdessen stellen wir Fragen: Welche Gruppen sind besonders stark vertreten? Welche Flaggen sehen wir? Welche Slogans hören wir? Sehen wir Bilder eines erfolgreichen Multikulturalismus? Sehen wir Bilder erfolgreicher Integration? Sehen wir gesellschaftliche Einheit? Welche Rolle spielt hier der Faktor Migration? Was bedeutet das für Deutschland, was für die deutsche Migrationspolitik, für das Einbürgerungsrecht oder für den gesellschaftlichen und sozialen Frieden?
Jeder möge seine eigenen Antworten darauf finden...

Auch in NRW stürzt die CDU spürbar ab - verdient! Die Menschen zeigen endlich auch bei uns ihren Wunsch nach Veränderung...
16/10/2026

Auch in NRW stürzt die CDU spürbar ab - verdient! Die Menschen zeigen endlich auch bei uns ihren Wunsch nach Veränderung zunehmend auch im Wahlverhalten... Aber wir sind der Meinung, dass da durchaus noch was geht, oder? 😉

In diesem Sinne allen ein schönes Wochenende!

15/10/2026
+++ Best of letzte Sitzungswoche Im Bundestag +++Wir setzen ja für gewöhnlich nicht oft Videos aus den Bundestagssitzung...
12/10/2026

+++ Best of letzte Sitzungswoche Im Bundestag +++

Wir setzen ja für gewöhnlich nicht oft Videos aus den Bundestagssitzungen auf unsere Seite. Aber dieses hier musste sein. Die Entgegnung von Martin Hess auf die Nachfrage des SPD-Bundestagsabgeordneten Hakan Demir war einfach zu grandios, als dass man sie nicht nochmal gesondert hervorheben könnte.

https://youtube.com/shorts/_PGB1L1sesc?si=aqsuA8JbCxwEzLt8

Dass Hess hier Dinge erklären muss, die in der ganzen Welt völlig normal sind, macht deutlich, wie weit wir schon gekommen sind. Jeder normale Mensch aus einem x-beliebigen Land dieser Erde würde an dieser Stelle wahrscheinlich fragen: "Warum erklärt der dem das!? Das ist doch völlig normal!"

https://youtube.com/shorts/_PGB1L1sesc?si=aqsuA8JbCxwEzLt8

+++ Autoindustrie im Märkischen Kreis: Direktkandidaten der AfD Troughton, Staubach und Erfurt sehen dringenden Reformbe...
12/10/2026

+++ Autoindustrie im Märkischen Kreis: Direktkandidaten der AfD Troughton, Staubach und Erfurt sehen dringenden Reformbedarf +++

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Die Sorgen der Beschäftigten in der heimischen Automobil- und Zulieferindustrie sind nach Einschätzung der drei AfD-Direktkandidaten für den Märkischen Kreis, Renate Troughton, Thomas Staubach und Holger Erfurt, nachvollziehbar. Die von der IG Metall organisierte Unterschriftenaktion unter dem Motto „Zukunft statt Kahlschlag“ habe mit mehr als 3.000 Unterschriften im Märkischen Kreis deutlich gemacht, wie groß die Verunsicherung in den Betrieben sei. Bundesweit beteiligten sich laut IG Metall rund 100.000 Menschen an entsprechenden Aktionen. Im Märkischen Kreis waren unter anderem Beschäftigte von Kostal, Gerhardi, Linamar, Otto Fuchs, Alcar und weiteren Unternehmen an der Unterschriftenaktion beteiligt.
Die Direktkandidaten der AfD Troughton, Staubach und Erfurt erklären dazu: „Wir verstehen den Protest und die Sorge der Beschäftigten. Gerade in Südwestfalen hängen zahlreiche Arbeitsplätze unmittelbar und mittelbar an einer leistungsfähigen Industrie und an einer starken Zulieferindustrie.“

Kritische Fragen an die IG Metall

Gleichzeitig richten die drei Kandidaten jedoch auch eine grundsätzliche Frage an die Gewerkschaft: „Welche politische Verantwortung trägt auch die IG Metall für die Entwicklung, die sie heute kritisiert?“
Über viele Jahre habe die IG Metall nicht wirklich Arbeitnehmerinteressen vertreten, sondern habe sich über Jahre hinweg in eine rotgrüne Agenda einwickeln lassen, die mit Engagement an den Grundlagen sicherer Arbeitsplätze gesägt hat, nämlich an einer leistungsstarken Industrie.
Auch habe sie sich sich zu zahlreichen gesellschaftspolitischen Fragen positioniert, statt den Fokus auf die Interessen der Arbeiterschaft zu halten. Aus Sicht von Troughton, Staubach und Erfurt müsse deshalb kritisch hinterfragt werden, ob die gewerkschaftspolitischen Positionen der vergangenen Jahre immer mit den langfristigen Interessen der Beschäftigten in der industriellen Wertschöpfungskette übereingestimmt hätten.

Dabei verweisen sie insbesondere auf die Transformation der Automobilindustrie. Die IG Metall selbst beschreibt die Lage der Zulieferer als schwierig und fordert inzwischen unter anderem niedrigere Energiepreise, weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und einen wettbewerbsfähigen Industriestrompreis.
„Wenn heute festgestellt wird, dass der Strom zu teuer ist und die politischen Rahmenbedingungen für die Industrie verbessert werden müssen, dann stellt sich zwangsläufig auch die Frage, warum diese Probleme über Jahre nicht entschlossener angegangen wurden und warum Funktionäre der IG Metall über so lange Zeit so bereitwillig das rotgrüne Lied geflötet haben.“, so die drei Kandidaten.

Energiepreise und Standortbedingungen

Für Südwestfalen sei eine wettbewerbsfähige Energieversorgung zweifelsohne von besonderer Bedeutung. Die Region ist stark durch mittelständische Metall-, Elektro- und Zulieferunternehmen geprägt. Auch die IG Metall weist selbst darauf hin, dass die Energiepreise in Deutschland zu hoch seien und fordert einen wettbewerbsfähigen Industriestrompreis. Die AfD-Vertreter fragen jedoch kritisch, wie es möglich sei, dass hohe IG Metall Funktionäre in Personalunion als SPD-Politiker nach Kräften die Schleifung einer leistungsfähigen Energie-Infrastruktur vorangepeitscht haben und am in eine fatale Sackgasse führenden energiepolitischen Irrweg immer noch festhalten.

Troughton, Staubach und Erfurt fordern deshalb eine grundsätzliche Überprüfung der Belastungen, denen Industrie und Mittelstand ausgesetzt sind. Dazu gehörten aus ihrer Sicht insbesondere Energiepreise, Abgaben, Bürokratie, Genehmigungsverfahren und weitere staatliche Kostenfaktoren.

„Die Industrie braucht wieder Luft zum Atmen. Und die Menschen brauchen gleichzeitig Entlastungen bei den Lebenshaltungskosten. Beides gehört zusammen. Und es muss schnell gehen!“
Die Kandidaten verbinden damit die Forderung nach einer energie- und industriepolitischen Neuausrichtung mit einer allgemeinen Reform des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Der Anfang könne und müsse im industriellen Herzen Deutschlands, in NRW gemacht werden.

Streit über den richtigen Weg

Die IG Metall selbst führt die aktuelle Krise allerdings nicht ausschließlich auf politische Standortbedingungen zurück. Sie nennt unter anderem Managemententscheidungen, verschleppte Investitionen, veränderte Weltmärkte und die zunehmende Konkurrenz aus China als Ursachen. Zugleich fordert sie ausdrücklich niedrigere Energiepreise und weniger Bürokratie.

Damit sehen Troughton, Erfurt und Staubach in ihrer gemeinsamen Erklärung zumindest bei der Problembeschreibung in einzelnen Punkten eine Überschneidung: Hohe Energiepreise und bürokratische Belastungen werden sowohl von der Gewerkschaft als auch von den drei AfD-Kandidaten als relevante Standortprobleme benannt. Die politischen Schlussfolgerungen daraus unterscheiden sich jedoch deutlich.
Troughton, Staubach und Erfurt sehen einen umfassenden Reformbedarf bei der Wirtschafts-, Energie- und Industriepolitik. Ihre Kritik richtet sich dabei insbesondere gegen die politischen Entscheidungen der vergangenen Regierungsperioden und gegen das, was sie als „fehlende Bereitschaft zu grundlegenden Kurskorrekturen“ bezeichnen.

„Für die Beschäftigten geht es nicht um abstrakte politische Debatten. Es geht um ihre Arbeitsplätze, ihre Einkommen und die Zukunft ihrer Familien. Deshalb muss Deutschland wieder Bedingungen schaffen, unter denen industrielle Wertschöpfung hier stattfinden kann“, erklären die drei Direktkandidaten. Und hierzu braucht es eine politische Wende und eine politische Führung, die nicht nur Ideen und Visionen hat, den man bei den Altparteien vergeblich sucht, sondern auch den Mut und die Köpfe, diese großen Reformvorhaben anzupacken. Dies sei nur mit der AfD machbar. Die Zukunft der nordrheinwestfälischen Industrie entscheide sich sozusagen bei den Landtagswahlen 2027 an der Wahlurne.

11/10/2026

+++ Midstad-Deal: Fachmann bestätigt Bedenken der AfD – die Risiken für Lüdenscheid nochmal auf den Tisch # # #

Lüdenscheider AfD-Fraktion begrüßt kritische Einschätzung des Immobilienexperten Roland Rothmann – frühere Anträge zur Begrenzung der finanziellen Risiken erneut auf der Tagesordnung?

Die AfD-Fraktion im Rat der Stadt Lüdenscheid begrüßt die jüngsten Äußerungen des Lüdenscheider Immobilienexperten Roland Rothmann zum geplanten Midstad-Projekt. Rothmann warnt in seiner in der Presse veröffentlichten Stellungnahme vor erheblichen Risiken für die Innenstadt. Insbesondere sieht er die Gefahr, dass das Vorhaben in Konkurrenz zu bestehenden Handelsstandorten tritt, die wirtschaftliche Entwicklung des Stern-Centers beeinträchtigt und damit eine Kannibalisierung der Lüdenscheider Innenstadt in Gang setzt. Darüber hinaus stellt er Fragen zur Wirtschaftlichkeit, zur vorgesehenen Nutzung der Flächen und zum Zeitdruck bei den Verhandlungen.
Dass sich nun ein ausgewiesener Branchenkenner mit seiner Sachkenntnis öffentlich zu Wort meldet, ist aus Sicht der AfD-Fraktion ein wichtiges Signal. Die von Rothmann aufgeworfenen Fragen hätten viel früher und mit der gebotenen Gründlichkeit in den politischen Beratungen angesprochen werden müssen. Wer über ein Projekt dieser Größenordnung entscheidet, darf sich nicht allein von der Aussicht auf eine vermeintlich schnelle Lösung für einen bestehenden Leerstand leiten lassen, auch wenn es richtig und begrüßenswert ist, wenn in diese Frage Bewegung kommt. Die Stadt hat jedoch ebenso nüchtern zu prüfen, welche finanziellen Verpflichtungen, wirtschaftlichen Folgewirkungen und langfristigen Risiken damit für die Stadt verbunden sind.

Gesunder Menschenverstand ist keine Spezialdisziplin

Die von Rothmann angesprochenen Risiken kommen für die AfD-Fraktion keineswegs überraschend. Ähnliche Bedenken habe die AfD-Fraktion bereits im Zusammenhang mit dem geplanten Midstad-Deal geäußert. Und auch zahlreiche Bürger dürften sich gefragt haben, ob die zugrundegelegten Ausgangsdaten tatsächlich ausreichen, um eine Entscheidung mit einer derartigen finanziellen Tragweite zu rechtfertigen oder ob man da nicht vielleicht einige wichtige Aspekte vergessen hat.
Man muss kein Immobilienexperte sein, um grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge zu erkennen, denn jeder, der sein eigenes Geld investiert oder mit seinem Vermögen für eine Verpflichtung haftet, prüft üblicherweise sehr genau, welche Risiken er eingeht und ab wann das Risiko zu groß wird. Bei öffentlichen Geldern oder besser: bei Steuergeldern sollte dieser Maßstab mindestens ebenso streng gelten. Schließlich haftet die Stadt nicht mit dem Geld der Entscheidungsträger aus der Kommunalpolitik, sondern mit dem Steuergeld der Bürger und der Wirtschaft und damit mit den finanziellen Handlungsspielräumen, die letztlich der Stadt und den Bürgern zugutekommen sollten.

Gerade deshalb darf die politische Bewertung eines solchen Vorhabens nicht bei der Frage stehen bleiben, ob ein prominenter Leerstand endlich verschwindet. Entscheidend ist vielmehr, ob das Gesamtprojekt wirtschaftlich langfristig tragfähig ist, ob die vorgesehenen Nutzungen tatsächlich benötigt werden, ob diese Nutzungen überhaupt langfristig Bestand haben werden und ob die Stadt für die übernommenen Verpflichtungen einen angemessenen Gegenwert erhält. Ebenso muss geprüft werden, welche Auswirkungen das Projekt auf bereits bestehende Geschäfte, das Stern-Center, die übrige Innenstadt und die kommunalen Finanzen haben könnte.

Unsere Anträge zielten darauf ab, die Einnahmenseite zu stärken und damit Risiken für die Stadt zu begrenzen

Um die Wirtschaftlichkeit und damit die Realisierbarkeit ohne allzu schwerwiegende Negativauswirkungen auf die Stadtfinanzen umsetzen zu können, hat die AfD-Fraktion ihrerseits mit den Anträgen zur Ansiedlung eines Cyber-Campus des Landeskriminalamtes, zur Ansiedlung der Zentrale für Lichtsignalanlagen und zur Ansiedlung der Zentrale für Intelligente Verkehrssysteme von Straßen.NRW sowie zur Umsetzung der Rechenzentrumsstrategie des Bundes in Lüdenscheid bereits eine Reihe von Anträgen eingebracht, die nach Auffassung der AfD-Fraktion dazu hätten beitragen können, die wirtschaftlichen Risiken für die Stadt Lüdenscheid durch solide, langfristige Mietverträge und durch Bildung neuer Entwicklungscluster mit positiver Auswirkung auf die Gewerbesteuer zu begrenzen. Diese Vorschläge wurden jedoch von den anderen Fraktionen mit Begründungen abgelehnt, die in den Augen der AfD in der Sache schier haarsträubend und äußert unklug und für die Stadt und ihre wirtschaftliche Entwicklung von Nachteil waren.
Aus Sicht der AfD wurde damit die Chance vertan, wichtige Fragen hinsichtlich der wirtschaftlichen Grundlagen rechtzeitig zu klären und die Position der Stadt zu stärken. Gerade bei einem Projekt, dessen finanzielle und städtebauliche Folgen sich über viele Jahre auswirken können, wäre es geboten gewesen, unterschiedliche Handlungsoptionen sorgfältig zu prüfen, belastbare Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen einzufordern und mögliche Risiken konsequent zu minimieren.

Und die jüngsten Ausführungen von Roland Rothmann zeigen, dass diese Bedenken keineswegs aus der Luft gegriffen sind. Der Experte hinterfragt unter anderem den Zeitdruck bei den Verhandlungen, die bislang offenen Fragen zum künftigen Mietermix und die Wirtschaftlichkeit der vorgesehenen Gewerbeflächen. Zudem hält er es für möglich, dass bestehende Händler lediglich innerhalb der Stadt an einen neuen Standort wechseln und dadurch andernorts neue Probleme entstehen. Auch die Konkurrenz zwischen der geplanten Multi-Use-Halle und dem Kulturhaus sowie die aus seiner Sicht unzureichende Parkplatzplanung spricht er an. Diese Problematik wäre bei Berücksichtigung der AfD-Anträge nicht entstanden, weil man keine Situation vom Typ „linke Tasche, rechte Tasche“ gehabt hätte, sondern prinzipiell neue Akteure in die Stadt gekommen wären und es damit nicht zu einer bloßen Verschiebung von Mietern von links nach rechts gekommen wäre.

Mit anderen Worten: Man hat es bei SPD und CDU im Rat eher vorgezogen, in dieser Hinsicht nichts zu machen und mögliche Potenziale ungeprüft zu lassen, und schlägt sich nun lieber mit dem Problem herum, dass man an einer ein Loch stopft, indem ein Mieter ins P&C-Gebäude einzieht, und an anderer Stelle ein Loch aufgerissen wird, weil eben dieser Mieter einen anderen Lüdenscheider Standort verlässt. Gewonnen ist unterm Strich damit rein gar nichts. Im Gegenteil: Es wurde für das ganze auch noch viel Steuergeld ausgegeben.
Die AfD-Fraktion spricht sich daher entschieden dafür aus, den Zeitdruck aus dem Vorgang herauszunehmen und in einer nochmaligen Gesamtbetrachtung die Einwände Rothmanns und auch die Ansätze der Anträge der AfD-Fraktion mit in Betracht zu ziehen, um so belastbare Zahlen, umsichtig gestaltete Vertragsbedingungen, eine realistische Einschätzung der langfristigen Folgen und vor allem eine Nutzung durch ein möglichst vielseitiges, stabiles und tragfähiges Spektrum von Mietern zu erreichen.

Werden die anderen Fraktionen ihre Haltung noch einmal überdenken?

Vor diesem Hintergrund erwägt die AfD-Fraktion, die oben genannten und schon einmal eingebrachten Anträge zur Begrenzung der wirtschaftlichen Risiken erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Die AfD-Fraktion verbindet damit die Hoffnung, dass die nun öffentlich vorgetragenen Einwände des erfahrenen Immobilienfachmanns Rothmann Anlass geben, die bisherigen Ansätze nochmal zu überdenken und den Kreis der in Betracht gezogenen Aspekte bei der Gesamtabwägung etwas weiter zu ziehen.

„Kommunalpolitik sollte jedenfalls nicht davon leben, einmal gefasste Positionen um jeden Preis zu verteidigen. Wenn neue Argumente auf den Tisch kommen - und zwar substanzhaltige - oder bestehende Bedenken durch fachkundige Einschätzungen untermauert werden, muss es möglich sein, Entscheidungen nochmals zu überdenken. Das gilt insbesondere dann, wenn erhebliche finanzielle Verpflichtungen im Raum stehen und mögliche Fehlentscheidungen die Stadt über Jahre belasten könnten.“, kommentiert AfD Fraktionsvorsitzender Thomas Staubach.

Dabei geht es der AfD-Fraktion nicht darum, das P&C-Projekt grundsätzlich zu verhindern. „Auch wir sehen, dass der langjährige Leerstand ein Problem darstellt und eine Lösung her muss. Entscheidend ist jedoch, dass eine solche Lösung der gesamten Stadt zugutekommt und nicht lediglich ein Problem an einer Stelle beseitigt, während an anderer Stelle neue Schwierigkeiten entstehen.“, ergänzt Staubach.
Erst rechnen, sprechen und zuhören und alle Möglichkeiten prüfen, dann entscheiden

Die Stadt Lüdenscheid braucht eine Innenstadtentwicklung, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürger, der örtlichen Wirtschaft und den bestehenden Möglichkeiten orientiert. Dazu gehören eine solide Finanzierung, nachvollziehbare Wirtschaftlichkeitsberechnungen, ein tragfähiges Nutzungskonzept und eine ehrliche Bewertung der möglichen Auswirkungen auf bestehende Handels- und Kulturstandorte.

Der Beitrag von Roland Rothmann ist deshalb aus Sicht der AfD-Fraktion ein Anlass, die offenen Fragen ohne Zeitdruck und mit Umsicht erneut zu behandeln. Es sind die Einschätzungen eines sachkundigen Branchenkenners, der sicherlich weiß, wovon er spricht. Und sie verdeutlichen, dass es fachlich begründete Fragen gibt, die nicht unbeantwortet bleiben sollten.

Die AfD-Fraktion fordert daher, die Grundannahmen für den Midstad-Deal nochmals umfassend zu prüfen, alternative Handlungsoptionen zu berücksichtigen und im Licht der oben angesprochenen Aspekte zu bewerten und die bereits vorgelegten AfD-Anträge als weitere Entlastungsmöglichkeiten für die Stadt in die Gesamtbetrachtung einzubeziehen. Bei einem Vorhaben dieser Größenordnung darf nicht das Tempo der Verhandlungen den Ausschlag geben. Maßgeblich müssen die langfristigen Interessen der Stadt Lüdenscheid und ihrer Bürger sein. Denn am Ende geht es nicht allein um ein Gebäude an der Wilhelmstraße. Es geht um die Frage, ob die Stadt mit den ihr anvertrauten Steuergeldern verantwortungsvoll umgeht.

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