02/10/2026
" !" ... Ein Tag, der alles veränderte...
Es gibt Momente in der Geschichte, die sich anfühlen wie ein Wunder. Der 3. Oktober ist genau so ein Tag. Wenn wir heute auf die blicken, feiern wir nicht nur Verträge und Staatsgrenzen. Wir feiern die Überwindung einer tiefen Wunde, die unser Land jahrzehntelang getrennt hat.
Hinter dem 1961 stehen Millionen persönliche . Familien, die über Nacht durch Mauern und Stacheldraht zerrissen wurden. Freunde, die sich nicht mehr besuchen durften. Und Generationen, die in der Ungewissheit aufwuchsen, ob sie jemals wieder ein freies, ungeteiltes erleben würden.
Dass diese Mauer fiel, verdanken wir dem unbändigen Mut der Menschen im Herbst 1989. Ohne Waffen, nur mit Kerzen in den Händen und dem Ruf "Wir sind das Volk!", haben sie eine Diktatur friedlich in die Knie gezwungen. Ihr Mut ist das Fundament, auf dem wir heute stehen.
Ich erinnere mich noch sehr gut an den 9. November 1989, den Tag des Mauerfalls.
Ich wohnte damals in ; besuchte die 13.Klasse. Coburg war damals von 3 Seiten von der Grenze zur ehemaligen umgeben. Für uns so normal und doch so seltsam unwirklich. Wenn man spazieren ging, sah man oft die Wachtürme an der Grenze.
In der Nacht des 9.November 1989 fuhren viele Autos aus der ehemaligen DDR nach Coburg. Eine ganz besondere Stimmung herrschte ... noch Keiner konnte das Wunder der offenen Grenze richtig glauben.
Das folgende Sylvester feierten wir gemeinsam mit vielen glücklichen Menschen an der ehemaligen Grenze. Das werde ich nie vergessen.
Und aus "Wir sind das Volk!" wurde "Wir sind ein Volk!". Als am 3. Oktober 1990 die Flagge der Einheit vor dem hochgezogen wurde, war das ein Moment, den ich nie vergessen werde. Es war der Moment, in dem W***y Brandts berühmte Worte Wirklichkeit wurden: "Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört."
Natürlich ist das Zusammenwachsen ein Generationenprojekt. Es gab Enttäuschungen, Brüche in Lebensläufen und bis heute spürbare Unterschiede. Doch bei allen Herausforderungen dürfen wir nie vergessen, welches unschätzbare Glück wir haben, in einem freien, demokratischen und vereinten Land zu leben.
Leider hat sich durch die schlechte der letzten Jahre die Lage in unserem Land stark verschlechtert. Oft bin ich hoffnungslos, wenn ich das Agieren der Regierungspolitiker sehe. Deshalb versuche ich, mich politisch zu engagieren.
Trotzdem geniesse ich es immer noch sehr die Städte, Inseln etc in Ostdeutschland zu besuchen. Dieses Frühjahr besichtigte ich die Wartburg und wir haben wieder wundervolle Tage auf meiner Lieblingsinsel Rügen verbracht...
Ganz bald möchte ich Dresden besuchen.
Und heute sage ich : Den Mutigen von damals und allen, die dieses Land jeden Tag mit Herz und Verstand zusammenhalten.
( )