08/09/2026
Was für ein Sommergespräch😅Ein exzellenter Bundesparteiobmann Herbert Kickl und eine Simone Stribl in einer Rolle, die ihr an diesem Abend sichtlich über den Kopf gewachsen ist.
Bei Babler, Stocker und co. hab ich mich tatsächlich gefragt, wozu eine Journalistin gegenüber sitzt, wenn kritische Nachfragen weitgehend ausbleiben und Parteichefs ihre vorbereiteten Erzählungen so ungestört ausbreiten dürfen, dass man recht schnell versucht ist, nach der Fernbedienung zu greifen?
Bei Herbert Kickl änderte sich die Methode dann plötzlich. Aus dem Interview wurde streckenweise der Versuch eines argumentativen Duells. Es blieb aber nur bei einem verzweifeltem Versuch. Stribl fragte nicht mehr nur, sie widersprach und versuchte, selbst politische Gegenpositionen aufzubauen. Das kann man selbstverständlich tun – vorausgesetzt, man ist argumentativ entsprechend gerüstet. Naja😅
Die Ironie des Abends bestand darin, dass ausgerechnet der Versuch, Herbert Kickl unter Druck zu setzen, ihm die besten Vorlagen lieferte und die Verwertung war ganz einfach großartig. Herbert Kickl erlaubte sich sogar eine journalistische Todsünde, die für den Zuschauer aber ein echter Genuss war: er nannte eine dumme Frage eine dumme Frage👏🏻💥Aber inhaltlicher Tiefgang schien an diesem Abend weniger journalistisches Ziel als Betriebsunfall zu sein.
Was bleibt? Eine ORF-Journalistin, die ihrem Gesprächspartner offenbar politisch Paroli bieten und sich so profilieren wollte, dabei aber intellektuell und rhetorisch auseinandergenommen wurde.
Falls die Absicht darin bestanden haben sollte, Kickl und die FPÖ möglichst schlecht aussehen zu lassen, darf man dem ORF zu einem bemerkenswerten Kunststück gratulieren: das Gegenteil wurde erreicht und das auch noch bei einer Rekordquote💙
Insofern, Danke für diesen großartigen Abend an den ORF und Chapeau an unseren Bundesparteiobmann Herbert Kickl💪🏻