02/10/2026
Ein einnehmender Schauplatz, ein Thriller mit Tiefgang. Große Leseempfehlung!
Die Barbagia, das raue Bergland im Herzen Sardiniens - dieses Setting hat die Autorin aus gutem Grund gewählt. Die Geschichte dieses Landstrichs ist es, was den Thriller von Vera Buck von der Masse abhebt und ihm eine zusätzliche Erzählebene und erschütternde Tiefe verleiht.
Die Ruinen des Geisterdorfs Botigalli sind Anfang der 1980er Schauplatz eines grausamen Massakers.
Doch schon viel länger sind Höhlen in den zerklüfteten Felswänden und Erdlöcher in abgelegenen Wäldern rund um das Dorf stille Zeugen einer düsteren, archaischen Tradition.
Mit dieser Tradition will die junge Franca brechen und stellt ihren Vater zur Rede. Doch diesem liegt daran, das Geheimnis zu wahren.
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«Du weißt, dass wir nicht über solche Dinge reden, Franca», erinnerte er mich. Als ob ich das vergessen haben könnte.
Wir, das war ganz Botigalli. Vor allem aber wir Frauen. Wer wann verschwand und wann wieder auftauchte, waren Entscheidungen, die den Männern vorbehalten waren.
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Doch 40 Jahre später fängt man an, in der Vergangenheit zu wühlen ...
Wer deckt auf, was sich tatsächlich in jenem Sommer zugetragen hat?
Tilda, die in den Geisterort flüchtete, um sich von der Welt abzuschotten?
Der Journalist Enzo, den die entsetzlichen Verbrechen nicht loslassen?
Oder ist es der alte Silvio, der letzte Bewohner Botigallis, der das Schweigen bricht?