17/06/2026
Zu ihrem 80-jährigen Jubiläum hat die MA 48 – Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark ein Forschungsprojekt zur Geschichte der Wiener Stadtreinigung bis 1945 initiiert. Peter Payer und Jutta Fuchshuber präsentieren die Ergebnisse im Buch „Wien räumt auf – Stadtreinigung und Abfallbeseitigung bis 1945“ und zeigen darin, wie eng Stadtpolitik und Straßenreinigung miteinander verbunden waren. Quellen aus dem Wiener Stadt- und Landesarchiv sind zahlreich vertreten, von Historischen Meldeunterlagen, Totenbeschaubefunden und Personalakten bis hin zu Strafakten, Gauakten und NS-Registrierungsakten.
Mehr dazu: https://48ertandler.wien.gv.at/neu-im-48er-tandler-wien-raeumt-auf-stadtreinigung-und-abfallbeseitigung-bis-1945/
15/06/2026
Vor kurzem fand im Stadtarchiv Budapest das 9. Archivpicknick statt. Auch das Wiener Stadt- und Landesarchiv war dieses Jahr wieder mit einem Infostand vertreten.
13/06/2026
Der Währinger Tempel in der Schopenhauerstraße 39 war das religiöse, soziale und kulturelle Zentrum der Jüdinnen und Juden der ehemaligen Vororte Währing, Weinhaus, Gersthof und Pötzleinsdorf. Er wurde in den Jahren 1888/1889 nach Plänen von Jakob Modern in einer Stilmischung aus Neoromanik und Neorenaissance in Form einer Basilika mit einem Flachdach erbaut.
Während die Fassade aus einfachen Ziegeln im Rohbau bestand, betonten die großen Rundfenster im ersten Stock die sakrale Funktionalität des Gebäudes. Vier Zwiebeltürme, die wie Minarette aussahen, trugen zu der Stilsynthese zwischen Orient und Okzident bei. An der Spitze wurde die Synagoge von zwei Gesetzestafeln mit den Zehn Geboten gekrönt. Der mit prächtigen, orientalisch anmutenden Decken- und Wandmalereien geschmückte Innenraum bot Sitzplätze für 328 Männer und 176 Frauen.
Während des Novemberpogroms 1938 wurde die Synagoge zerstört. Heute erinnert an der Adresse eine fünf Meter hohe „Sternstele“ an den ehemaligen Währinger Tempel.
Mehr dazu im 👉https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/W%C3%A4hringer_Tempel
12/06/2026
Wir danken all unseren Gästen für den Besuch des gestrigen Open House, die anregenden Gespräche und die gute Stimmung! Besonderer Dank gilt auch Georg Gaugusch für seinen spannenden Workshop zur biografischen Recherche in unseren Quellen!
10/06/2026
In den vergangenen Monaten wurde umfangreiches Material aus der Modeschule der Stadt Wien im Schloss Hetzendorf gesichtet, geordnet und erschlossen. Dazu gehören nicht nur Unterlagen zur allgemeinen Registratur, zur Verwaltung und zur Organisation, sondern auch Entwürfe und Grafiken zu Ausstellungen und Kollektionen von 1952 bis 1981. Der Bestand gibt damit einen Einblick in die Arbeit der Modeschule Hetzendorf, zu ihren Projekten und Ausbildungsschwerpunkten.
Der Bestand im WAIS: https://wais.wien.gv.at/document/0828bd9b-ff66-4072-8eff-68fc2eaf1033
07/06/2026
Heute vor 100 Jahren wurde in Wien die erste Verkehrsampel in Betrieb genommen! Die Ampelanlage wurde damals noch von Wachebeamten mittels Hebel bedient. Mehr dazu im 👉 https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Ampel
06/06/2026
Heuer feiert die Österreichische Nationalbank ihr 210-jähriges Jubiläum. Die Bank wurde infolge der hohen finanziellen Anforderungen der Napoleonischen Kriege im Jahr 1816 gegründet. Mit der Gründung von Sparkassen und Aktienbanken im Industriezeitalter wandelte sich die Nationalbank in das Zentralinstitut des Finanzsektors. Seit 2010 ist die Republik Österreich zu 100% Eigentümerin der Oesterreichischen Nationalbank.
Mehr dazu im 👉https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Oesterreichische_Nationalbank
03/06/2026
Sämtliche Bände des Wiener Totenbeschauprotokolls sind nun im Wiener Archivinformationssystem (WAIS) verfügbar. Insgesamt wurden 418.327 Digitalisate und 1079 Bände neu online gestellt. Damit ist eine zentrale Quelle für personengeschichtliche Forschung in Wien jederzeit einsehbar!
Alle in Wien verstorbenen Personen wurden von einem Totenbeschauer untersucht. Danach fasste der Totenbeschreiber den Namen, die Todesursache und weitere Daten auf einem Totenzettel zusammen. Dieser war notwendig, um die verstorbene Person beerdigen zu können. Die Angaben auf dem Totenzettel kamen auch in ein Buch, das sogenannte Totenbeschauprotokoll, das von 1648 bis 1920 erhalten ist.
Die Einträge in den Büchern sind chronologisch nach Jahren geordnet, später auch innerhalb des Jahres nach Buchstabengruppen oder alphabetisch. Jeder Eintrag umfasst den Namen der verstorbenen Person, den Beruf, das Alter und den Wohnort, die Todesursache und später auch weitere wichtige biografische Angaben wie Geburtsort, Religion und den Friedhof, auf dem die Beerdigung stattfand. Diese biografischen Informationen sind unersetzlich für wissenschaftliche und genealogische Forschung zu Personen in Wien.
Mehr dazu: https://wais.wien.gv.at/document/82b8e269-3f65-4cf3-bdbe-3b9ec51f60fc
02/06/2026
Auch dieses Jahr hat die „Frauschaft“ der MA 8 sehr erfolgreich am Österreichischen Frauenlauf teilgenommen – gemeinsam mit über 31.000 anderen Frauen! Wir gratulieren allen Teilnehmerinnen zu ihrer sportlichen Leistung!
30/05/2026
Charlotte von Königswarter (1841-1929) war eine der bedeutendsten Funktionärinnen der jüdischen Frauenvereine des späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sie entstammte einer wohlhabenden jüdischen Wiener Bürgerfamilie, war von 1860 bis 1893 mit Moritz Freiherr von Königswarter verheiratet und engagierte sich in der Wohlfahrt. Zusätzlich trat sie als Großspenderin auf und setzte sich auch im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie in der Flüchtlingshilfe ein.
Von Königswarter war über viele Jahre Präsidentin des Israelitischen Frauen-Wohltätigkeitsvereins, der notleidenden jüdischen Frauen, insbesondere Wöchnerinnen und Witwen, materiell unterstützte. Der Verein erteilte auch Ausstattungsbeiträge für jüdische „Bräute“ und Erziehungsbeiträge für jüdische Mädchen. 1938 wurde der Verein durch die Nationalsozialisten aufgelöst.
Mehr dazu im 👉
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Israelitischer_Frauen-Wohlt%C3%A4tigkeitsverein