25/10/2026
Am 26. Oktober 1955 beschloss Österreich seine immerwährende Neutralität. Sie wurde zum Fundament einer aktiven Friedenspolitik, mit der Österreich insbesondere in den 1970er- und 1980er-Jahren international zu Diplomatie und Abrüstung beitragen konnte.
🔥 Doch wie steht es heute um unsere Neutralität?
NATO-Partnerschaften, EU-Gefechtsverbände, die Ermöglichung von Kriegstransporten und die zunehmende militärische Ausrichtung des Bundesheeres werfen grundlegende Fragen auf. Während sich politische Parteien am Nationalfeiertag zur Neutralität bekennen, wird ihre praktische Umsetzung seit Jahrzehnten zunehmend ausgehöhlt.
Doch: die Bevölkerung steht zur Neutralität! Eine große Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher spricht sich für ihre Beibehaltung aus. Gleichzeitig sehen viele die Neutralität zunehmend ausgehöhlt. Damit zeigt sich eine deutliche Kluft zwischen dem Willen der Bevölkerung und der politischen Entwicklung: Während die Menschen an der Neutralität festhalten wollen, schreitet die militärische Einbindung Österreichs weiter voran.
Gerade in einer Zeit wachsender internationaler Spannungen und offener Kriege braucht es Diplomatie, Deeskalation und Abrüstung. Österreich sollte seine Neutralität nicht weiter aushöhlen, sondern sie als eigenständigen Beitrag zu Frieden und internationaler Verständigung nutzen.