01/11/2026
Emmen wächst – und wird älter. Damit steigen auch die Anforderungen an Pflege, Wohnen und Gesundheitsver-sorgung. Die FDP.Die Liberalen Emmen fordert deshalb mit einem Postulat eine umfassende Altersstrategie. Der Gemeinderat unterstützt das Anliegen, möchte aber einen Schritt weitergehen: Statt einer isolierten Altersstrategie soll zunächst eine übergeordnete Strategie für Soziales und Gesellschaft entstehen, aus der anschliessend einzelne Teilstrategien abgeleitet werden. Entsprechende Mittel sind im Budget 2027 vorgesehen.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der Stärkung ambulanter Pflegeangebote. Der Gemeinderat unterstützt die kantonale Strategie «ambulant vor stationär», damit ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt zu Hause leben können. Gleichzeitig sollen Pflegeheimplätze gezielter für Menschen mit höherem Pflegebedarf eingesetzt werden. Mit dem Neubau Mattli der Betagtenzentren Emmen AG sollen zudem 2030/2031 vorübergehend 32 zusätzliche Pflegeplätze entstehen.
Auch altersgerechte Wohnformen und eine bessere Vernetzung der Gesundheitsversorgung stehen im Fokus. So sollen Wohnangebote mit ergänzenden Dienstleistungen wie Haushaltshilfe, Mahlzeitendienst oder Pflege gefördert werden. Eine wichtige Rolle könnte dabei die Kontaktstelle Alter Emmen (KAE) übernehmen, die bereits heute ein Netzwerk mit über 80 Dienstleistungsanbietenden betreut. Auch die Digitalisierung soll die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren verbessern.
Der Gemeinderat beantragt dem Einwohnerrat, das FDP-Postulat entgegenzunehmen. Er möchte die Anliegen in eine umfassendere Strategie einbetten, die nicht nur die Bedürfnisse älterer Menschen, sondern die sozialen und gesundheitlichen Herausforderungen aller Generationen berücksichtigt.
Mehr dazu: https://www.emmen.ch/aktuellesinformationen/3034354