Textilmuseum St.Gallen

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Textilmuseum St.Gallen The Textilmuseum St.Gallen is passionate about the past and future of the textile universe! Gallen.
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Die Sammlungen des 1878 gegründeten Textilmuseums St.Gallen zeichnen die facettenreiche Geschichte der Textilbranche, ihre Höhen und Tiefen von den Anfängen bis in die Gegenwart nach. Zu den Highlights der Sammlung zählen spätantike Gewebe aus koptischen Gräbern Ägyptens, historische Stickereien seit dem 14. Jahrhundert, handgearbeitete Spitzen bedeutender europäischer Spitzenzentren, völkerkundliche Textilien, historische Gewebe und Kostüme, Handarbeitsutensilien und Objekte zeitgenössischer Textilkunst. Der Bestand an Hand- und Maschinenstickereien sowie Stoffdrucken dokumentiert die beeindruckende Entwicklung der Ostschweizer Textilindustrie. Internationalität und regionale Verwurzelung, flexible Reaktion auf Impulse von aussen und eigenständige Entwicklungen charakterisieren die Schweizer Textilproduktion von Beginn an. Sie in diesem Gespinst aus Inputs, eigener Kreativität und weltweiten Wechselwirkungen zu verorten ist, eine der wesentlichen Aufgaben des Textilmuseums St. Diese setzt es auch in seinem engagierten Ausstellungsprogramm um. Damit erwarb sich das Haus den Ruf, eines der wichtigsten Schweizer Zentren zu Fragen der Textilproduktion im Kontext allgemein kulturhistorischer Entwicklungen zu sein. Ausgehend von seinem eigenen Sammlungsbestand stellt es über den geographischen Raum Schweiz hinaus internationale Bezüge her und zeigt Abhängigkeiten und kreative Sonderentwicklungen auf.

Schäumenden Wellen und feurige Drachen: Dieses Drachengewand (longpao) entstand vermutlich zwischen 1867 und 1900 in Chi...
20/10/2026

Schäumenden Wellen und feurige Drachen: Dieses Drachengewand (longpao) entstand vermutlich zwischen 1867 und 1900 in China. 🐉

Über das ganze Gewand ziehen sich Wellen mit Glückssymbolen wie Perlen, Münzen, Bildrollen, Fledermäusen, Ruyi-Wolken und Pfingstrosen, dazu die acht buddhistischen Glückszeichen. Die acht fünfklauigen Drachen sind jeweils mit Flammenperlen dargestellt. Gestickt wurde von Hand mit ungedrehter Seide, in Platt-, chinesischem Knötchen- und Stielstich. Die intensiven Farben sind recht gut erhalten.

1908 kam das Gewand durch Ankauf in die Sammlung des Textilmuseums St.Gallen, erworben von Paul Ritter (1865–1921). Der Basler leitete schon als junger Mann das Schweizer Konsulat in Yokohama und wurde 1906 der erste in Tokyo residierende Gesandte der Schweiz. Und: Er war ein fleissiger Briefeschreiber. In seiner Post in die Heimat berichtet er detailliert über Feste, Gärten und Sitten Japans.

Das Gewand ist nun sicher verpackt für den Umzug in unser Interimsdepot. 📦

Drachengewand (longpao), China, 1867–1900, Seide, Metall; Stickerei in Platt-, chinesischem Knötchen- und Stielstich, Gimpenfaden (Kontur), Anlegetechnik; Köper- und Atlasbindung, 132 cm (Höhe, Schulter–Saum), Inv.-Nr. 32853.

Es ist offiziell: Das Textilmuseum wird ab dem 1. März 2027 schliessen, denn: Wir bauen um. Der Palazzo Rosso wird diese...
09/10/2026

Es ist offiziell: Das Textilmuseum wird ab dem 1. März 2027 schliessen, denn: Wir bauen um.

Der Palazzo Rosso wird dieses Jahr 140 Jahre alt und benötigt eine Sanierung. Geplant ist eine Erweiterung der Ausstellungsflächen sowie mehr Platz für Sammlung und Veranstaltungen.

Das Gebäude wurde 1886 ursprünglich als Industrie- und Gewerbemuseum mit Zeichnungsschule und Textilbibliothek im Stil des Historismus erbaut. Unsere Sammlung gehört zu einer der bedeutendsten Textilsammlungen der Schweiz.

Um unser Museum fit für die Zukunft zu machen - barrierefrei, klimatisiert, sicher - schliessen wir den Palazzo Rosso nächstes Frühjahr für voraussichtlich drei Jahre und zügeln die Sammlung in ein Interimsdepot.

Ein Museum ohne Haus ist ein Museum auf Reisen: Wir planen derzeit ein Textilmuseum on tour - ein kleines Textilmuseum, das durch den Kanton reist und mitgestaltet werden darf. Mehr darüber erfahrt ihr in den nächsten Monaten. ✨

Ein Museum auf Paletten: Letzte Woche ist der erste Teil unserer historischen Sammlung in ein Interimsdepot gezügelt. Fü...
06/10/2026

Ein Museum auf Paletten: Letzte Woche ist der erste Teil unserer historischen Sammlung in ein Interimsdepot gezügelt. Für diesen Umzug mussten die Objekte sorgfältig kontrolliert, verpackt, verstandortet und transportiert werden. ✨

Herzlichen Dank an alle, die dies möglich gemacht haben- besonders unserem fabelhaften Umzugsteam. 📦

„Alle Fotograf:innen und auch alle, die Fotos machen können, beziehen sich automatisch auf Gesehenes. Sie handeln also h...
26/09/2026

„Alle Fotograf:innen und auch alle, die Fotos machen können, beziehen sich automatisch auf Gesehenes. Sie handeln also historisch. Sie bedienen sich der Geschichte und werden dadurch selbst ein Teil davon.“, schreibt Dr. phil. Martin Lilkendey, Dozent an der Universität Koblenz.

Nächste Woche ist er bei uns im Textilmuseum zu Besuch und lädt ein zur Betrachtung und Austausch über Modefotografie- und ihre Funktion und Entwicklung als besondere Gattung der Porträtfotografie.

„Die Geschichte und Funktion der Modefotografie“
Vortrag von Dr. phil. Martin Lilkendey

Donnerstag, 1. Oktober, 18 Uhr
Textilmuseum St.Gallen

Anschliessend Apéro 🥂

Das Verpacken hat begonnen. 🎁  In Vorbereitung auf den geplanten Umbau des Museums wird ein grosser Teil unserer Sammlun...
25/09/2026

Das Verpacken hat begonnen. 🎁 In Vorbereitung auf den geplanten Umbau des Museums wird ein grosser Teil unserer Sammlung (neu) verpackt, um in ein Interimsdepot gezügelt zu werden. Auch das Altartuch aus dem 17. Jahrhundert aus
Punto-in-aria-Nadelspitze wurde von unserer Restauratorin neu verpackt und für den Umzug bereit gemacht.

Barocke Gemälde, die zeitgenössische Interpretationen inspirieren: In unserem Porträtstudio während der Museumsnacht dur...
22/09/2026

Barocke Gemälde, die zeitgenössische Interpretationen inspirieren: In unserem Porträtstudio während der Museumsnacht durften sich unsere Besuchenden stylen und inszenieren lassen. ✨

Wir freuen uns über ernste Gesichter und amüsierte Gemüter. Merci an alle, die mitgemacht haben— ihr seid grossartige Fotomodelle. 📸

Dieses Altartuch wohnt bereits seit über 120 Jahren im Textilmuseum: Entstanden zwischen 1600 und 1625 in Westeuropa ode...
20/09/2026

Dieses Altartuch wohnt bereits seit über 120 Jahren im Textilmuseum: Entstanden zwischen 1600 und 1625 in Westeuropa oder Grossbritannien, zeigt es die kunstvolle Punto-in-aria-Nadelspitze auf ihrem Höhepunkt. ✨

In der breiten Mittelborte winden sich Blütenranken um eine Monstranz, während die Zwischenborte zweimal den Heiligen Franziskus zeigt. Vereinzelt sind kleine Rubine in die Spitze eingearbeitet.

Ungewöhnlich ist die Technik: Die sogenannten Aufbauflechten, normalerweise nur geometrisches Grundgerüst, wurden hier zugeschnitten und vernäht, um selbst die stilisierten Blüten zu formen. Manche Motive tragen zudem zarte Spuren von grauer, rosa und gelber Farbe, vermutlich mit Stärke gemischt aufgetragen – ob während oder nach der Herstellung der Spitze können wir heute nicht mehr feststellen.

1905 kam das Tuch als Schenkung von Leopold Iklé (1838–1922) ins Textilmuseum St.Gallen.

Warum wird das Objekt derzeit neu verpackt? Das verraten wir euch in den nächsten Wochen. 🥂

Altartuch, Westeuropa/Grossbritannien, um 1600–1625, Leinen, Punto-in-aria-Nadelspitze auf Flechten aufgebaut, in Schlingstich und verstärktem Schlingstich, Stege in Wickelstich mit Picots, 109 × 178 cm, Inv.-Nr.: 01078

Eine fulminante Museumsnacht im Palazzo Rosso ✨„Die Nadeln haben zwei spitze Enden und das Nadelöhr in der Mitte.“ Vor, ...
16/09/2026

Eine fulminante Museumsnacht im Palazzo Rosso ✨

„Die Nadeln haben zwei spitze Enden und das Nadelöhr in der Mitte.“ Vor, zurück: Ein Stich mal 52. 🪡

„Einmal bitte ernst schauen!“ Klick, klick. Portrait im Kasten (oder auf dem Handy). 📸

Im Glanz der 20. St.Galler Museumsnacht verwandelte sich unser Erdgeschoss in ein Sticklokal, unsere Textilbibliothek in ein Schmökerparadies und unsere Ausstellung in ein Fotostudio.

Vielen Dank an alle, die diese Museumsnacht mitgestaltet, mitgeplant und möglich gemacht haben.

PS.: Ihr wollt noch mehr dramatisch-historisch-zeitgenössische Portraits aus der Museumsnacht sehen? Dann schreibt uns ein ❤️ in die Kommentare!

Riesige Stickereikollektionen, Fotoshootings in der Nacht und (viel zu) teure Hunde: Tobias Forster, Ehrenpräsident der ...
09/09/2026

Riesige Stickereikollektionen, Fotoshootings in der Nacht und (viel zu) teure Hunde: Tobias Forster, Ehrenpräsident der Stiftung Textilmuseum und ehemaliger Kreativchef von Forster Willi, weiss einige Geschichten über launische Couturiers, (damals noch) junge Modefotografen wie Helmut Newton und das Verkaufen von Stickereien an die Pariser Haute Couture zu erzählen. 🥂

Während unseres Museumsgespräch im August gab er einen recht exklusiven Einblick in 40 Jahre Arbeit im Familienunternehmen .

Die Forster Willi & Co. wurde 1904 gegründet, mitten in der Blütezeit der St.Galler Stickerei: damals das wichtigste Exportgut der Schweiz. Ab den 1930ern kooperierte man eng mit Haute-Couture-Häusern in Paris, Mailand und New York. 1992 entstand durch Fusion mit der Jacob Rohner AG die heutige Forster Rohner AG. Bis heute tragen Royals, Filmstars und First Ladies Stoffe aus dem St.Galler Traditionshaus. ✨

Seid auch ihr interessiert an seinen Geschichten? In Zusammenarbeit mit der wurde ein Interview mit dem ehemaligen Firmenchef aufgenommen, welches ihr in unserer Ausstellung „Mise en Scène“ anschauen könnt. 🎧

Modefotografien „zitieren“ oft andere Werke: Aus der Malerei, Skulptur, Literatur, aus dem Film, der Musik oder aus dem ...
02/09/2026

Modefotografien „zitieren“ oft andere Werke: Aus der Malerei, Skulptur, Literatur, aus dem Film, der Musik oder aus dem Genre der Fotografie selbst. Diese Referenzen sind manchmal offensichtlich und manchmal subtil oder sogar abstrakt. 🎞️

Während der Museumsnacht St.Gallen am Samstag, den 12. September lassen wir uns von historischen Portraitmalereien inspirieren und kreieren zeitgenössische „Zitate“. Ausserdem erlebt ihr bei uns die Handstickmaschine in Aktion, könnt handwerklich kreativ werden oder bei einer Drop-in-Führung oder -Vorführung unserer textilen Sammlung dabei sein. Wir freuen uns auf eine strahlende Nacht. ✨

P.S.: Tickets bekommt ihr über museumsnachtsg.ch oder an der Abendkasse. 🎟️

Adresse

Vadianstrasse 2
Saint Gallen
9000

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 10:00 - 17:00

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