08/09/2026
An unserem heutigen Podium «Menopause & Karriere» haben wir die Wechseljahre aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: medizinisch, psychologisch, beruflich und persönlich.
Dr. med. Andrea Lautenschlager und Dr. med. Carolin Miesterek ordneten die körperlichen Veränderungen aus gynäkologischer Sicht ein. Dr. med. Fulvia Rota zeigte auf, welche psychischen Auswirkungen diese Lebensphase haben kann. Sandra Elsig brachte ihre Erfahrungen aus dem HR sowie ihre persönliche Perspektive als Betroffene ein.
Deutlich wurde: Die Wechseljahre fallen häufig in eine besonders intensive Lebensphase. Viele Frauen tragen gleichzeitig Verantwortung im Beruf, in der Familie und in der Betreuung von Angehörigen. Nicht selten treffen hormonelle Veränderungen auf hohen Leistungsdruck, Schlafmangel oder Kinder mitten in der Pubertät.
Umso wichtiger ist es, differenziert über die Bedürfnisse von Frauen in dieser Phase zu sprechen.
Ob Hormontherapie, Bewegung und Muskelaufbau, Ernährung, psychologische Unterstützung oder komplementäre Massnahmen: Entscheidend ist, dass Frauen Zugang zu verlässlichen Informationen haben und selbstbestimmt entscheiden können, was für sie persönlich richtig ist.
Auch die Arbeitswelt ist gefordert. Offenheit, flexible Arbeitsmodelle und eine Unternehmenskultur, in der über Wechseljahresbeschwerden gesprochen werden kann, können einen wichtigen Beitrag leisten.
Die Menopause ist ausserdem nicht nur mit Belastungen verbunden. Viele Frauen erleben in dieser Zeit auch mehr Selbstbewusstsein, Klarheit und persönliche Freiheit.
Herzlichen Dank an unsere vier Podiumsgäste und an alle Besucherinnen für den offenen und wertvollen Austausch.