31/08/2026
Solidarität mit den Mitarbeitenden von Waygate Technologies am Standort Ahrensburg. Normalerweise äußere ich mich nicht (kritisch) zur Firmenpolitik von Unternehmen, auch weil ich die unternehmerische Freiheit für ein hohes Gut halte. Es gibt aber Gründe, in diesem Fall klar Stellung zu beziehen.
Was gerade bei Waygste Technologies am Standort Ahrensburg passiert, ist schwer nachvollziehbar. Ein Unternehmen, dessen Geschichte bis zur Entdeckung der Röntgenstrahlung zurückreicht, das seit mehr als 60 Jahren in Ahrensburg tätig ist und bis heite profitabel arbeitet, soll bis Ende 2027 abgewickelt werden.
In den letzten Jahren war ich zwei Mal bei Waygate Technologies zu Besuch. Neben der langen Firmengeschichte haben mich dabei zwei Dinge beeindruckt: die spürbare Leidenschaft der Mitarbeitenden für Ihre Arbeit und die Innovationen in Richtung weiterer Digitalisierung. Beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft.
Aus Sicht der Stadt ist es ein herber Schlag, wenn ein Traditionsunternehmen, ein qualifizierter Arbeitgeber und ein verlässlicher Gewerbesteuerzahler seinen Standort schließt. Für die einzelnen Mitarbeitenden ist es oft eine Existenzfrage.
Selbst wenn die Entscheidung zur Standortschließung nicht mehr verhandelbar sein sollte: Die Interessen und Belange der Mitarbeitenden müssen angemessen berücksichtigt werden.
Ein Teil der Belegschaft hat dem Unternehmen - trotz mehrfacher Eigentümerwechsel - jahrzehntelang die Treue gehalten. Bis heute tragen die Mitarbeitenden mit Ihrem Einsatz zum Gewinn des Unternehmens bei. Es ist nur fair und anständig, der Belegschaft echte Perspektiven zu bieten, die über den 31.12.2027 hinaus reichen.
Ich kann nur hoffen, dass Baker Hughes (Muttergesellschaft von Waygate Technologies) seiner sozialen Verantwortung gerecht wird.