19/09/2026
🩺 Junge Ärztinnen und Ärzte für den Kreis Olpe gewinnen – dieses Thema ist nicht neu.
Das Med.-Camp des Kreises Olpe geht in die zweite Runde – und die Resonanz ist deutlich gestiegen: 14 Medizinstudierende aus NRW und Hessen haben in diesem Jahr teilgenommen. Bei der Premiere 2025 waren es noch sieben.
Eine Woche lang konnten die Studierenden Kliniken, Arztpraxen und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens kennenlernen und zugleich erleben, was der Kreis Olpe als Arbeits- und Lebensort zu bieten hat.
Aus unserer Sicht ist das ein wichtiger Ansatz, denn die Sicherung der medizinischen Versorgung ist gerade für den ländlichen Raum eine zentrale Zukunftsaufgabe.
Interessant ist dabei auch der Blick zurück: Bereits 2012 und 2021 hatte die UWG im Kreisausschuss einen Antrag eingebracht, mit dem Stipendien für Medizinstudierende ermöglicht werden sollten. Ziel war es, einen Beitrag dazu zu leisten, junge Ärztinnen und Ärzte für eine spätere Tätigkeit im Kreis Olpe zu gewinnen. In der damaligen Diskussion wurden darüber hinaus weitere Modelle zur gezielten Gewinnung von Fachkräften – etwa eine entsprechende Servicestelle – erörtert.
Heute gibt es mit dem Med.-Camp einen anderen konkreten Ansatz: Junge Medizinerinnen und Mediziner bekommen die Möglichkeit, den Gesundheitsstandort Kreis Olpe ganz praktisch kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und hinter die Kulissen zu schauen.
Dass sich die Teilnehmerzahl innerhalb eines Jahres verdoppelt hat, zeigt zumindest das wachsende Interesse an diesem Angebot. Die Kreisverwaltung plant, das Med.-Camp auch künftig jährlich durchzuführen.
Auch die Möglichkeit, das Camp mit einer Famulatur im Kreis Olpe zu verbinden, ist interessant. Famulaturen werden mit 400 Euro pro Woche, maximal 1.200 Euro, gefördert.
Für die medizinische Versorgung im Kreis Olpe wird entscheidend sein, dass aus solchen Kontakten langfristig auch berufliche Perspektiven entstehen.
📌 Quellen:
Kreis Olpe, Presseinfo Nr. 113/2026 vom 18.09.2026
Foto: Kreis Olpe