22/04/2026
P R E S S E M I T T E I L U N G
WSA kapituliert vor Hass und Hetze
Mitglieder stimmen der Auflösung des kommunalpolitischen Vereins zu
Nach zwei Wahlkämpfen, in denen sich der WSA e. V. Verdächtigungen übelster Art erwehren musste, stellten in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21. April die Mitglieder einstimmig fest, dass es unter diesen Umständen keinen Sinn mehr macht, sich weiterhin kommunalpolitisch aktiv einzubringen. Ab 1. Mai wird die Liquidation des Vereins durchgeführt, zu Liquidatoren wurden die Unterzeichner bestimmt. Die WSA-Homepage wird (fristbedingt erst) im Dezember 2026 abgeschaltet.
Juristische Auseinandersetzungen überwogen zeitweise die ehrenamtliche Kommunalpolitik
Viele Jahre lang war es vorrangig Peter Hummel (der 2020 Stadtrat wurde), der sich darauf konzentrierte, WSA und seinen Mitgliedern eine rechte Gesinnung anzudichten. Dabei fielen Begriffe wie „Sammelbecken für rechtsextremes Gedankengut“ oder „eng mit der AfD verbunden“. Schon bei der Gründung unseres Vereins (Jahreswende 2014/2015) bekämpfte er WSA mit unlauteren Mitteln, indem er beispielsweise öffentlich wahrheitswidrig behauptete, die Rechte unseres Vereinsnamens zu besitzen. Auch richtete er eine eigene WSA-Seite auf Facebook ein. Da auf seine falsche Behauptung hin Facebook unser WSA-Logo abschaltete, mussten wir über einen Anwalt in Irland unsere Facebookseite zurückholen – die hierfür notwendige von Peter Hummel eingeforderte Unterlassungserklärung war leider nicht die letzte, um ihn von seinen falschen Beschuldigungen gegen WSA abzubringen. Lieber hätten wir uns um kommunalpolitische Themen als um juristische Auseinandersetzungen gekümmert …
Denunziation selbst der Oberbürgermeisterin ohne Beweise
Im diesjährigen Wahlkampf hat uns Oberbürgermeisterin Eva Weber öffentlich im Fernsehen bezichtigt, wir hätten antisemitische Kandidaten. Belege hierfür hat sie bis heute nicht vorgelegt. Die CSU hat unter Bezug auf OB Eva Weber zwei angebliche Beweise a.tv gesandt, die sich als nicht antisemitisch herausgestellt haben. Wenngleich deren Wortlaut durchaus diskutabel ist, fallen die von der CSU vorgelegten Postings in einer Demokratie wie in Deutschland nun einmal unter die Meinungsfreiheit. Der Ehemann der Oberbürgermeisterin, Florian Weber, hat im Wahlkampf zudem in einem Story-Posting WSA und AfD gleichgesetzt („Stabil gegen WSAfD“) – ebenfalls ohne jegliche Beweisgrundlage.
Ungeheuerliche Entgleisung der Bürgermeisterin – ohne Folgen
Die Zweite Bürgermeisterin Martina Wild hat WSA und somit alle Mitglieder, einschließlich Stadtrat Peter Grab, als antisemitisch und verfassungsfeindlich bezeichnet – ebenfalls öffentlich im Fernsehen. Obwohl sie in 18 Jahren im Augsburger Stadtrat noch nie eine Äußerung von Peter Grab hörte, die auch nur ansatzweise in diese Richtung gingen. Selbstverständlich hat auch Bürgermeisterin Wild keine Belege für ihre Behauptungen vorgelegt – und sich bis heute trotz Aufforderung nicht für ihre Entgleisung entschuldigt. Auch ihre Stadtratsfraktion hat sich nicht schützend gegen ihre Hetze gegen WSA gestellt, obwohl die Grünen für sich in Anspruch nehmen, Vorreiter für den Kampf gegen Hass und Hetze zu sein. Hier ist ihre Äußerung im a.tv: „Die SPD unter Florian Freund hat ein Bündnis mit WSA geschmiedet, wo wir klar und deutlich formuliert haben, wir sind gegen Antisemiten und Antisemitinnen, gegen Verfassungsfeindinnen und Verfassungsfeinde.“
Trotz Aufforderung unsererseits hat sich die Bürgermeisterin bis heute nicht bei WSA und seinen Mitgliedern entschuldigt. Auch ist uns kein Stadtratsmitglied der Grünen bekannt geworden, welches die ungeheuerliche Verleumdung kritisiert hat. Im Gegenteil, beispielsweise Claudia Roth hat Martina Wild in Schutz genommen: „Ich stehe daher solidarisch hinter Martina Wild und ihren Aussagen zur WSA.“ Soviel zum jahrelangen, scheinbar scheinheiligen Kampf gegen Hass und Hetze der Grünen. Offenbar muss Hass und Hetze nur dann bekämpft werden, wenn andere gemeint sind.
Ende der politischen Kultur
Diese und weitere Aspekte machen es für die Mitglieder einer demokratischen Bürgervereinigung unmöglich, sich weiter politisch zu engagieren. Öffentliche Vorwürfe dieser Art, erst recht durch die höchsten Repräsentantinnen der Stadt Augsburg, gefährden nicht nur das Ansehen der WSA-Mitglieder, sie können sich zudem negativ auf deren berufliche Situation auswirken. Diese nehmen zwar die Oberbürgermeisterin und Bürgermeisterin offensichtlich in Kauf, die Beschuldigten wollen dies jedoch nicht weiter hinnehmen müssen. Die politische Kultur ist am Ende, wenn ein Wahlkampf gegen den OB-Mitbewerber auf dem Rücken von ehrenamtlich engagierten WSA-Mitgliedern ausgetragen wird.
Rolle der Augsburger Medien
Zudem war die Rolle der Augsburger Medien enttäuschend. Im Lokalfernsehen wurden „Beweise“ für Wilds ungeheuerliche Unterstellung eingeblendet, die bei näherem Hinsehen gar keine waren. Einer der angeblichen „Beweise“ war ein Fake, was vor der Veröffentlichung nicht überprüft wurde. Leserbriefe von empörten Mitgliedern, die sich auf diese Weise gegen die Denunziation wehren wollten und die uns mehrfach zur Kenntnis gesandt wurden, wurden nicht abgedruckt. Bis heute gab es keinen medialen Aufschrei hinsichtlich der erfolgten Entgleisungen und Zerstörung von kommunalpolitischem Engagement. Verteidigung von demokratischen Grundwerten geht anders.
Wir sind es leid, uns jahrelang gegen Versuche, WSA ins rechtsextreme Lager zu stellen, erwehren zu müssen. Lieber hätten wir uns einer sachlichen Kommunalpolitik gewidmet. Unsere ehrenamtlich engagierten Mitglieder geben angesichts der stetigen Verleumdungen, zuletzt sogar von Augsburgs politischen Spitze, auf.
Mit dieser Pressemitteilung verabschiedet sich der WSA e. V. von der kommunalpolitischen Bühne in Augsburg. Wir danken den Medien für die bisherige Zusammenarbeit.
Das Foto im Anhang zeigt einen Großteil der Teilnehmenden bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21.04.2026 im Ristorante Il Gladiatore.
Für den Gesamtvorstand des WSA e. V.
Peter Grab und Anita Ponzio
- Vorsitzende -