26/09/2026
Eine unterspülte Deichböschung sichern und einen drohenden Deichbruch verhindern: Dieser Aufgabe stellten sich dieses Wochenende insgesamt 55 Einsatzkräfte von THW und DLRG bei einer gemeinsamen Hochwasserübung. Im Mittelpunkt stand das Zusammenspiel der Helferinnen und Helfer an Land und im Wasser.
Besonders anspruchsvoll war das genaue Positionieren der bis zu 750 Kilogramm schweren Big Bags im strömenden Wasser. Während ein Kran des THW OV Bielefeld die Säcke ins Wasser absenkte, unterstützten Strömungsretter der DLRG die Platzierung.
An einer weiteren Übungsstelle errichteten die Helferinnen und Helfer einen Palettendamm aus Europaletten. Bei geeignetem Untergrund lässt sich diese Form des mobilen Hochwasserschutzes schneller und mit weniger Personal aufbauen als ein klassischer Sandsackdamm.
Den Überblick über die simulierte Hochwasserlage behielten die Führungstrupps von THW und DLRG. Unterstützung erhielten sie vom Trupp Unbemannte Luftfahrtsysteme (UL) des THW Minden Seine Drohnen lieferten Aufnahmen für eine dreidimensionale Lagedarstellung.
Zusätzliche Messwerte lieferte der Trupp Mobiler Hochwasserpegel (MHP) des THW Kamen-Bergkamen. Seine Pegel erfassen Wasserstände und stellen sie den Führungskräften in Echtzeit über eine Webanwendung zur Verfügung. Damit ergänzen sie das Lagebild um wichtige Informationen zur Entwicklung des Hochwassers.
Fotos: THW Minden