Bacharach am Rhein - Information

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Bacharach am Rhein - Information Dies ist die offizielle Facebook Seite der Stadt Bacharach. Bacharach ist in mehrere Ortsteile gegliedert. Jahrhunderts.

Bacharach am Rhein ist eine Stadt im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Der Ortsteil Steeg liegt im Steeger Tal quer zum Rhein und Henschhausen, Medenscheid und Neurath auf der Anhöhe. Die Anfänge einer Besiedlung gehen wohl noch bis in das 7. Jahrhundert zurück, doch erstmals urkundlich erwähnt wurde Bacharach erst zu Beginn des 11. Zu dieser Zeit wurde Bacharach eine der wichtigsten Umladestation für den Weinhandel, da hier die Fässer von kleineren Schiffen, die allein das Binger Loch passieren konnten, auf größere verladen wurden. Ab jetzt trug der Wein die Bezeichnung „Bacharacher“.1356 erhielt Bacharach seine Stadtrechte. Nach der Versandung des Hafens fiel Bacharach in einen Dornröschenschlaf, aus dem es erst im Zuge der Rheinromantik wieder erweckt wurde. Gäste jener Zeit waren unter anderem Victor Hugo, Clemens Brentano und Heinrich Heine. Bis heute lebt Bacharach vom Tourismus und noch immer erfreut sich der Wein aus Bacharach internationaler Beliebtheit. Bacharach pflegt zu Overijse in Belgien und Santenay in Frankreich partnerschaftliche Beziehungen.

07/09/2026
Peter Keber, Katharina Hansen, Heinz-Willi Eichner, Dr. Randolf Kauer und Rainald Kauer machten damit deutlich: Erinneru...
03/09/2026

Peter Keber, Katharina Hansen, Heinz-Willi Eichner, Dr. Randolf Kauer und Rainald Kauer machten damit deutlich: Erinnerung darf nicht verblassen. Sie braucht Aufmerksamkeit, Pflege und Menschen, die sie wachhalten. Die fünf Stolpersteine im Bacharacher Stadtgebiet erinnern an Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt und ermordet wurden: Antonie Herzberg, Emma Keller, Willi Keller, Heinrich Paff und Maria Catharina Louise Jeiter.

Antonie Herzberg wurde 1862 geboren. Die ledige Frau lebte zuletzt in einer Mansarde in der Bauerstraße und verdiente sich als Handarbeitslehrerin ihren Lebensunterhalt. 1942 wurde sie zunächst nach Theresienstadt und wenige Wochen später nach Treblinka deportiert, wo sie ermordet wurde.

Die Geschwister Willi und Emma Keller lebten in der Langstraße 43. Willi Keller, Jahrgang 1894, war gelernter Schneider und blieb unverheiratet. Seine Schwester Emma, geboren 1893, lebte ebenfalls unverheiratet im Elternhaus. Beide wurden 1942 deportiert. Die genauen Umstände ihres Todes sind nicht vollständig geklärt; sie wurden nach den damaligen Erkenntnissen als Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung für tot erklärt. Ihre Stolpersteine erinnern heute an ihr Leben und ihr gewaltsames Verschwinden.

Heinrich Paff, geboren 1895 in Bacharach, war Uhrmacher und lebte in der Langstraße. Er war kein jüdisches Opfer, sondern wurde im Rahmen der nationalsozialistischen sogenannten „Euthanasie“ ermordet. Nach seiner Einweisung in die Heil- und Pflegeanstalt Andernach wurde er am 7. Mai 1941 nach Hadamar gebracht und noch am selben Tag in der dortigen Tötungsanstalt vergast.

Der fünfte Stolperstein erinnert an Maria Catharina Louise Jeiter, Jahrgang 1891. Sie wurde zunächst in die Heil- und Pflegeanstalt Eichberg eingewiesen und am 16. November 1944 nach Hadamar verlegt. Dort wurde sie am 29. November 1944 ebenfalls als Euthanasieopfer ermordet.

Auch die beiden Stolpersteine in der Vitrine des Rathaussaals erzählen von Bacharacher Schicksalen. Sie erinnern an die Schwestern Bertha und Jenny Wolff, die 1942 nach Theresienstadt deportiert wurden und dort wenige Wochen später starben. Ihre Steine konnten bislang nicht dauerhaft im Straßenraum verlegt werden und werden deshalb in der Vitrine aufbewahrt.

Nach der Reinigung nahm sich der Vorstand des Bauvereins bewusst Zeit für ein gemeinsames Gedenken. Die Namen, Lebensdaten und Schicksale der Menschen wurden verlesen und damit ihre Biografien wieder in das Bewusstsein gerufen. Denn ein Stolperstein ist mehr als ein Gedenkzeichen im Straßenpflaster. Er führt die Erinnerung dorthin zurück, wo Menschen tatsächlich gelebt haben: in die Nachbarschaft, vor ihre Häuser, mitten in unsere Stadt.
Der Bauverein Wernerkapelle sieht darin auch eine besondere Verantwortung. Die Wernerkapelle selbst steht für ein schwieriges Kapitel der Geschichte des christlich-jüdischen Verhältnisses. Gerade deshalb gehört es zu den Anliegen des Vereins, Erinnerung wachzuhalten, Geschichte sichtbar zu machen und sich für ein respektvolles und friedliches Zusammenleben einzusetzen. „Wir wollen nicht nur die Steine sauber halten. Wir wollen die Namen und die Geschichten der Menschen dahinter lebendig halten“, so die gemeinsame Haltung des Vorstandes.
Die Reinigung der Stolpersteine ist deshalb eine kleine, aber wichtige Geste. Sie macht sichtbar, dass Gedenken nicht allein an Jahrestagen stattfindet. Erinnerung braucht regelmäßige Aufmerksamkeit – und Menschen, die bereit sind, Verantwortung dafür zu übernehmen. Denn: Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist.

Text und Bilder: Rainald Kauer

01/09/2026
Heinrich-Heine-Chor Frankfurt trifft Hahn & WeilerSonntag, 25. Oktober 2026 um 15:00 UhrKirche St. Peter, Bacharach am R...
29/08/2026

Heinrich-Heine-Chor Frankfurt trifft Hahn & Weiler
Sonntag, 25. Oktober 2026 um 15:00 Uhr
Kirche St. Peter, Bacharach am Rhein

Eine Veranstaltung des Bauvereins Wernerkapelle Bacharach e.V.
Tickets 15 € ermäßigt 10€ / wer es sich leisten kann zahlt 20 €
Reservierung: [email protected]

Unkompliziert ist die Liebe nie, und die Melancholie nicht weit. Das wissen
Dichter und Sänger nicht erst seit der Romantik. Heinrich Heine
nannte seine Liebesgedichte „in Honig getauchten Schmerz“. Er sah sich
als einen letzten (entlaufenen) Romantiker. Und er war eine der geistreichsten
Stimmen der Freiheit in Europa – aus dem mit polizeistaatlicher
Zensur regierten Deutschland ins Exil vertrieben nach Frankreich.
Heute erscheint es uns wieder dringlich, mit Heine und seinen poetischen
und musikalischen Kollegen und Erben an die politischen und kulturellen
Traditionen der Demokratie- und Bürgerrechtsbewegungen in Europa
und Nordamerika zu erinnern.

Demokratisch entschiedene Traditionspflege mit Heinrich Heine, Robert
Schumann und Arvo Pärt, Robert Burns, Ferdinand Freiligrath, Bert
Brecht und Hanns Eisler, mit Mikis Theodorakis, Pablo Neruda, Billie
Holiday und Bob Dylan. Pop-Rock-poetisch kommentiert vom Duo Hahn
& Weiler mit Song-Interpretationen von Amy Winehouse, David Bowie,
Ton-Steine-Scherben, Stephan Weidner (Böhse Onkelz) und Bernie Hahn.
Dazu rezitiert Bettina Hackenspiel aus Texten u.a. von Heinrich Heine und
Rainer Maria Rilke, Jacob Grimm, Bernie Sanders und Navid Kermani.
Zwölf Männerstimmen unter der Chorleitung von Wolfgang Barina, das
virtuose Akkordeon von Stephan Weiler und die eindrucksvolle, in vielen
Jahren mit Rock- und Pop-Songs gereifte Stimme von Bernie Hahn verbinden
Poesie und Klang zu einem Konzert voller Leidenschaft, Nachdenklichkeit
und musikalischer Intensität.

Die Stadt Bacharach sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Bauhofmitarbeiter (m/w/d) in Vollzeit und unbefristeter Be...
27/08/2026

Die Stadt Bacharach sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Bauhofmitarbeiter (m/w/d) in Vollzeit und unbefristeter Beschäftigung.

Sie packen gerne an, arbeiten gerne im Freien und verfügen über eine handwerkliche Ausbildung? Dann freuen wir uns auf Ihre Unterstützung!

Zu Ihren Aufgaben gehören unter anderem die Pflege und Instandhaltung städtischer Gebäude, Wege, Grünanlagen, Spielplätze und Friedhöfe sowie der Winterdienst und die Unterstützung bei Veranstaltungen. Vorausgesetzt werden technisches Verständnis, ein sicherer Umgang mit Maschinen und die Führerscheinklassen B und BE.

Wir bieten Ihnen eine abwechslungsreiche Tätigkeit, eine Vergütung nach TVöD, 30 Tage Urlaub, Jahressonderzahlung und betriebliche Altersvorsorge.

Bewerben Sie sich bitte bis zum 20. September 2026 per E-Mail an [email protected].

Alle weiteren Informationen finden Sie unter:

www.bacharach.de/aktuelles/bauhofmitarbeiter-mwd

Fragen beantworten wir gerne unter 06743 / 1297.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung – weitersagen und teilen ausdrücklich erwünscht!

Die Stadt Bacharach sucht ab sofort einen Bauhofleiter (m/w/d) in Vollzeit und unbefristeter Beschäftigung.Sie übernehme...
25/08/2026

Die Stadt Bacharach sucht ab sofort einen Bauhofleiter (m/w/d) in Vollzeit und unbefristeter Beschäftigung.

Sie übernehmen die Organisation der vielfältigen Bauhofaufgaben, führen das Team und arbeiten auch selbst tatkräftig mit.

Wir bieten Ihnen eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit, eine Vergütung nach TVöD, Jahressonderzahlung und betriebliche Altersvorsorge.

Alle Informationen zur Stelle und zu den Bewerbungsvoraussetzungen finden Sie unter:

www.bacharach.de/aktuelles/bauhofleiter

Fragen beantworten wir gerne unter 06743 / 1297.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung – weitersagen und teilen ausdrücklich erwünscht!

Ausstellung erinnert an die Opfer der Novemberpogrome 1938Der Bauverein Wernerkapelle Bacharach e.V. lädt zur Eröffnung ...
06/08/2026

Ausstellung erinnert an die Opfer der Novemberpogrome 1938
Der Bauverein Wernerkapelle Bacharach e.V. lädt zur Eröffnung der Ausstellung „Die Toten des Pogroms 1938 in Rheinland-Pfalz“ am Donnerstag, 27. August 2026, um 19.00 Uhr in die St. Josefskapelle in Bacharach (Oberstraße 39) ein.

Die Ausstellung widmet sich einem lange wenig beachteten Aspekt der Novemberpogrome von 1938. Während die Erinnerung häufig von brennenden Synagogen, zerstörten Geschäften und eingeschlagenen Schaufenstern geprägt ist, rückt sie die Menschen in den Mittelpunkt, die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt wurden.
Grundlage der Ausstellung ist eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.
Anhand bewegender Biografien erinnert die Ausstellung an Menschen, die an den Folgen schwerer Misshandlungen starben, als sogenannte „Aktionsjuden“ in Konzentrationslager verschleppt und dort ermordet wurden oder angesichts der Verfolgung keinen anderen Ausweg mehr sahen als den Suizid. Sie gibt den Opfern ihre Namen und ihre Geschichten zurück.

Die Ausstellung ist vom 27. August bis zum 25. September 2026 täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr in der St. Josefskapelle, Oberstraße 39 in Bacharach, zu sehen. Der Eintritt ist frei.
Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 27. August 2026, um 19.00 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Mit der Kuratorin Carolin Manns besteht die Möglichkeit, mit einer ausgewiesenen Expertin über die Forschungsergebnisse und die Bedeutung der Ausstellung für die heutige Erinnerungskultur ins Gespräch zu kommen.

Text: Rainald Kauer, Bauverein Wernerkapelle Bacharach e.V.

Adresse

Oberstraße 1
Bacharach
55422

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 12:30
Dienstag 10:00 - 12:30
Mittwoch 10:00 - 12:30

Telefon

+4967431297

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