14/07/2026
All’inizio, una piccola richiesta ai nostri amici italiani: ci farebbe molto piacere se mettiate un “Mi piace” anche a questo post. Se vi fa piacere, condividetelo anche.
Con amicizia e sincera stima,
i Gebirgsjäger tedeschi della Brigata Alpina 23:
Die 2026 in Genua – Tradition, internationale Kameradschaft und europäische Verantwortung
Mit der 97. Adunata Nazionale der Associazione Nazionale Alpini (ANA) wurde Genua vom 8. bis 10. Mai 2026 zum Treffpunkt der Alpini. Rund 300.000 Besucher verwandelten die ligurische Hafenstadt in ein Meer aus grünen Hüten mit der berühmten schwarzen Feder. Nach 25 Jahren kehrte die Adunata an einen Ort zurück, der trotz seiner Lage am Meer eng mit der Geschichte der italienischen Gebirgstruppen verbunden ist. Die Region Ligurien stellte seit der Aufstellung der Alpini 1861 zahlreiche Soldaten für die Gebirgseinheiten, weshalb Genua innerhalb der ANA einen besonderen Stellenwert besitzt.
Die Veranstaltung war weit mehr als ein Veteranentreffen. Sie verband militärische Tradition, Erinnerungskultur, zivilgesellschaftliches Engagement und internationale Begegnung. Zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Gottesdienste und Gedenkveranstaltungen unterstrichen den Anspruch der ANA, historische Verantwortung mit gesellschaftlichem Engagement zu verbinden.
Besondere Aufmerksamkeit galt der internationalen Beteiligung. Delegationen aus zahlreichen europäischen und außereuropäischen Staaten nahmen an den Feierlichkeiten teil. Neben den Auslandssektionen der ANA waren Vertreter der International Federation of Mountain Soldiers (IFMS) sowie aktive Soldaten verschiedener Gebirgsverbände anwesend.
Die Adunata fand in einer politisch teilweise aufgeladenen Phase für Genua statt: Erst wenige Wochen zuvor war die links-liberale Silvia Salis zur neuen Bürgermeisterin Genuas gewählt worden. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Region Ligurien, Marco Bucci, begrüßte sie die Alpini offiziell im Palazzo Ducale.
Trotz teilweise deutlicher unterschiedlicher politischer Positionen wurde die Adunata von den kommunalen und regionalen Institutionen als bedeutendes Ereignis für Identität, Tourismus und Wirtschaft unterstützt.
Gleichzeitig blieb die Veranstaltung nicht frei von kritischen Stimmen. Einzelne Gewerkschaften und pazifistische Gruppen kritisierten die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen, Verkehrsbeeinträchtigungen sowie die starke militärische Präsenz während der Veranstaltung.
Diese Proteste gehören jedoch zu einer pluralistischen demokratischen Debatte und änderten nichts daran, dass die Adunata insgesamt friedlich verlief und von einem großen Teil der Bevölkerung positiv aufgenommen wurde.
Auch die Gebirgstruppe der Bundeswehr war dank der Vertreter der GebAufklKp 23 und des AufKlBtl 10 in Zugstärke vertreten.
Für viele Teilnehmer stand weniger der militärische Aspekt als vielmehr die gemeinsame Gebirgstradition im Vordergrund: Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und der Dienst für die Gesellschaft verbinden die Gebirgssoldaten Europas unabhängig von ihrer Nationalität.
Eine besondere Bedeutung kam erneut der International Federation of Mountain Soldiers (IFMS) zu. Die Föderation vereint Gebirgstruppen zahlreicher Staaten und fördert den fachlichen Austausch, sowie die Pflege der Tradition der Gebirgssoldaten.
Im Rahmen des Treffens der internationalen Delegationen überbrachte Oberstleutnant Konrad Herborn als Generalsekretär die Grüße der IFMS. In seiner Ansprache hob er hervor, dass die Ausbildung im Gebirge besondere Eigenschaften verlange: gegenseitiges Vertrauen, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, unter extremen Bedingungen zusammenzuarbeiten. Diese Werte seien zeitlos und bildeten die Grundlage erfolgreicher multinationaler Kooperationen. Gleichzeitig würdigte er die Associazione Nazionale Alpini ausdrücklich als Vorbild für den Einsatz im Zivil- und Katastrophenschutz sowie für ihre jahrzehntelange ehrenamtliche Unterstützung der Bevölkerung.
Das Leitmotiv der Adunata 2026 lautete „Alpini – Leuchtturm für die Zukunft Italiens“. Dieses Motto spiegelte sich in vielen Veranstaltungen wider. Neben der Erinnerung an die Geschichte der Gebirgstruppen standen insbesondere Zukunftsthemen wie Katastrophenschutz, ehrenamtliches Engagement, Nachwuchsförderung und internationale Zusammenarbeit im Mittelpunkt.
So blieb die Adunata nicht nur ein Fest der Alpini, sondern auch ein sichtbares Zeichen für die enge Verbundenheit der Gebirgssoldaten Europas und für den Wert persönlicher Begegnungen in einer zunehmend komplexen sicherheitspolitischen Welt.
Text/Bilder:
OTL Konrad Herborn
LKdo Bayern - Abt S3
Generalsekretär IFMS