03/06/2026
Schluss mit dem Beamten-Bashing!
Die Debatte über das Berufsbeamtentum versinkt im Populismus – vor allem mit Blick auf die Rente.
„Es löst kein Problem, wenn wir Beamtinnen und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen“, betonte Matthäus Fandrejewski, Vorsitzender der dbb jugend, beim Austausch mit der Bundestagsabgeordneten Daniela Rump (SPD).
Eine solche Reform würde erhebliche Mehrkosten für den Staat verursachen, ohne die Herausforderungen des Rentensystems zu lösen.
Auch Daria Abramov, Erste stellvertretende Vorsitzende der dbb jugend, forderte mehr Unterstützung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst: „Wir müssen die Kolleginnen und Kollegen, die den Staat am Laufen halten, besser schützen.“
Es braucht eine sachliche Debatte, mehr Wertschätzung und bessere Rahmenbedingungen für die Menschen, die täglich für Bildung, Sicherheit und einen funktionierenden Staat sorgen.
24/04/2026
🚸 Ohne Jugend keine Zukunft.
⏰ Junge Menschen sind von politischen Entscheidungen besonders lange betroffen, werden aber oft zu spät oder gar nicht beteiligt.
🙅 Fehlende Mitsprache führt zu Frust und Rückzug. Demokratie bleibt nur lebendig, wenn junge Stimmen verbindlich gehört werden.
🗳 Unsere Forderung: Jugendbeteiligung verbindlich machen. Jugendparlamente, Beteiligungsräte und Mitbestimmung müssen fester Bestandteil politischer Entscheidungen sein.
🤗 Damit diejenigen, die mit Entscheidungen am längsten leben auch daran beteiligt sind.
20/04/2026
☝ Ohne Engagement keine Demokratie.
🙌 Ob im Verein, in der Gewerkschaft oder im Ehrenamt: Demokratie lebt von Menschen, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Das tun sie oft zusätzlich zur Arbeit in ihrer Freizeit.
✋ Doch dieses Engagement für die Gesellschaft darf kein Privatproblem sein. Wer seine Zeit und Fähigkeiten für das Gemeinwohl einsetzt, verdient dafür Anerkennung und Unterstützung.
💪 Deshalb gilt es, Ehrenamt strukturell zu stärken. Durch Freistellungen, flexible Arbeitszeiten und echte Wertschätzung - auch und zuallererst im öffentlichen Dienst.
17/04/2026
🌱 Demokratie braucht Verlässlichkeit.
↗️ Demokratische Strukturen entstehen nicht über Nacht. Engagement, Prävention und Bildungsarbeit brauchen Zeit und vor allem Planungssicherheit.
🙇 Zu oft werden Demokratieförderprogramme nur befristet gedacht. Dabei sind sie eine langfristige Investition in gesellschaftlichen Zusammenhalt, nicht ein kurzfristiges Projekt.
💸 Unsere Forderung: Demokratieförderung dauerhaft und verlässlich finanzieren. Programme wie „Demokratie leben!“ müssen langfristig wirken können für eine stabile Demokratie. Das sollte bei allem Reformwillen immer berücksichtigt werden.
13/04/2026
🔍 Demokratie braucht Perspektiven.
🙁 Wer keine Perspektive sieht, verliert Vertrauen in Politik und Staat. Unsichere Jobs, hohe Belastung und fehlende Zukunftsaussichten führen dazu, dass demokratische Prozesse gerade von jungen Menschen als fern und wirkungslos erlebt werden.
💪 Demokratie funktioniert aber nur, wenn sie als fair und verlässlich wahrgenommen wird. Gute Arbeit, faire Bezahlung und soziale Sicherheit stärken nicht nur den Sozialstaat, sondern auch das Vertrauen in demokratische Institutionen.
❕ Soziale Gerechtigkeit ist ein Fundament unserer Demokratie, das es zu erhalten gilt.
09/04/2026
❕ Job und Care‑Arbeit dürfen kein Karrierehemmnis sein.
🙇♀️ Viele junge Beschäftigte im öffentlichen Dienst übernehmen Care‑Arbeit: Sie pflegen Angehörige, bekommen während Ausbildung oder Studium Kinder oder organisieren Familie und Beruf parallel. Diese Verantwortung wird noch immer überwiegend von Frauen getragen. Auch, weil Rahmenbedingungen wie das Ehegattensplitting traditionelle Rollenverteilungen begünstigen. Die Folgen sind deutlich: Über 80 Prozent der Teilzeitbeschäftigten im öffentlichen Dienst sind Frauen. Der Zusammenhang von Care‑Arbeit und Teilzeit ist unbestreitbar und führt dazu, dass Frauen weiterhin häufiger beruflich ausgebremst werden.
😫 Zu oft reagieren Strukturen darauf nicht flexibel genug: Starre Ausbildungsmodelle, fehlende Teilzeitoptionen oder begrenzte Möglichkeiten, auch in Teilzeit Verantwortung zu übernehmen, benachteiligen vor allem Frauen. Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch kurzsichtig – gerade mit Blick auf den Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst.
☝ Unsere Forderung ist klar: Der öffentliche Dienst muss den Lebensrealitäten gerecht werden. Dazu gehören Teilzeit‑ und mobile Ausbildungsmodelle, Top‑Sharing in Führung und der konsequente Abschied von überholten Rollenbildern. Gleichberechtigung entsteht nicht von selbst, sie braucht moderne Regelungen und politischen Willen.
07/04/2026
🌐 Staatsmodernisierung darf kein Buzzword bleiben.
🤷♀️ Auf unserem letzten Bundesjugendausschuss (BJA) wurde deutlich, wo es in Sachen Digitalisierung aktuell hakt: Digitalisierung soll Abläufe vereinfachen, sorgt aber in der Praxis oft für mehr Umwege, doppelte Arbeit und neue bürokratische Hürden. Statt echter Entlastung erleben viele Beschäftigte zusätzliche Abstimmungen und uneinheitliche Verfahren.
☝️ Unsere Diskussion, organisiert von der AG Moderner Staat, hat klar gezeigt, dass das Problem nicht der fehlende Einsatz der Beschäftigten ist. Es sind zu komplexe Strukturen, föderale Zersplitterung und Digitalprojekte, die Prozesse abbilden, ohne sie vorher sinnvoll zu verbessern. Wer täglich im öffentlichen Dienst arbeitet, weiß genau, wo Systeme bremsen – wird aber noch zu selten einbezogen.
💡 Klüger wäre es, Prozesse erst analog praktikabel zu machen und sie dann sinnvoll zu digitalisieren. Staatsmodernisierung soll den Arbeitsalltag im öffentlichen Dienst besser machen: Durch weniger Bürokratie, mehr einheitliche Lösungen und eine konsequente Einbindung der Beschäftigten. Nur so wird der Staat handlungsfähig und zukunftsfähig.
02/04/2026
🌬 Der öffentliche Dienst braucht frischen Wind
✋ Starre Hierarchien und eingefahrene Strukturen bremsen Innovation, Digitalisierung und Motivation. Dabei erwarten die Bürger:innen zu Recht einen modernen, leistungsfähigen Staat. Besonders junge Beschäftigte wollen ihre Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und sinnvoll gestalten können.
🚨 Genau hier liegt das Problem: Zu wenig Gestaltungsspielraum, zu viele Hierarchieebenen. Kreativität, Wissenstransfer und neue Lösungswege bleiben oft auf der Strecke. Das ist nicht nur schlecht für die Arbeitskultur, sondern auch für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber - gerade für junge Fachkräfte.
🤗 Genau deshalb wünschen wir uns weniger Hierarchie und mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Wir brauchen moderne Arbeitskulturen, klare Entwicklungsperspektiven, flexible Arbeitsmodelle und echte Chancen, Dinge auszuprobieren. Auch in Führungspositionen, zum Beispiel durch Teilzeit und Top‑Sharing. So stärken wir den öffentlichen Dienst für die Beschäftigten von heute und die Fachkräfte von morgen.
ℹ Das alles hat unser Vorsitzender Matthäus Fandrejewski gestern im Gespräch mit Denise Loop (B'90/Die Grünen) zum Ausdruck gebracht. Sie ist nicht nur Mitglied im Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sondern auch staatliche anerkannte Sozialarbeiterin.
01/04/2026
❕ Wer krank ist, darf nicht zusätzlich unter Druck geraten.
ℹ Die gesetzliche Krankenkasse steht vor großen Herausforderungen. Seit Jahren hat sie mehr Ausgaben als Einnahmen. Nun hat eine Expertenkommission Reformvorschläge vorgelegt – darunter sinnvolle Ansätze wie günstigere Medikamente oder mehr staatliche Beiträge.
😠 Weniger sinnvoll ist der Vorschlag, ausgerechnet beim Krankengeld zu sparen. Aktuelle Zahlen zeigen: 29 Prozent der jungen Menschen unter 30 geben an, psychologische Unterstützung zu benötigen. Viele von ihnen sind besonders belastet und auf ein funktionierendes soziales Sicherungssystem angewiesen.
Krankengeld erhalten Beschäftigte, wenn sie länger als sechs Wochen arbeitsunfähig sind, häufig aufgrund psychischer Erkrankungen. Wer sich in einer solchen Ausnahmesituation befindet, braucht Stabilität und Sicherheit, keine finanziellen Kürzungen.
☝ Unsere klare Forderung: Gesundheit darf kein Sparposten sein. Die Politik muss die Gesundheitsförderung junger Menschen stärker in den Fokus rücken und Reformen so gestalten, dass nicht erneut die Jugend die Zeche zahlt.
27/03/2026
Bei der dbb jugend bleibt man ja bekanntlich ewig jung. Trotzdem war auch unsere Bundesjugendleitung mal ganz ganz klein.
Damals klein und süß, heute zuständig für eure Interessenvertretung. Wer hätte das gedacht? 😉