DGVN - Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

DGVN - Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.

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Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) wurde im Jahr 1952 als eingetragener Verein gegründet. It works as a non-profit organization.

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) informiert in konstruktiv-kritischer Weise über Ziele, Institutionen und Aktivitäten der Vereinten Nationen. Sie ist Mitglied im Weltverband der UN-Gesellschaften (WFUNA). Gemäß ihrer Satzung verfolgt die DGVN die Aufgabe, die deutsche Öffentlichkeit in konstruktiv-kritischer Weise über die Ziele, die Institutionen und die Aktivitäten der

05/05/2026

Gerade in aktuellen Debatten wird den Vereinten Nationen häufig vorgeworfen, in Konflikten vor Ort nicht sichtbar genug zu sein und politisch an Einfluss zu verlieren. Doch ein Blick in die Geschichte zeigt: Die Rolle des UN-Generalsekretärs war nicht statisch, sondern wurde immer wieder neu geprägt.

🎙 In der neuen Folge von Hashtag greifen Steve Biedermann und Dr. Patrick Rosenow diese Diskussion auf und richten den Blick auf Dag Hammarskjöld, eine der prägendsten Persönlichkeiten der Vereinten Nationen und zweiter Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Als zweiter Generalsekretär, der nach Trygve Lie überraschend ins Amt kam, führte Hammarskjöld die UN von 1953 bis 1961 durch zentrale Krisen und formte das Amt bis heute.

Es geht unter anderem um:
👉 Aktuelles zur Wahl des UN-Generalsekretärs
👉 Dag Hammarskjöld als Person und sein Werdegang
👉 Seine Amtsführung und zentrale Herausforderungen
👉 Lehren und Implikationen für die heutige Rolle der UN

🎧 Die Folge ist im ersten Kommentar verlinkt.

‼️ Update zur Auswahl des nächsten UN-Generalsekretärs
Zu Beginn der Folge geht es um den aktuellen Stand des Auswahlprozesses für die Nachfolge von António Guterres. Am 20. und 21. April fanden in New York dafür die öffentlichen Anhörungen der aktuellen Kandidatinnen und Kandidaten statt: Michelle Bachelet, Rafael Mariano Grossi, Rebeca Grynspan und Macky Sall.

👉 Michelle Bachelet betonte die enge Verbindung von Menschenrechten, Sicherheit und Entwicklung sowie die Bedeutung der UN-Präsenz vor Ort. Sie bezeichnete zudem den Klimawandel ans größte Bedrohung für die Menscheit. Politisch gilt sie jedoch als schwer konsensfähig, aufgrund ihrer früheren Äußerungen zu China und den USA in ihrer Funktion als UN-Hochkommissarin für Menschenrechte.

👉 Rafael Mariano Grossi forderte eine aktivere, sichtbarere UN und äußerte klare Kritik an bestehenden Strukturen. Er überzeugte mit einem starken, charismatischen Auftreten. Auffällig ist, dass er weiterhin an der Spitze der IAEO steht, trotz Empfehlung von aktiven UN-Ämtern zurückzutreten.

👉 Rebeca Grynspan stellte die finanzielle Dimension der Diplomatie in den Vordergrund. Mit den Fokus auf globale Wirtschaftsfragen und Reformen und überzeugte mit einem sehr starken Gesamtauftritt. Ihre progressive Ausrichtung könnte jedoch auf Kritk stoßen.

👉 Macky Sall stellte Neutralität, Vertrauensaufbau und stärkere Kooperation mit Regionalorganisationen in den Mittelpunkt. Seine Wahl gilt auch als offen, abgesehen davon, dass er weder aus Lateinamerika stammt noch eine Kandidatin ist. Er hat zudem nicht die Unterstützung der gesamten Afrikanischen Union (AU).

Photos from DGVN - Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.'s post 04/05/2026

Kann die Kreislaufwirtschaft die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) beschleunigen?

Gemeinsam mit der Landeshauptstadt München und mit Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Landesverband Bayern e.V. diskutierten wir über die Potenziale der Kreislaufwirtschaft für Unternehmen und für Nachhaltigkeit, und über die Herausforderungen, vor denen Unternehmen, Städte und Gemeinden in der Praxis stehen.

Einblicke und Perspektiven zu diesem Thema lieferten Dr. Hanna Sammüller (Landeshauptstadt München KVR), Christine Kugler (Leitung, Referat für Klima- und Umweltschutz, Landeshauptstadt München), Daniel Mazuré (UN Global Compact Netzwerk Deutschland), Dr. Irene Feige (BMW Group), Dr. Niclas-Alexander Mauss von CIRCULAR REPUBLIC und die stellvertretende DGVN-Vorsitzende Carolin Maluck.

Einige Erkenntnisse aus der Diskussion:

𝗗𝗶𝗲 𝗞𝗿𝗲𝗶𝘀𝗹𝗮𝘂𝗳𝘄𝗶𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻 𝗛𝗲𝗯𝗲𝗹 𝗳𝘂̈𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗨𝗺𝘀𝗲𝘁𝘇𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝗗𝗚𝘀
Schon das Symbol für SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion) zeigt, dass die Kreislaufwirtschaft von entscheidender Bedeutung für dieses Ziel für nachhaltige Entwicklung ist. Aber die Kreislaufwirtschaft zahlt auch auf eine Vielzahl weiterer Ziele – wie etwa SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen), SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) – ein und zeigt Auswege aus Zielkonflikten auf.

𝗞𝗿𝗲𝗶𝘀𝗹𝗮𝘂𝗳𝘄𝗶𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁 𝗶𝘀𝘁 𝘄𝗶𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵 𝗸𝗹𝘂𝗴
Zirkularität darf nicht nur unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit diskutiert werden, sondern ist auch ein strategischer wirtschaftlicher Vorteil, um Kosten zu senken und Innovation zu fördern. Letztlich geht es um eine Transformation, die die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit sichert.

𝗗𝗶𝗲 𝗞𝗿𝗲𝗶𝘀𝗹𝗮𝘂𝗳𝘄𝗶𝗿𝘁𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁 𝗶𝘀𝘁 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗹𝗮̈𝘂𝗳𝗲𝗿
Noch gibt es viel zu tun, etwa bei der Automatisierung der Trennung und Wiederverwertung von Materialien zur Senkung der Kosten von Recycling. Auch löst die Kreislaufwirtschaft allein nicht alle geopolitischen Abhängigkeiten. Für einen möglichst großen Impact für die Menschen und den Planeten braucht es deshalb eine gute Abwägung, welche Maßnahmen am meisten bringen.

𝗗𝗶𝗲 𝗦𝗗𝗚𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗮𝘀 𝗣𝗮𝗿𝗶𝘀𝗲𝗿 𝗞𝗹𝗶𝗺𝗮𝗮𝗯𝗸𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻 𝗺𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗻 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗳𝘂̈𝗿 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲𝗵𝗺𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻 𝗠𝗮ß𝘀𝘁𝗮𝗯 𝘀𝗲𝗶𝗻
Wirtschaft und Nachhaltigkeit müssen wieder stärker zusammengedacht werden. Dafür ist es notwendig, dass auch Unternehmen sich zu den SDGs und zum Pariser Klimaabkommen bekennen. Für echte Transformation braucht es Ausdauer, gerade dann, wenn es zunehmenden Gegenwind für Nachhaltigkeit gibt.

Vielen Dank an unsere Partner, die Referierenden und Teilnehmenden, die diese Diskussion ermöglicht haben.

29/04/2026

🌊 🐚 🪸 Die UN-Ozeandekade soll Regierungen weltweit dazu motivieren, ihr Engagement für eine nachhaltige Meeres-, Klima- und Umweltpolitik auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu stärken.

Wie gelingt es, den Schutz unserer Ozeane wirklich voranzubringen, und weshalb reichen viele der bisherigen Maßnahmen nicht aus?

Diesen Fragen widmete sich der Parlamentarische Meeresabend in Berlin. In der faszinierenden Atmosphäre des Zeiss-Großplanetariums luden die Deutsche Meeresstiftung und die Stiftung Planetarium Berlin, in Kooperation mit uns, zum Austausch ein.

𝗗𝗮𝘀 𝗣𝗼𝗱𝗶𝘂𝗺
➡️ Johann Saathoff, Parlamentarischer Staatssekretär Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
➡️ Karin Kortmann, stellvertretende Vorsitzende der DGVN und Parlamentarische Staatssekretärin im BMZ a. D.
➡️ Marcel Bauer, Bundestagsabgeordneter
➡️ Dr. Daniel Dahm, united sustainability group


Unsere stellvertretende Vorsitzende Karin Kortmann richtete einen Appell an Politik und Gesellschaft:

🐠 Ozeanschutz muss politisch priorisiert werden.

Das Ziel 14 der Nachhaltigkeitsagenda (SDG 14) darf nicht länger als Einzelthema behandelt werden, sondern muss als gesamtstaatliche Aufgabe „vor die Klammer“ gezogen werden.

⚓ Die parlamentarische Aufmerksamkeit muss gestärkt werden.

Dazu gehören mehr Debatten, parlamentarische Anfragen und eine regelmäßige Befassung des Deutschen Bundestages mit den Zielen der UN-Ozeandekade.

🐳 Gesellschaft und Kommunen müssen stärker eingebunden werden.

Ozeanschutz erfordert Engagement auf allen Ebenen, von Bürgerinnen und Bürgern über Städte und Kommunen bis hin zu internationalen Partnerschaften.

Zur Halbzeit der UN-Ozeandekade zeigte sich: Die Herausforderungen sind bekannt. An der konsequenten politischen Umsetzung hapert es. Gleichzeitig wurde deutlich, dass ein breiter Konsens besteht, den Ozean in Deutschland künftig stärker in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern.

28/04/2026

🎧 𝗘𝘀 𝗴𝗶𝗯𝘁 𝗛𝗼𝗳𝗳𝗻𝘂𝗻𝗴.
Das ist die Botschaft, die ich vermitteln möchte, und zwar aus vielerlei Gründen ...

Im aktuellen Podcast „In guter Gesellschaft“ der Schader-Stiftung spricht der DGVN-Vorsitzende Dr. Ekkehard Griep darüber, „wie die Vereinten Nationen relevant bleiben“. Ein Ausschnitt aus dem Gespräch.

… 1️⃣ Zum einen gibt es viele Menschen, die im U.N. System heute seit vielen Jahren an vielen Orten in dieser Welt sich einbringen, mit ihrem ganzen Können, mit ihrem Herzen und mit ihren Möglichkeiten, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Das sollte man nicht übersehen.

2️⃣ Zum zweiten gibt es eine große Mehrzahl von Ländern auf dieser Welt, die ein System, wie es durch die Vereinten Nationen dargestellt wird, erhalten wollen. Ich würde mal schätzen, von den 193 Mitgliedsländern sind bestimmt 170, wenn nicht 180, der Auffassung, dass die Vereinten Nationen im Prinzip eine gute Institution sind, dass man sie einfach nur besser machen muss.

3️⃣ Und ein drittes Zeichen, was Hoffnung macht, ist, dass diejenigen, die die Vereinten Nationen im Moment unterminieren und auch regelrecht schädigen, indem sie zum Beispiel andere Länder militärisch angreifen, die Vereinten Nationen dennoch nutzen. Selbst sie nutzen die UN als Bühne, um ihre Position deutlich zu machen. Das haben wir bei der letzten Vollversammlung, der Generalversammlung im vergangenen Herbst, gesehen.

Das heißt, es gibt Hoffnung. Aber die Herausforderungen sind unglaublich schwer, und ich glaube, jeder ist an seiner Stelle aufgefordert, ob in der Politik, in der Diplomatie oder bei der DGVN, sich einzubringen.

Reinhören lohnt sich https://lnkd.in/e8Z_RgTf

Photos from DGVN - Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.'s post 28/04/2026

𝗦𝗽𝗿𝗲𝗮𝗱 𝘁𝗵𝗲 𝘄𝗼𝗿𝗱 🎤 Wir suchen junge Journalistinnen & Journalisten

Du bist im Alter von 18–27? Bewirb dich jetzt für unseren Jugend‑Medienworkshop zur UN‑Klimakonferenz (COP31) bis zum 7. Juni 2026! Die Klima-COPs sind das zentrale Austauschforum für internationale Klimapolitik.

Du begleitest die Konferenz journalistisch vor Ort und wirst dabei von einer erfahrenen Journalistin unterstützt. Zum Programm gehören:

👉 Pressekonferenzen, Side Events & Einblicke in Verhandlungen
👉 Interviews & Hintergrundrecherchen
👉 Produktion von Texten, Videos, Audio oder Social‑Media‑Formaten
👉 Tägliche Redaktionssitzungen und professionelle Betreuung

𝗪𝗶𝗰𝗵𝘁𝗶𝗴❗Mindestens zwei Beiträge (Text, Social‑Media‑Formate, Audio oder Video) sollten über deine eigene Redaktion veröffentlicht werden.

Programm
✅ Juli 2026: Online-Kennenlerntermin
✅ 27. & 28. August: Vorbereitungstreffen in Bonn
✅ 16.-20. November: COP31 in Antalya, Türkei

Wir organisieren den Workshop gemeinsam mit dem Pressenetzwerk für Jugendthemen (PNJ). Er wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziell gefördert.

🔗 Link https://nachhaltig-entwickeln.dgvn.de/meldung/jugend-medienworkshop-zur-cop31-in-antalya

23/04/2026

Die United Nations befinden sich aktuell in der größten finanziellen Krisen ihrer Geschichte und die Auswirkungen sind längst im gesamten System spürbar. Im Weltspiegel-Beitrag ordnet Ronny Patz, Mitglied des DGVN-Forschungsrats, die Folgen dieser Krise ein. ▶️⬇️

🗣️ Wenn an vielen Stellen gleichzeitig gekürzt wird, sinkt die Fähigkeit, Ergebnisse zu erzielen und sichtbar zu machen. Es besteht die Gefahr, dass weniger Lösungen geschaffen werden und damit auch die Zweifel am System weiter zunehmen. Die Finanzkrise wird zur Vertrauenskrise.

𝗭𝗮𝗵𝗹𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗙𝗮𝗸𝘁𝗲𝗻

➡️ Weltweit werden in der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit Stellen gestrichen.

➡️ Dem UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR, the UN Refugee Agency) fehlten zuletzt Mittel in Höhe von über einer Milliarde US-Dollar, was zum Abbau von rund 5.000 Stellen geführt hat.

➡️ Im Jahr 2026 könnte der reguläre UN‑Haushalt um 15 % auf 3,24 Milliarden US‑Dollar gekürzt werden.

➡️ Als bisher wichtigster Geldgeber stoppten die USA zuletzt ihre Zahlungen größtenteils. Deutschland gilt als der zweitwichtigste Geldgeber des gesamten UN-Systems.

© Video: Weltspiegel, Stefanie Dodt

🔗 Quelle https://www.ardmediathek.de/video/weltspiegel/schweiz-libanon-un-organisationen-vor-der-pleite/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8zZmIyM2I3Ny0xNmQ3LTQ1NDctYTI1OS1kZTZiMzA0MjY4MmU

Artikel auf tagesschau.de https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/un-finanzkrise-102.html

Photos from DGVN - Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.'s post 23/04/2026

Dass der UN-Sicherheitsrat oftmals politisch blockiert, handlungsunfähig und re­formbedürftig ist, ist bekannt.

Weniger geläufig hingegen ist, dass die UN-Generalversammlung mit ihren 193 Mitgliedstaaten sowie dem universellen Mandat in Fragen von Weltfrieden und internationaler Sicherheit seit einigen Jah­ren immer aktiver wird.

Die Autorinnen und Autoren im Heft 2/2026 der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN zeigen neben den aktuellen Herausforderungen die Potenziale der Generalversammlung auf, wenn der Sicherheitsrat angesichts geopolitischer Spannungen politisch ausfällt.

📚 In unserem Interview mit Annalena Baerbock, der Präsidentin der 80. UN-Generalversammlung, sprechen wir über die Relevanz der UN und die Generalversammlung, dringend notwendige UN-Reformprozesse und die Frage, wer die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres antreten sollte.

📚 Der neue ‚Friedensrat‘ verspreche Handlungsfähigkeit, drohe aber, die Vereinten Nationen zu schwächen, wenn er sein zeitlich befristetes Mandat über Gaza hinaus ausweiten sollte. Zur Lösung internationaler Konflikte sei anstelle eines neuen Gremiums eine aktivere Generalversammlung die bessere Antwort auf den blockierten Sicherheitsrat, argumentieren Erica Gaston und Adam Day.

📚 In der Rubrik ‚Drei Fragen an‘ betonen die Jugenddelegierten zur UN-Generalversammlung, Sahra Rezaie und Dania Céline Schulze, dass die Versammlung der zentrale Verhandlungsort für multilaterale Kooperation sei.

📚 Alternativen zur bestehenden Ordnung sind kaum vorhanden: Seit ihrer Gründung gelinge es der BRICS-Gruppe trotz ihres Gewichts nicht, etablierte Ordnungselemente zu unterminieren oder alternative Ordnungsvorschläge zu lancie­ren, argumentiert Sebastian Haug.

📚 Innerhalb der Vereinten Nationen repräsentiert die Gruppe der 77 (G77) die Stimme des Globalen Südens in den UN. Doch ihre informellen Entscheidungsprozesse konzentrierten Einfluss auf wenige mächtige Mitglieder der Gruppe, beobachten Anna Novoselova und Max-Otto Baumann. Westliche Staaten seien Teil des Problems, aber auch die G77 sollte sich reformieren, um den Multilateralismus zu stärken.

📚 Sabine Mokry analysiert, dass bei Abstimmungen im Ersten Ausschuss der UN-Generalversammlung für Abrüstung und internationale Sicherheit China, Iran, Nordkorea und Russland in rund einem Drittel der Fälle gemeinsam abstimmen. Diese gemeinsamen Abstimmungen seien jedoch thematisch begrenzt und richten sich überwiegend gegen Initiativen westlicher Staaten.

Link: https://zeitschrift-vereinte-nationen.de/

Um alle Beiträge der Zeitschrift frei zugänglich lesen zu können, jetzt DGVN-Mitglied werden: https://dgvn.de/mitgliedschaft/. Mitglieder der DGVN bekommen die Zeitschrift zudem automatisch zugeschickt und haben einen Zugriff auf das komplette Online-Archiv. Vertrieben wird die Zeitschrift über den Berliner Wissenschafts-Verlag, ein Imprint der Franz Steiner Verlag GmbH.

23/04/2026

Innovation, Nachhaltigkeit & Wirtschaft: Kreislaufwirtschaft als Beschleuniger für die Umsetzung der SDGs?

📅 Datum: Dienstag, 28.04.2026
⏰ Uhrzeit: 18:00 - 19:30 Uhr
📍 Ort: Munich Urban Colab oder online
🔗 Link zur Anmeldung: https://dgvn.de/aktivitaeten/einzelansicht/kreislaufwirtschaft

Gemeinsam mit Landeshauptstadt München und mit Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen Landesverband Bayern e.V. laden wir zu einer Diskussion über die Potenziale der Kreislaufwirtschaft für die Agenda 2030 und für ein nachhaltigeres Wirtschaften ein. Es diskutieren:

👉 Dr. Irene Feige, Head of Climate Strategy and Circular Economy, BMW Group

👉 Dr. Hanna Sammüller, Leitung, Kreisverwaltungsreferat, Landeshauptstadt München KVR

👉 Christine Kugler, Leitung, Referat für Klima- und Umweltschutz, Landeshauptstadt München

👉 Dr. Niclas-Alexander Mauss, Co-Founder, CIRCULAR REPUBLIC / UnternehmerTUM GmbH

👉 Daniel Mazuré, Head Environment and Reporting, United Nations Global Compact Netzwerk Deutschland

👉 Carolin Maluck, Stellvertretende DGVN-Vorsitzende, Vorsitzende des DGVN-Landesverbands Bayern (Begrüßung)

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der UN stehen unter Druck, gleichzeitig sehen sich Unternehmen mit hohen Energiepreisen, fragilen Lieferketten und geopolitischen Unsicherheiten konfrontiert.

Die Kreislaufwirtschaft bietet konkrete Antworten: Sie zielt darauf ab, wirtschaftliches Wachstum vom Ressourcenverbrauch zu entkoppeln, etwa durch Reuse, Repair und Reduce. Unternehmen können so nicht nur nachhaltiger, sondern auch resilienter und wirtschaftlich erfolgreicher werden.

Im Fokus der Veranstaltung stehen Praxisbeispiele, politische Rahmenbedingungen, die Frage, welchen Beitrag Kreislaufwirtschaft zur Umsetzung der SDGs leisten kann und wo ihre Grenzen liegen.

21/04/2026

Der Iran-Krieg zeigt einmal mehr die Abhängigkeit von Öl und Gas – und wie notwendig der Ausstieg aus fossilen Energien zugunsten nachhaltiger Alternativen ist.

📅 Datum: Montag, 27.04.2026
⏰ Uhrzeit: 14:00 - 15:00 Uhr
💻 Ort: Online
🔗 Link: Im ersten Kommentar

Erstmals richten Kolumbien und die Niederlande in der kolumbianischen Stadt Santa Marta eine internationale Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen (First Conference on Transitioning Away from Fossil Fuels) aus. Bei der Konferenz geht es unter anderem darum, wie das Pariser Klimaabkommen praktisch umgesetzt werden kann.

Bei unserem Online-Briefing gemeinsam mit Forum Umwelt & Entwicklung und dem Global Policy Forum Europe berichten Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz live aus Santa Marta.

👉 Lili Fuhr, Climate and Energy Deputy Director, CIEL

👉 Evelyn Hartig, Büroleiterin in Kolumbien, Heinrich-Böll-Stiftung

👉 Fentje Jacobsen, Senior Policy Advisor Climate and Energy, WWF

👉 Madeleine Alisa Wörner, Referentin für internationale Klima- und Energiepolitik, Misereor

👉 Mariana Santos, World's Youth for Climate Justice (WYCJ) (auf Englisch)

👉 Juana Corral, Koordinatorin, kolko – Menschenrechte für Kolumbien e. V.(tbc)

👉 Marie-Luise Abshagen, stellvertretende Leitung, Forum Umwelt und Entwicklung (Moderation)

Karrieremesse "Internationale Organisationen" 2026 17/04/2026

🔔 SAVE THE DATE – Komm vorbei!

Virtuelle Karrieremesse „Internationale Organisationen“ 2026 Auswärtiges Amt

👉 Wir sind mit einem Stand dabei und stellen unsere Aktivitäten, Angebote und unsere Jugendprogramme vor.

📅 Wann? Freitag, 24. April 2026 | 10:00 bis 18:00 Uhr

Zusätzlich zu den Informationen am Stand bieten wir zwei Präsentationen an. Dort stellen wir uns, unsere Projekte und Publikationen sowie Möglichkeiten zum Mitmachen vor und beantworten Fragen.

📅 Präsentationszeiten? 12:00–13:00 Uhr | 15:00–16:00 Uhr. Die Links findet ihr am virtuellen Stand der DGVN.

Jetzt anmelden! ⬇️

Karrieremesse "Internationale Organisationen" 2026 Das Auswärtige Amt veranstaltet die „Karrieremesse Internationale Organisationen“ 2026 erneut digital. Wir sind mit einem virtuellen Stand dabei und präsentieren unsere Arbeit, Angebote und Jugendprogramme – sowohl mit Infomaterial als auch in zwei Präsentationen.

17/04/2026

Wahl der nächsten UN-Generalsekretärin bzw. des nächsten Generalsekretärs (Amtszeit 2027–2031) — Was ist wichtig zu wissen? ⬇️

👉 𝗔𝗻𝗵ö𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 4 𝗞𝗮𝗻𝗱𝗶𝗱𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻

In öffentlichen Anhörungen am 21. und 22. April stellen sich Michelle Bachelet, Rafael Mariano Grossi, Rebeca Grynspan und Macky SALL den Fragen der UN-Mitgliedstaaten und der Zivilgesellschaft.

👉 𝗘𝗶𝗻𝗲 𝗙𝗿𝗮𝘂 𝗮𝘂𝘀 𝗟𝗮𝘁𝗲𝗶𝗻𝗮𝗺𝗲𝗿𝗶𝗸𝗮?

Die UN-Mitgliedstaaten können jeweils eine Person nominieren, bis der Prozess im UN‑Sicherheitsrat aufgenommen wird, voraussichtlich im Juli 2026.

Nach dem informellen Rotationsprinzip wäre eine Person aus Lateinamerika an der Reihe. Gleichzeitig wächst die Unterstützung für eine Frau an der Spitze der UN.

Ob sich diese Faktoren durchsetzen, ist jedoch offen. Eine Kandidatur kann nur erfolgreich sein, wenn sie kein Veto eines der fünf ständigen Mitglieder China, Frankreich, Russland, die USA und das Vereinigte Königreich auf sich zieht.

👉 𝗕𝗲𝘇𝗶𝗲𝗵𝘂𝗻𝗴 𝘇𝘂 𝗣5 𝗮𝘂𝘀𝘀𝗰𝗵𝗹𝗮𝗴𝗴𝗲𝗯𝗲𝗻𝗱

Die Einigung dieser sogenannten “P5 (Permanent members of the United Nations Security Council)” ist damit entscheidend.

Zur Eingrenzung führt der Sicherheitsrat zunächst anonyme Probeabstimmungen („straw polls“) durch, die mehrfach wiederholt werden, bis sich ein Konsens abzeichnet.

Gelingt eine Einigung über die vorab nominierten Kandidierenden nicht, kann auch eine neue Person in den Auswahlprozess eingebracht werden.

Erst nachdem sich im Sicherheitsrat ein Konsens abzeichnet, erfolgt eine formale Abstimmung, deren Ergebnis als Empfehlung an die Generalversammlung weitergeleitet wird.

👉 𝗨𝗡-𝗚𝗲𝗻𝗲𝗿𝗮𝗹𝘃𝗲𝗿𝘀𝗮𝗺𝗺𝗹𝘂𝗻𝗴 𝗯𝗲𝘀𝘁ä𝘁𝗶𝗴𝘁

Die vom Sicherheitsrat empfohlene Person wird von der UN‑Generalversammlung in einer Abstimmung bestätigt. Bislang hat die Generalversammlung noch nie eine solche Empfehlung abgelehnt.

👉 𝗛𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗘𝗶𝗻𝗼𝗿𝗱𝗻𝘂𝗻𝗴

Lange Zeit wurde die Auswahl des UN-Generalsekretärs nahezu ausschließlich hinter verschlossenen Türen zwischen den P5 getroffen.

Erst seit 2016 gibt es offene Nominierungen und öffentliche Anhörungen, die der Generalversammlung eine stärkere Rolle geben und den Prozess nachvollziehbarer machen.

Wir begleiten den Prozess mit Informationen und Einordnungen. Link: https://dgvn.de/meldung/wer-fuehrt-kuenftig-die-un-wahl-der-naechsten-generalsekretaerin-oder-des-naechsten-generalsekretaers

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