Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt

Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt

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KOP Berlin dokumentiert rassistische Übergriffe durch die Polizei und berät und begleitet ihre Opfer / KOP Berlin documents racist police violence and supports victims / KOP Berlin documente des violences policières racistes et soutient des victimes

10/03/2021

Am 15.3. ist der Internationale Tag gegen Polizeigewalt. Der Mord an George Floyd und die Black Lives Matter-Proteste im letzten Jahr haben das Thema rassistische Polizeigewalt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Wir, die Kampagne für Opfer von rassistischer Polizeigewalt, müssen schon lange feststellen, dass auch deutsche Sicherheitsbehörden ein Rassismusproblem haben und rassistische Polizeigewalt ein strukturelles Problem ist. Gerade hier in Berlin finden sich zahllose Beispiele für rassistische Polizeigewalt. Für Berlin hat KOP von 2000 - 2020 über 300 Vorfälle dokumentiert; von Schikanen, über Beleidigung bis hin zu Tötungen. Dabei zeigt sich immer wieder, dass Zusammenhänge verdreht werden, Polizist*innen sich selbst als Opfer stilisieren, Rassismus als Problem gar nicht wahrgenommen wird und in sämtlichen Vorfällen die Polizei die Definitionsmacht über die Situationen behält. Rassismus ist kein Einzelfall - Rassismus ist Alltag.

Wir möchten euch am 15.3.2021 um 17h dazu aufrufen, an unserer Kundgebung vorm Rathaus Neukölln teilzunehmen, um gemeinsam den Menschen zu gedenken, die in Deutschland von der Polizei ermordet wurden, wir möchten uns mit Betroffenen solidarisieren und das Thema rassistische Polizeigewalt weiterhin an die Öffentlichkeit bringen. Wir wollen auch darauf aufmerksam machen, dass sich jede*r zu diesen Kontrollen und Schikanen verhalten kann. Schaut hin, fragt nach und bietet euch als Zeug*innen an! No Justice - No Peace! Stop Racial Profiling! Black Lives Matter!

Spenden 11/12/2020

Spendenaufruf!

Liebe Freund*innen, liebe Unterstützer*innen,

wir haben unser erstes großes finanzielles Etappenziel erreicht. Wir wollen uns herzlichst und aufrichtig für all die Spenden, die Rückenstärkung und für die solidarische Unterstützung bedanken! Jeden Tag kämpfen wir weiter für Gerechtigkeit, für Herrn Mohamed Idrissi und für eine bessere Welt, in der Menschen nicht von Polizist*innen erschossen und ermordet werden.

Wir können nun einen Großteil der Kosten für die unabhängigen Obduktion, der Friedhofs- und Bestattungsgebühren sowie Anteile der Anwaltskosten decken.

Wir brauchen einen langen Atem und es werden viele weitere große Kosten auf uns zukommen, um eine lückenlose und unabhängige Aufklärung zu ermöglichen.Deshalb rufen wir weiter auf, zu spenden und jeden Tag gegen Polizeigewalt, gegen Rassismus und für Gerechtigkeit für Mohamed Idrissi zu kämpfen. Jeder Cent zählt – weiterhin.

Herzliche Grüße,
Achia und Bündnis Justice for Mohamed

Spenden Spenden Lie­be Freund*innen, lie­be Unterstützer*innen, wir haben unser ers­tes gro­ßes finan­zi­el­les Etap­pen­ziel erreicht. Wir wol­len uns herz­lichst und auf­rich­tig für all die Spen­den, die Rücken­stär­kung und für die soli­da­ri­sche Unter­stüt­zung bedan­ken! ...

05/12/2020

kommt alle!

KOP Berlin - KOP - Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt – und die Kampagne Gerechtigkeit für Hussam Fadl rufen anlässlich des 4. Todestages von Hussam Fadl zu einer Kundgebung auf 27/09/2020

Heute um 15:00 Uhr am Oranienplatz!
Gerechtigkeit für Hussam Fadl!

Vor vier Jahren, am 27.09.2016, wurde Hussam Fadl von der Berliner Polizei von hinten erschossen. Die Ermittlungen im Fall von Hussam Fadl wurden unzureichend und wenig sorgfältig geführt – der Verdacht liegt mehr als nah, dass wieder einmal ein Fall tödlicher rassistischer Polizeigewalt verschleppt werden soll. Das wollen wir nicht hinnehmen!

Deshalb treffen wir uns am 27.09.2020 um 15 Uhr auf dem Oranienplatz in Kreuzberg. Wir gedenken Hussam Fadl und allen Toten rassistischer Polizeigewalt und fordern Aufklärung und Anklageerhebung gegen die Todesschützen! Gemeinsam mit euch bauen wir öffentlichen Druck auf, denn Hussam Fadl war kein Einzelfall!

KOP Berlin - KOP - Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt – und die Kampagne Gerechtigkeit für Hussam Fadl rufen anlässlich des 4. Todestages von Hussam Fadl zu einer Kundgebung auf Vor vier Jahren, am 27.09.2016, wurde Hussam Fadl von der Berliner Polizei von hinten erschossen. Die Ermittlungen im Fall von Hussam Fadl wurden unzureichend und wenig sorgfältig geführt – der Verdacht liegt mehr als nah, dass wieder einmal ein Fall tödlicher rassistischer Polizeigewalt versch...

Photos from Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt's post 26/09/2020
Rassistische Polizeigewalt in Deutschland | heimatkunde | Migrationspolitisches Portal der Heinrich-Böll-Stiftung 19/09/2020

"In Deutschland scheint die Auffassung allgemein gültig zu sein, dass es hierzulande kein (systemisches und strukturelles) Rassismusproblem gibt, sprich Rassismus kaum oder gar nicht existiert. Wenn es zu rassistischen Gewalttaten kommt, ist meist reflexhaft von „Einzeltätern“ die Rede, vereinzelten N***s, die mit der Mehrheitsgesellschaft und ihren Strukturen nichts zu tun hätten. Dabei geht diese Auffassung völlig an den Realitäten Deutschlands vorbei – nämlich, dass Deutschland strukturellen und systemischen Rassismus nicht nur nicht bekämpft, sondern diesen auch alltäglich reproduziert und schützt."

Rassistische Polizeigewalt in Deutschland | heimatkunde | Migrationspolitisches Portal der Heinrich-Böll-Stiftung Die „Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt“ (KOP) setzt sich seit Jahren für die Bekämpfung von Rassismus im Polizeiapparat ein. Wie wichtig es ist, die Perspektiven der Betroffenen zu stärken und den Blick auf die Strukturen zu richten, erläutern zwei Aktivistinnen der Kampagne an...

Photos 19/09/2020

Remember Luke Holland
Die Burak-Initiative und das Bündnis Neukölln rufen gemeinsam auf zum Gedenken am 5.Jahrestag des Mordes an Luke Holland!

Sonntag, den 20. September 2020 um 16 Uhr in der Ringbahnstraße Ecke Walterstraße in Berlin Neukölln

Wir gedenken Luke Holland, der vor 5 Jahren an dieser Stelle von dem Ne***zi Rolf Zielezinski ermordet wurde.

Wir gedenken auch Rita Holland, der Mutter von Luke Holland, die letztes Jahr am 21. Oktober 2019 starb, weil sie den Schmerz über den Verlust ihres Sohnes nicht mehr ertragen konnte. Der Tod von Rita Holland muss auch Rolf Zielezinski zugeschrieben werden.

Am 20.09.2020 findet auch die Beisetzung von Rita Holland in Manchester statt, am Grab ihres Sohnes Luke.

Luke Holland, geboren am 4.4.1984, wuchs in Manchester auf. Er studierte unter anderem in Oxford und war als Jurist tätig. 2014 zog er nach Berlin. Luke wurde am frühen Morgen des 20.09.2015 von dem Ne***zi Rolf Zielezinski in der Ringbahnstraße Ecke Walterstraße in Neukölln vor der damaligen Bar Del Rex, einer szenigen Kneipe mit internationalem Publikum, ermordet, als er gerade vor der Tür seinem Freund in England telefonisch zum Geburtstag gratulierte. Der Mörder war zuvor mehrfach als unangenehm-aggressiv in der Bar aufgefallen, unter anderem hatte er sich bei dem ebenfalls englischsprachigen Besitzer darüber beschwert, dass dort zu wenig Deutsch gesprochen werde. Luke gratulierte seinem britischen Freund auf Englisch, wie auch sonst.

Lukes Eltern, Rita und Phil sagten: "Luke musste sterben, weil er Englisch sprach."

Der Ne***zi Rolf Zielezinski schoss Luke mit einer abgesägten Schrotflinte in den Bauch. Luke hatte keine Überlebenschance, die inneren Verletzungen waren zu schwer. Rolf Zielezinski fuhr anschließend nach Oranienburg zum Stadtfest und feierte dort. Als er nachts wieder nach Hause kam, wurde er festgenommen. In seiner Wohnung befanden sich diverse Nazidevotionalien, mehrere Waffen sowie ein Kilo Sprengstoff. Trotzdem wurde er nur wegen Mordes und illegalem Waffenbesitz angeklagt. Der Sprengstoff spielte in der Anklage keine Rolle und sein nationalsozialistischer Ungeist auch nicht. Im Gerichtsverfahren wollte der Richter kein extrem rechtes Motiv des Mörders erkennen. Im Juli 2016 wurde Rolf Zielezinski zu 11 Jahren und 7 Monaten verurteilt, wegen Mord ohne Motiv, so das Urteil. Die Familie und uns erschüttert die entpolitisierende Urteilsbegründung und das Verschweigen des Sprengstoffs.

Trotz bestehender Hinweise weigerten sich Gericht und Staatsanwaltschaft zudem konsequent, zu ermitteln, ob Rolf Zielezinski auch der Mörder von Burak Bektaş sein könnte. Dies wurde schon zu Anfang des Prozesses offensichtlich und vom Gericht bis zum Ende des Prozesses durchgehalten. Die Eltern von Luke Holland, Rita und Phil, sagten während des Prozesses gegen den Mörder ihres Sohnes in Berlin wiederholt, Luke könne noch am Leben sein, wenn der Mord an Burak Bektaş ernsthaft untersucht worden wäre.

Rolf Zielezinski wurde so dargestellt, wie Täter mit rechter Überzeugung von der Polizei und den Gerichten zumeist dargestellt werden: als Mensch, der zuviel trinkt, Eigenbrödler, Waffensammler und natürlich als Einzeltäter. Luke Holland hingegen wurde von der Polizei und in manchen Medien als DJ bezeichnet, der wegen Ruhestörung ermordet worden sei. Dass er Opfer eines nationalsozialistischen Verbrechens wurde, erfuhr die Öffentlichkeit erst durch Freunde von Luke Holland und einer kritischen Gegendarstellung.

Dieser Umgang der Ermittlungsbehörden und Gerichte in Berlin mit rechter Gewalt, Nazimorden und anderen rassistischen Verbrechen, über den immer weitere Fakten öffentlich werden, hat System. Grundlage ist die Kumpanei zwischen rechten "Sicherheitsbehörden" und N***s in Neukölln und darüber hinaus. Die Anklage Rolf Zielezinskis ausschließlich wegen Mordes und nicht auch wegen Hassverbrechen und Sprengstoffbesitz, das Ignorieren des politischen Tatmotivs, die Erklärung des Mörders zum Einzeltäter durch Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht haben System.

Kommt am Sonntag, den 20. September 2020 um 16 Uhr in die Ringbahnstraße Ecke Walterstraße in Berlin Neukölln. In Wut und Trauer am 5. Jahrestags der Ermordung von Luke Holland.

Denkt an Euren Nase-Mund-Schutz und bringt Blumen und Kerzen mit - Luke Holland unvergessen!

LEOPARD - Soli-Konzert für die JVA Moabit 15/07/2020

Unterstützt die Spendenaktion für unsere Kampagne

LEOPARD - Soli-Konzert für die JVA Moabit Viele Menschen in den Gefängnissen dieser Welt hatten zur falschen Zeit am falschen Ort die falsche Hautfarbe. In Solidarität mit ihnen und allen anderen Häf...

Racial Profiling:Alltäglicher Ausnahmezustand 15/07/2020

Hallo, leider haben wir technische Probleme mit dem streaming der Veranstaltung Racial Profiling-Alltäglicher Ausnahmezustand. Wir führen das Gespräch fort und laden die Aufnahme so schnell wie möglich hier, sowie auf kop-berlin.de hoch. Falls ihr Fragen einbringen wollt, schreibt diese gerne in die Kommentarleiste des YouTube Streams.

https://www.youtube.com/watch?v=zrpSCXQ_kBc

Racial Profiling:Alltäglicher Ausnahmezustand Im Rahmen der Proteste gegen Anti-Schwarze Polizeigewalt nimmt das Thema struktureller Rassismus bei der deutschen Polizei so viel medialen Raum ein wie nie ...

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