30/03/2024
System change kann man allenthalben auf den Demos der Klimagerechtigkeitsbewegung hören. Das vorliegende Buch zeigt auf, worin dieser Systemwandel bestehen müsste. Pointiert und mit guten Argumenten macht der Autor deutlich, dass nicht nur der Kapitalismus, sondern auch die Industriegesellschaft, wie wir sie kennen, zur Disposition steht. Echte Klimapolitik darf nicht einfach auf ein technisches Problem reduziert werden. Es geht nicht bloß um einen schnelleren Ausbau erneuerbarer Energien und eine andere Infrastruktur. Eine ökologisch nachhaltige Wirtschaft wird unter dem Strich mit wesentlich weniger Nettoenergie und wesentlich weniger Rohstoffen auskommen müssen. Die Herausforderung für uns lautet: Wie gestalten wir eine solidarische Gesellschaft auf einer deutlich schmaleren materiellen Basis?
Menschheitsgeschichtlich betrachtet erweisen sich die kaum drei Jahrhunderte der Industrialisierung als Singularität, die nicht in die Zukunft extrapoliert werden können. Einzig die Rückkehr zum menschlichen Maß weist uns den Weg aus der verhängnisvollen Geschichte des naturzerstörenden Industrialismus.
Der Autor zeigt detailliert auf, dass der Ökostrom bei Weitem nicht reicht, dass er das, was uns jetzt noch auf fossiler Basis zur Verfügung steht, keineswegs substituieren kann. Eine Industriegesellschaft auf unserem Niveau lässt sich damit nicht mehr aufrechterhalten. Technische Lösungen, die mit immer mehr Aufwand an Ressourcen einen Ausweg aus unserem Dilemma versprechen (Kernfusion, CO2-Verpressung, Geo-Engineering) entlarvt der Autor als Sackgassen. Ein geplanter Schrumpfungsprozess ist der einzige Ausweg aus der Klimakatastrophe. Angesichts dieser Herausforderung müssen aber rein marktkonforme Instrumente wie Ökosteuern oder Emissionshandel versagen. Der Autor gibt Hinweise auf rasch umzusetzende ordnungspolitische Maßnahmen der industriellen Abrüstung , auf die es jetzt ankäme. Und er zeigt, wie man das so gestalten kann, dass niemand um seine materielle Existenz bangen muss und dass es gerecht dabei zugeht.
Wie aber entfalten wir den nötigen politischen Druck? Kritisch setzt sich der Autor mit dem geforderten Labour turn der Klimagerechtigkeitsbewegung auseinander, die den ArbeiterInnen Besitzstandswahrung verspricht. In den reichen Industrieländern kann ökologische Nachhaltigkeit nur Deprivilegierung bedeuten. Erfolgversprechend könnte der Aktionismus des radikalisierten Teils der Klimagerechtigkeitsbewegung sein. Allerdings müssten ihre Aktionen auch einer entsprechend radikalen Vorstellung von der Transformation entsprechen, die uns bevorsteht. Und ihr ziviler Ungehorsam müsste sich mit einer Lebenspraxis verbinden, die sich als Widerstand gegen den herrschenden, systemstabilisierenden Konsumismus begreift.
22/03/2024
https://youtu.be/12hFnjv6EKc
Die Klimakrise ist eine Herausforderung ungekannten Ausmaßes. Verursacht wurde sie durch die Konkurrenz und Profitgier der fossilen Konzerne, die auch heute mit Millionen die Politik beeinflussen. Wir wollen die Verursacher zur Verantwortung ziehen und Entscheidungen für das Gemeinwohl treffen.
Für die Industrie bedeutet das, fossile Konzerne zu vergesellschaften und gute, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. In der Landwirtschaft geht es darum, die Spekulation mit Böden und Essen zu stoppen, Bauern ein gutes Auskommen zu sichern und alle Menschen mit gesunden, bezahlbaren Lebensmitteln zu versorgen.
Deutschland hat historisch den vierthöchsten Treibhausgas-Ausstoß der Welt. Als Spitzenkandidatin für Die Linke kämpfe ich deshalb auch für einen Schuldenerlass für den globalen Süden – sowie sichere Perspektiven für Menschen, die durch die Klimakrise zur Flucht gezwungen sind.
Carola Rackete: Spitzenkandidatin zur Europawahl
22/03/2024
https://offenbacher-friedensinitiative.de/aufruf-zum-ostermarsch-2024/
Aufruf zum Ostermarsch 2024 - Offenbacher FriedensInitiative - OFI
Deutschland muss „kriegstüchtig“ werden, erklärt Minister Pistorius. Er meint damit nicht nur die Bundeswehr, sondern die gesamte Bevölkerung. Wir lehnen eine Politik ab, die vonWeiterlesen ...
09/02/2024
https://youtu.be/EcSxL-w2zLY?si=k5wugclXWk4BaqEn
“F**k, f**k, f**k”: Sahra Wagenknecht und die Lage der Linken I frontal
Egal ob Migration, Ukraine-Krieg, Identitätspolitik - ihre Positionen polarisieren. Sie wird geliebt, gehasst und hat jetzt auch noch eine eigene Partei: Sah...
09/02/2024
Die Friedensaktivisten Osama Illiwat und Rotem Levin der israelisch-palästinensischen Organisation "Combatants for Peace" berichten auf ihrer Vortragsreise durch Deutschland von ihrer persönlichen Entwicklung und ihrem gemeinsamen gewaltfreien Einsatz für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina. Die Vortragsreise wurde bis Ende Februar verlängert.
09/02/2024
Seit Monaten bewegt sich die Frontlinie im Krieg Russlands gegen die Ukraine kaum. Von den umkämpften Städten ist inzwischen kaum mehr als Schutt und Ruinen übrig. Seit zwei Jahren – und schon zuvor seit 2014 - sterben Menschen in der Ukraine, werden verletzt, traumatisiert und müssen fliehen. Auf beiden Seiten gehen die Verluste in die Hunderttausende. Es ist schrecklich und unfassbar, dass sich am 24. Februar 2024 der Tag des russischen Angriffs auf die gesamte Ukraine bereits zum zweiten Mal jährt.
Weder das Risiko eines Atomkrieges und einer Konfrontation zwischen NATO und Russland, noch die Gefahr der Beschädigung von Atomkraftwerken mit schwerwiegenden Folgen durch die Freisetzung großer Mengen Strahlung konnten seit Kriegsbeginn gebannt werden.
Dieser Krieg muss endlich beendet werden! Es braucht konkrete Ansätze für Verhandlungen über einen Waffenstillstand und ein Friedensabkommen, damit das Blutvergießen ein Ende findet. Die vielen internationalen Vorschläge für Friedensgespräche müssen aufgegriffen werden. Immer mehr Waffenlieferungen schaffen keinen Frieden und werden die Spirale der Gewalt nicht durchbrechen. Die vergangenen zwei Jahre zeigen, dass dieser Krieg schleunigst politisch beendet werden sollte! Von der Bundesregierung erwarten wir, die Verhandlungsbereitschaft aller involvierten Parteien zu fördern und alle relevanten Akteur*innen an den Verhandlungstisch zu bringen!
Für den 24. Februar 2024 ruft das Netzwerk Friedenskooperative zu vielfältigen Aktivitäten auf, um die Forderung nach Verhandlungen, einem Waffenstillstand und einem Friedensabkommen in die Öffentlichkeit zu tragen sowie der vielen Opfer dieses schrecklichen Krieges zu gedenken und sich mit den Menschen solidarisch zu zeigen, denen durch den Krieg weiterhin Gefahr für Leib und Leben droht. Wir sind auch solidarisch mit allen Menschen, die sich diesem Krieg verweigern – ihnen muss in Europa Asyl gewährt werden.
09/02/2024
https://youtu.be/ugWlwqLutoo?si=wK7bGKKYRkfe6rlu
Unruhe in Deutschland: Was bringen Demos gegen Rechtsextremisten? | Auf den Punkt
Etwas scheint in Bewegung zu kommen in Deutschland: Seit Wochen treibt es Menschen auf die Straße, und es werden immer mehr: Hunderttausende demonstrieren fü...