RomaniPhen

Wegbeschreibung Website

RomaniPhen RomaniPhen e.V. ist ein Verein von Romnja* und Sintezzi*. Wir arbeiten feministisch, rassismuskritisch und empowernd! Entstanden ist der RomaniPhen e.V.

Als Selbstorganisation sind wir vornehmlich im Bildungsbereich, in der Wissens- und
Kulturproduktion tätig. Wir arbeiten im Bereich der außerschulischen historischen und politischen Bildung, an rassismuskritischen Fortbildungen von Fachkräften und Multiplikator*innen,
an der Erarbeitung und Vermittlung von Bildungsmaterialien. Wir stellen die feministische Mädchenarbeit, romani bezogene
Veranstaltungen und Vernetzung von Aktivist*innen sowie die Wertschätzung und
Verbreitung von romani Wissensbeständen ins Zentrum unserer Arbeit. Der Titel RomaniPhen ist von zwei Bedeutungen abgeleitet: von der „RomaniSchwester“
sowie von der „Kultur/Sprache/Geschichte“ der Roma*. Der im Titel enthaltene
Kulturbegriff richtet sich keinesfalls auf die Erhaltung und Tradierung von jedwedem
Brauchtum. Es geht uns vielmehr um die vielfältigen Kulturen des Widerstandes, des
Überlebens, der Gesellschaftsdeutung, der historischen Zeugenschaften und Analysen
sowie der gesellschaftlichen Partizipation von Rom*nja. ende 2018 aus der bereits seit 2009 existierenden
Frauengruppe* IniRromnja. Die Initiative Rromnja ist ein Zusammenschluss von Romnja*
und Sintizzi*, die nicht länger hinnehmen wollen, dass die Ablehnung, Feindseligkeiten
und Gewalt gegen Rom*nja und Sinti*zzi verschwiegen, bagatellisiert oder gar
gerechtfertigt werden. Rassismus in jeglicher Form muss benannt und bekämpft werden
– dafür setzen wir uns ein.

19/10/2026

Mehr als 50 Kinder gerettet! Und trotzdem kennen nur wenige ihren Namen.

Sie haben sich gewehrt!

Alfreda „Noncia“ Markowska war eine polnische Romni. Während des Zweiten Weltkriegs riskierte sie ihr Leben, um romani und jüdische Kinder vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu retten.

Nachdem die N***s ihre Familie ermordet hatten, gab sie nicht auf.

Sie suchte nach Kindern, organisierte Lebensmittel und Papiere und half ihnen, zu überleben.

Ihre Geschichte steht für unvorstellbaren Verlust. Aber auch für Mut, Widerstand und Menschlichkeit angesichts größter Grausamkeit.

2006 wurde sie vom polnischen Staat für ihre außergewöhnlichen Taten ausgezeichnet.

Ihr Name war Alfreda „Noncia“ Markowska.

Ihre Geschichte darf nicht vergessen werden.

Romani Geschichte ist europäische Geschichte. Menschen, die Widerstand geleistet und Leben gerettet haben, gehören in unser kollektives Gedächtnis.

🖤 Teile diesen Beitrag und hilf mit, ihren Namen und ihre Geschichte sichtbar zu halten.

✨RomaniPhen lädt ein:Representation matters! Romani und sinti Repräsentation in der Kinder- und Jugendliteratur  Ein Vor...
14/10/2026

✨RomaniPhen lädt ein:
Representation matters! Romani und sinti Repräsentation in der Kinder- und Jugendliteratur
Ein Vortrag von Tayo Awosusi-Onutor

📅 Donnerstag, 05 November 2026
🕔 Uhrzeit: 18:00
📍Ort: RomaniPhen Archiv, Karl - Kunger - Str. 17, 12435 Berlin

In Bezug auf romani und sinti Repräsentation ist die (deutschsprachige) Kinder- und Jugendliteratur geprägt von rassistischen und stereotypen Darstellungen. Historische Kontinuitäten kolonialer Fremdzuschreibungen und rassistischer Abbildungen, die vom Mittelalter bis zur Gegenwart reichen, stehen im ungleichen Machtverhältnis gegenüber den eigenen, literarischen Repräsentationen - den sogenannten „Own Voices“-Werken. Wie haben uns die vorherrschenden Bilder in unserer Sozialisierung und im Aufwachsen geprägt? Was können wir aus ihnen lernen?
Wie können wir selbst (und für andere z.b. als Multiplikator*innen) kritisch lesen und begleiten?
Darüber und auch über positive Selbstpräsentation und positive, starke Werke der Kinder- und Jugendliteratur spricht Tayo Awosusi-Onutor mit uns in dieser Veranstaltung.

Tayo Awosusi-Onutor ist Künstlerin, politische Bildnerin, Autorin, Regisseurin und Verlegerin. Die in Berlin lebende Afro-Sintezza verbindet Musik, Literatur, Film und politische Bildung mit den Themen Selbstrepräsentation, Geschichte und Rassismuskritik. Sie studierte Germanistik und Multimedia und arbeitet als Sängerin mehrsprachig auf Deutsch, Englisch und Romanes. Darüber hinaus ist sie als Synchronsprecherin und -sängerin tätig. Tayo Awosusi-Onutor ist Mitbegründerin und Vorstandsmitglied von RomaniPhen e.V., dem feministischen Romnja* Archiv, sowie Mitglied der IniRromnja. In ihrer politischen Bildungsarbeit beschäftigt sie sich insbesondere mit Romani Geschichte, Erinnerungskultur, Rassismus, Selbstrepräsentation und gesellschaftlicher Teilhabe.

✉️ Anmeldung unter: [email protected]
👉🏽 Plätze sind begrenzt – meldet euch jetzt an!

Eine Veranstaltung der Romani Akademie

💫 Empfehlung der Woche 🎥 📖Dokumentarfilm & Begleitmaterial: Die Polizei hat sich schuldig gemachtDie Geschichte der Krim...
30/09/2026

💫 Empfehlung der Woche 🎥 📖

Dokumentarfilm & Begleitmaterial: Die Polizei hat sich schuldig gemacht

Die Geschichte der Kriminalisierung von Sinti:zze und Rom:nja und der Widerstand dagegen.

Diese Dokumentation erstellte RomaniPhen als kritische Intervention gegen die Auslassungen der romani Geschichte und Perspektiven in den aktuellen Diskursen über Polizeigewalt. Für eine ausreichende Analyse und Verständnis von gegenwärtigem Rassismus in der Polizei und Polizeiarbeit sind der Einbezug von Verfolgungs- und Widerstandserfahrungen von Sinti:zze und Rom:nja sowie eine weitreichendere intersektionale Analyse unerlässlich.

In 35 Minuten Filmlaufzeit geben Rom:nja und Sinti:zze Einblicke in komplexe Polizeigeschichte, Bürger:innenrechtsarbeit und eigene Erlebnisse. Die daraus resultierende Authentizität macht den Film zu einem wertvollen Unterrichtsmaterial, das dazu beiträgt, Sinti:zze und Rom:nja sichtbar(er) zu machen. Die Protagonistinnen in diesem Film sind die drei Menschenrechtlerinnen Anita Awosusi, Ilona Lagrene und Fatima Hartmann. Sie führen durch die vier thematischen Schwerpunkte des Dokumentarfilms: Die Polizei im Nationalsozialismus, Verfolgung von Sinti:zze und Rom:nja vor 1933, Kontinuität der Verfolgung nach 1945 und Bleiberechtsbewegung in den 1990er Jahren.

(Filmlänge ca. 35 min)

🔗 Link in Bio

7 Themen. 7 Parteien. Eine Frage: Wie setzen sich Parteien politisch für Rom*nja und Sinti*zze ein?Anlässlich der Wahlen...
17/09/2026

7 Themen. 7 Parteien. Eine Frage: Wie setzen sich Parteien politisch für Rom*nja und Sinti*zze ein?

Anlässlich der Wahlen in Berlin, Amaro Foro Amaro Foro e.V. hat die Parteien SPD, Die Linke, Die Grünen, FDP, CDU, BSW und AfD zu sieben zentralen Themen befragt:

🟥 Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze
🏠 Wohnen
💼 Arbeit
📚 Bildung
💶 Sozialleistungen
🏥 Gesundheit
🛂 Flucht & Asyl

Die Antworten zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Parteien und auch, dass einige Fragen ignoriert wurden oder nur sehr unkonkret beantwortet wurden.

Gerade das ist relevant: Politische Entscheidungen und Prioritäten können konkrete Auswirkungen auf den Alltag von Rom*nja und Sinti*zze haben. Umso wichtiger ist es, genau hinzuschauen, welche Positionen Parteien vertreten und welche Antworten sie auf die Fragen unserer Communities geben.

Wir haben die Bewertung auf Basis der Waldprüfsteine von Amaro Foro vorgenommen.

https://amaroforo.de/2026/09/04/wahlpruefsteine-berlin-2026/

Swipe durch und informiere dich selbst. 🗳️

14/09/2026

Mit dem EU-Pass kannst du ab 16 Jahren kommunal wählen. Das heißt: Du kannst in deinem Bezirk mitentscheiden, wer die nächsten vier Jahre dein Alltagsleben beeinflusst.

Aber welche Themen bestimmen wir eigentlich mit? Bezahlbarer Wohnraum. Sichere und gut sanierte Schulen und Kitas. Sozialarbeit und der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt.

Was in diesen Debatten aber oft fehlt: antidiskriminierende Arbeit.
Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze ist Alltag für viele unserer Menschen. Die Politik sollte dieses Problem viel verantwortungsvoller angehen – besonders wenn es um Wohnen geht.

Wählen zu können ist in unseren Zeiten ein Privileg. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass alle Menschen wählen können – trotzdem werden diese Rechte durch bestimmte Dokumente begrenzt.

Nutzt euer Privileg und geht am 20. September wählen.

✨RomaniPhen lädt ein:Kolonialer Rassismus im Mapuche TerritoriumEin Vortrag von Tamara Liencura Carrimán📅 Donnerstag, 24...
09/09/2026

✨RomaniPhen lädt ein:
Kolonialer Rassismus im Mapuche Territorium
Ein Vortrag von Tamara Liencura Carrimán

📅 Donnerstag, 24 September 2026
🕔 Uhrzeit: 18:00
📍Ort: RomaniPhen Archiv, Karl - Kunger - Str. 17, 12435 Berlin

Der Eurozentrismus lässt die Kolonialisierung als notwendiges Übel erscheinen, als den Preis für den Triumph der westlichen Zivilisation. Die „Entdeckung Amerikas" wird dadurch als Meilenstein des menschlichen Fortschritts dargestellt. Für indigene Bewegungen ist der Kolonialismus jedoch keine überwundene Epoche, sondern eine gegenwärtige Realität, die sich zwar verändert, aber gewaltvoll fortbesteht und bis heute die ungleichen Macht- und Herrschaftsverhältnisse weltweit bestimmt.

Ein Beispiel dafür ist das indigene Mapuche Territorium, Wallmapu. Es liegt in dem Gebiet, das heute als den Süden Argentiniens und Chiles bekannt ist. Über die Beziehung zwischen diesen Ländern und Deutschland ist bekannt, dass sich nach 1945 NS-Täter dort niederließen, um einem Gerichtsverfahren zu entgehen. Weniger bekannt ist: Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Wallmapu weitgehend souverän und hatte der spanischen Kolonisierung erfolgreich widerstanden. Genau dann besetzten Chile und Argentinien das Mapuche Territorium endgültig mit aktiver Beteiligung deutscher Siedler*innen. Somit hatte der deutsche koloniale Rassismus bereits vor der NS-Zeit seine Grundlagen in Wallmapu gelegt.

Der Vortrag behandelt diese Hintergründe sowie die Verschränkungen zwischen rassitischer Wissensproduktion und kolonialer Gewalt. Zudem wird einen Kurzdokumentarfilm gezeigt, der die Plünderung von Mapuche Gräbern thematisiert. Die geraubten Schädel wurden nach Berlin gebracht, um sie hier rassistischen Studien zu unterziehen.

Tamara Liencura Carrimán engagiert sich seit ihrer Jugend in selbstorganisierten Initiativen in den Bereichen Hip-Hop-Kultur, Medienaktivismus, Mapuche Politik, Migration und feministischen Betriebe. Im Jahr 2024 schloss sie ihr Masterstudium in Soziale Arbeit, Kritische Diversität und Community Studies ab.

✉️ Anmeldung unter: info(a)romnja-power.de oder DM
👉🏽 Plätze sind begrenzt – meldet euch jetzt an!

Eine Veranstaltung der Romani Akademie

07/09/2026

Wir fragen nach!

Abschiebungen sind nur eine von vielen Forderungen, mit denen rechte Parteien Politik machen – aber sie zeigen besonders deutlich, wie wenig Deutschland aus seiner eigenen Geschichte gelernt hat. Schon ab 1935 wurde der Grundstein dafür gelegt, dass Rom*nja und Sinti*zze die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen werden konnte. Bis heute sind sie immer wieder Zielscheibe, wenn es um genau diese Frage geht: Wer darf hierbleiben, wer nicht.

Die Wahlergebnisse in Sachsen-Anhalt, zeigen uns schmerzhaft deutlich, wie schnell rechten Kräften wieder Macht zugesprochen wird – und in welche Richtung sich dieses Land gerade bewegt. Das ist kein Randphänomen mehr, sondern Realität!

Genau deshalb müssen wir lauter werden, nicht leiser. Wir dürfen nicht aufhören, für eine solidarische Gesellschaft zu kämpfen!

Disclaimer: In dem Video gibt es einen Fehler: Walter Winter wurde um 1943 nach Auschwitz deportiert.

Foto: Johann Trollmann, Walter Stanoski Winter und Anton Reinhardt aus den Archiv Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma Creative-
Commens-Lizenz vom Lizenztyp: CC-BY-NC-ND (Attribution - NonCommercial -
NoDerivatives, 4.0 International).

Foto: Ceija Stojka aus dem RomniPhen Archiv

Am 19. Juni 2021 starb Stanislav Tomáš, ein 46-jähriger Rom, in Teplice (Tschechien) kurz nach einem Polizeieinsatz, bei...
10/08/2026

Am 19. Juni 2021 starb Stanislav Tomáš, ein 46-jähriger Rom, in Teplice (Tschechien) kurz nach einem Polizeieinsatz, bei dem ein Beamter sich auf seinen Nacken und Rücken kniete. Die tschechischen Behörden führten den Tod auf eine Drogenvergiftung zurück und stellten die Ermittlungen im März 2022 ohne Anklageerhebung ein.

Am 16. Juli 2026 entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte einstimmig gegen die Tschechische Republik in der Rechtssache S.T. gegen die Tschechische Republik (Nr. 28273/23) und stellte Verstöße gegen Artikel 2 (Recht auf Leben), Artikel 3 (Verbot unmenschlicher Behandlung), die verfahrensrechtliche Untersuchungspflicht gemäß beiden Artikeln sowie Artikel 14 (Diskriminierungsverbot) fest. Der Gerichtshof stellte einen „offenkundigen Mangel an Sorgfalt“ bei der Aufklärung eines möglichen rassistischen Motivs fest und erklärte, dass rassistisch motivierte Gewalt „nicht unbedingt auf offen geäußerter Feindseligkeit beruhen muss … sie kann auch aus einer allgemein verbreiteten Kultur des institutionellen Rassismus entstehen“. Die Klage wurde vom European Roma Rights Centre und dem and Forum for Human Rights im Namen seiner Schwester Simona Tomášová mit Unterstützung des Vereins Konexe on ROAD eingereicht.

Bei dieser Gelegenheit erinnern wir auch an den verwerflichen Artikel, den die „taz“ über den Fall von Stanislav Tomas veröffentlicht hat, sowie an die Antwort, die Isidora Randjelović und Jane Weiß im „Migazine“ veröffentlicht haben – wir empfehlen euch dringend, diesen Artikel zu lesen:

https://www.migazin.de/2021/06/28/wie-presse-rom-luft-atmen/

Der Fall von Stanislav Tomáš ist kein Einzelfall., seit Jahrzehnten prangern Organisationen, Aktivist:innen und sogar Institutionen polizeiliche Gewalt gegen Rom:nja an.

Wir von RomaniPhen fordern ein Ende der Polizeigewalt und ein Ende der Kriminalisierung unserer Communities.

Sources: 🔗 errc.org 🔗 Judgment: S.T. v. the Czech Republic, no. 28273/23, HUDOC 🔗 MiGAZIN

✨RomaniPhen lädt ein: Anti-Asiatischer Rassismus Ein Vortrag von Dr. Kien Nghi Ha📅 Donnerstag, 27 August 2026🕔 Uhrzeit: ...
05/08/2026

✨RomaniPhen lädt ein:
Anti-Asiatischer Rassismus
Ein Vortrag von Dr. Kien Nghi Ha

📅 Donnerstag, 27 August 2026
🕔 Uhrzeit: 18:00
📍Ort: RomaniPhen Archiv, Karl - Kunger - Str. 17, 12435 Berlin
Leider ist unser Raum nicht barrierefrei. Bei Bedarf können wir einen Zoom-Link anbieten, um die Vorlesung online zu verfolgen.

Die fehlende gesellschaftliche wie politische Auseinandersetzung mit dem Problemfeld „anti-Asiatischer Rassismus“ hängt unter anderem damit zusammen, dass das Thema – im Unterschied
zum anderen Rassismusformen – nicht nur neuartiger, sondern auch weitaus polymorpher und widersprüchlicher erscheint. Diese Wahrnehmung ist erstaunlich, da die Geschichte des anti-Asiatischen Rassismus seit den Anfängen der kolonialen Moderne präsent ist. Gerade diese Form der kolonialen Amnesie ist in Deutschland bemerkenswert, da anti-Asiatische Konstruktionen in den aufkommenden Rassentheorien deutscher Wissenschaftler seit der Aufklärung einen prominenten Platz einnahmen. Ebenso war Deutschland Ende des 19. Jahrhundert der ideologische Geburtsort des weit umspannten Kolonialdiskurses über die „Gelben Gefahr“, der bis heute einflussreich geblieben ist. Im Zuge des heraufbeschworenen Systemkonflikts mit der vermeintlich omnipräsenten Bedrohung aus China wird dieses Großnarrativ in absehbarer Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Daher ist zu befürchten, dass das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen und der entgrenzte anti-Asiatischer Rassismus während der COVID-19 Pandemie nicht die letzten Großphänomene dieser Art blieben werden.

Kien Nghi Ha ist promovierter Kultur- und Politikwissenschaftler und leitet den Arbeitsbereich Postcolonial Asian German Studies an der Universität Tübingen. Für seine wissenschaftliche und kuratorische Arbeit zu postkolonialer Kritik, Rassismus und der asiatischen Diaspora hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Er ist Autor und (Mit-)Herausgeber zahlreicher Publikationen.

✉️ Anmeldung unter: info(a)romnja-power.de oder DM
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Eine Veranstaltung der Romani Akademie

2. August – Gedenktag für den Völkermord an den Rom:nja und Sinti:zzeIn der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden d...
02/08/2026

2. August – Gedenktag für den Völkermord an den Rom:nja und Sinti:zze

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden die verbliebenen Rom:nja und Sinti:zze in Auschwitz-Birkenau ermordet: Rund 4.300 Menschen – vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen – wurden in einer einzigen Nacht ermordet.

Mindestens 500.000 Rom:nja und Sinti:zze in ganz Europa fielen dem Samudaripen ( einer der Begriffe in Romanes, der verwendet wird, um den Völkermord an den Rom:nja und Sinti:zze durch das NS-Regime und seine Verbündeten zu bezeichnen) zum Opfer, doch die Zahlen sind unvollständig, niemand kennt die genaue Zahl – auch das ist Teil der Geschichte.

Erst 1982 erkannte die Bundesrepublik Deutschland den Völkermord offiziell an. Dies wurde nicht von Regierungen erreicht, sondern von Überlebenden und unserer Bürgerrechtsbewegung.

Wir gedenken unserer Vorfahren, die verhaftet, deportiert und ermordet wurden – und jenen, die für Anerkennung und Gerechtigkeit gekämpft haben und weiterhin kämpfen.

Rassismus gegen Rom:nja und Sinti:zze ist kein Kapitel der Vergangenheit. Er ist Gegenwart.

Gedenken. Würde. Kampf.

(ENG)

2 August – Romani Genocide Remembrance Day

During the night of 2 to 3 August 1944, the remaining Romani and Sinti in Auschwitz-Birkenau were murdered: around 4,300 people – mainly women, children and the elderly – were murdered in a single night.

At least 500,000 Romani and Sinti people across Europe fell victim to the Samudaripen (one of the terms in Romani used to describe the genocide of the Romani and Sinti people by the N**i regime and its allies), yet the figures are incomplete; no one knows the exact number – that, too, is part of the story.

It was not until 1982 that the Federal Republic of Germany officially recognised the genocide. This was not achieved by governments, but by survivors and our civil rights movement.

We commemorate our ancestors who were arrested, deported and murdered – and those who fought, and continue to fight, for recognition and justice.

Anti-Roma racism is not a chapter of the past. It is a reality of the present.

Remembrance. Dignity. Struggle.

Adresse

Karl-Kunger-Str. 17
Berlin
12435

Öffnungszeiten

Montag 11:00 - 18:00
Dienstag 11:00 - 14:00
Mittwoch 11:00 - 14:00
Donnerstag 11:00 - 14:00
Freitag 11:00 - 14:00

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