03/08/2026
Die Rückkehr zu vier Kfz-Fahrspuren auf der Adenauerallee ist aus Sicht des BBB eine richtige und längst überfällige Entscheidung.
Mit der neuen Verkehrsführung reagiert die Stadt auf die außergewöhnliche Verkehrslage infolge der Sperrung der Nordbrücke. Zwischen Koblenzer Tor und Weberstraße stehen künftig wieder je zwei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung. Der Radverkehr wird übergangsweise über die Kaiserstraße und das Rheinufer geführt, bis eine dauerhafte Lösung für die Radverkehrsführung umgesetzt werden kann. Damit trägt die Stadt den veränderten verkehrlichen Rahmenbedingungen Rechnung.
Wir begrüßen diesen Beschluss ausdrücklich. Die B9 ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen Bonns. Wer den Verkehr auf einer solchen Hauptachse künstlich verengt, sorgt nicht für weniger Verkehr, sondern für mehr Staus, längere Fahrzeiten und zusätzliche Belastungen für Pendler, Anwohner und die Wirtschaft.
Die jetzige Entscheidung bestätigt, dass leistungsfähige Hauptverkehrsstraßen gerade in Ausnahmesituationen unverzichtbar sind. Gleichzeitig zeigt sie, dass ideologisch motivierte Eingriffe in das Straßennetz einer nüchternen Überprüfung nicht immer standhalten.
Für den BBB gilt: Der Verkehr in Bonn muss für alle Verkehrsteilnehmer sicher und fließend funktionieren. Eine Verkehrspolitik, die einzelne Verkehrsmittel bevorzugt und andere bewusst benachteiligt, lehnen wir ab. Deshalb fordert der BBB auch seit Langem die Wiederöffnung des Cityrings, um den innerstädtischen Verkehr zu entlasten und wichtige Verkehrsbeziehungen wiederherzustellen.
Die Rückkehr zur Vierstreifigkeit auf der Adenauerallee ist ein wichtiger Schritt. Weitere Fehlentscheidungen wie der Rückbau zentraler Hauptverkehrsstraßen müssen nun auf den Prüfstand. Bonn braucht eine Verkehrspolitik mit Vernunft statt Ideologie.