Staatsarchiv Bremen

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Staatsarchiv Bremen Das Staatsarchiv Bremen ist der Schlüssel zu Bremens Geschichte.

Wieso eigentlich FREImarkt?Im 14. Jahrhundert warb der Stadtrat auch außerhalb Bremens für die Jahrmärkte im Frühjahr un...
26/10/2026

Wieso eigentlich FREImarkt?

Im 14. Jahrhundert warb der Stadtrat auch außerhalb Bremens für die Jahrmärkte im Frühjahr und Herbst. So rief er 1382 Fürsten, Herren, Ritter, Knappen und Städte dazu auf, diese zu besuchen. In diesem Zusammenhang werden die Jahrmärkte das erste Mal als die „zwei freien Märkten“ bezeichnet.

„Frei“ bedeutete, dass das sonst den heimischen Zünften vorbehaltene Recht, Waren in der Stadt zu verkaufen, für die Dauer der Märkte aufgehoben war und somit auch auswärtige, fahrende Händler ihre Waren uneingeschränkte anbieten durften. Dieses Recht ist – wenn auch noch ohne die Verwendung des Begriffs „frei“ – bereits für fremde Kramer im Krameramtsprivileg von 1339 belegt.

Im Sinne von „kostenlos“ war der Handel für Auswärtige jedoch zunächst nicht. Der Vogt erhob ein Stättegeld für jedes errichtete Verkaufszelt. Während diese Abgabe anfangs nur den einheimischen Händlern erlassen wurde, galt die Befreiung später auch für auswärtige Kaufleute.

Bildquellen:
Stadtrecht von 1303: StAB 2-P.5.b.2.a.1., p.2 (Eintrag von 1382).
Tübinger Hausbuch, p. 29v (15. Jahrhundert).
Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftung: Mendel I = Amb. 317.2° Folio 48r (1426).

Anno 1339 – der Freimarkt öffnet sichDas Privileg des Krameramts von 1339 bildet einen weiteren kleinen Meilenstein in d...
22/10/2026

Anno 1339 – der Freimarkt öffnet sich

Das Privileg des Krameramts von 1339 bildet einen weiteren kleinen Meilenstein in der Geschichte des Freimarkts. Es unterscheidet sich inhaltlich von anderen Zunftsrollen. Es regelt nicht die Gründung eines neuen Amtes oder die gehandelten Waren. Stattdessen verpflichtet es die Mitglieder des Krameramts, ihre Kramwaren zu festen Zeiten und an bestimmten Orten anzubieten – nämlich auf den beiden Jahrmärkten im Frühjahr und im Herbst.

Jahrmärkte waren der zentrale Absatzmarkt für Krämer. Ihre Waren bestanden überwiegend aus fremden Handels- oder Handwerksprodukten, mit denen sie von Jahrmarkt zu Jahrmarkt zogen.

Um ein möglichst großes Warenangebot zu generieren, waren die Jahrmärkte auch für fremde Händler frei zugänglich. Gleichzeitig galt es Konflikte zwischen den privilegierten einheimischen und den auswärtigen Kramern zu vermeiden, sodass der Verkauf der Fremden eingeschränkt wurde: Sie durften ihre Waren nur an drei der insgesamt acht Markttage anbieten.

Abbildungen:
Abschrift des Krameramtsprivileg: StAB 2-S.8.u.1.a. Bd. 1.
Hausbücher der Nürnberger Zwölfbrüderstiftung: Mendel I = Amb. 317.2° Folio 19v (1426).
Tübinger Hausbuch, p. 29v (15. Jahrhundert).

Von Kaisern und JahrmärktenDer Bremer Freimarkt geht auf eine Urkunde aus dem Jahr 1035 zurück: Kaiser Konrad II. verlie...
19/10/2026

Von Kaisern und Jahrmärkten

Der Bremer Freimarkt geht auf eine Urkunde aus dem Jahr 1035 zurück: Kaiser Konrad II. verlieh dem Erzbischof das Recht, zweimal im Jahr einen Jahrmarkt in Bremen abzuhalten – rund um wichtige Kirchenfeste im Frühjahr und Herbst.

Um den sicheren Weg zum Markt und zurück zu gewährleisten, standen alle Besucher unter dem besonderen Schutz des Kaisers. Der Erzbischof von Bremen war dafür verantwortlich, diesen Schutz vor Ort durchzusetzen.

Sicherheit war schon im Mittelalter ein zentraler Faktor, um möglichst viele Menschen anzuziehen und sowohl den Bremern und reisenden Kaufleuten eine große Kundschaft zu bieten. Besucher kamen aus der gesamten Bremer Diözese und darüber hinaus zu den festgelegten Terminen nach Bremen. Besonders der Herbsttermin nach der Erntezeit gewann schnell an Bedeutung.

Die Originalurkunde ist in lateinischer Sprache verfasst und galt bereits vor den Weltkriegen als verschollen. Erhalten sind jedoch Abschriften, die heute u.a. im Bremischen Urkundenbuch (Band 1, Nr. 19) – sowohl analog als auch online – zugänglich sind.

Bildquellen:
StAB 10.B Al 1908, Aufn 23 (2016)
Aufnahme Lebkuchenherzen: WFB / Carina Tank
Die Siegel der deutschen Kaiser und Könige Band 1 (1909) von Otto Posse, Tafel 13
Karte „Das Bremer Gebiet im Mittelalter“: StAB 11-3255 (1932)
Bremisches Urkundenbuch, Band 1, Bremen 1873, Seite 18 f.

Themenheft „Die Stasi und Bremen“ des Bundesarchivs und Interview mit Thomas Wolter (Werder Bremen)Als „Wunder von der W...
12/10/2026

Themenheft „Die Stasi und Bremen“ des Bundesarchivs und Interview mit Thomas Wolter (Werder Bremen)

Als „Wunder von der Weser“ ging das Spiel am 11. Oktober 1988 im Bremer Weserstadion in die Geschichte ein: Mit 5:0 schlug der SV Werder Bremen im Europacup der Landesmeister seinen Gegner BFC Dynamo, ein Verein, der in der DDR eine besondere Rolle spielte: Als Lieblingsclub von Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit (MfS), sollte der „Hauptstadtverein“ das sportliche Aushängeschild des DDR-Fußballs sein. Entsprechend erhielt er von dem MfS umfassende Förderung und galt als Stasi-Club. Diese und weitere Geschichten werden im neuen Dokumentenheft „Die Stasi und Bremen“ erzählt – mit vielen Schriftstücken, Fotos und Skizzen.

Das Heft wird nun am 14. Oktober im Staatsarchiv Bremen vorgestellt:

17:30-19:00 Uhr
mit der kommissarischen Leiterin des Staatsarchivs Bremen, Dr. Brigitta Nimz, Dr. Konstanze Soch, Autorin des Heftes (Bundesarchiv/Stasi-Unterlagenarchiv), und der Werder-Legende Thomas Wolter.

Anmeldungen an [email protected]
Eintritt frei.

Rückblick auf die Einheitsfeier in BremenWir bedanken uns herzlich bei allen Rednerinnen und Rednern für die gelungene A...
08/10/2026

Rückblick auf die Einheitsfeier in Bremen

Wir bedanken uns herzlich bei allen Rednerinnen und Rednern für die gelungene Ausstellungseröffnung mit anschließender Podiumsdiskussion am 2. Oktober im Staatsarchiv Bremen: Dr. Andreas Mackeben (Senator für Kultur) Thomas Köcher (Landeszentrale für politische Bildung), Evelyn Zupke (SED-Opferbeauftragte), Dr. Brigitta Nimz (Staatsarchiv Bremen) und Prof. Dr. Daniela Münkel (Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv). Ein besonderer Dank gilt dem .

Anlässlich der Einheitsfeier ist das Themenheft „Die Stasi und Bremen” erschienen. Am 14.10. wird es im Staatsarchiv Bremen vorgestellt.

Von 17:30 bis 19:00 Uhr sprechen die kommissarische Leiterin des Staatsarchivs Bremen, Dr. Brigitta Nimz, die Autorin des Heftes, Dr. Konstanze Soch vom Bundesarchiv/Stasi-Unterlagenarchiv, sowie die Werder-Legende Thomas Wolter.
Anmeldungen an [email protected]
Eintritt frei.

Themenheft „Die Stasi und Bremen“ des Bundesarchivs und Interview mit Thomas Wolter (Werder Bremen)Als „Wunder von der W...
05/10/2026

Themenheft „Die Stasi und Bremen“ des Bundesarchivs und Interview mit Thomas Wolter (Werder Bremen)

Als „Wunder von der Weser“ ging das Spiel am 11. Oktober 1988 im Bremer Weserstadion in die Geschichte ein: Mit 5:0 schlug der SV Werder Bremen im Europacup der Landesmeister seinen Gegner BFC Dynamo, ein Verein, der in der DDR eine besondere Rolle spielte: Als Lieblingsclub von Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit (MfS), sollte der „Hauptstadtverein“ das sportliche Aushängeschild des DDR-Fußballs sein. Entsprechend erhielt er von dem MfS umfassende Förderung und galt als Stasi-Club. Diese und weitere Geschichten werden im neuen Dokumentenheft „Die Stasi und Bremen“ erzählt – mit vielen Schriftstücken, Fotos und Skizzen.

Das Heft wird nun am 14. Oktober im Staatsarchiv Bremen vorgestellt:

17:30-19:00 Uhr
mit der kommissarischen Leiterin des Staatsarchivs Bremen, Dr. Brigitta Nimz, der Autorin des Heftes, Dr. Konstanze Soch, vom Bundesarchiv/Stasi-Unterlagenarchiv und der Werder-Legende Thomas Wolter.

Anmeldungen an [email protected]
Eintritt frei.

-+- Sonderöffnungen zum Einheitswochenende -+-Anlässlich der Einheitsfeier kann die Ausstellung „Alles Wissen Wollen – D...
02/10/2026

-+- Sonderöffnungen zum Einheitswochenende -+-

Anlässlich der Einheitsfeier kann die Ausstellung „Alles Wissen Wollen – Die Stasi und ihre Dokumente“ am Freitag, dem 2. Oktober, durchgehend von 9:00 bis 19:00 Uhr besichtigt werden.
Am Samstag, dem 3.10., ist die Ausstellung von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Als besonderes Angebot können Interessierte vor Ort einen Antrag auf Einsicht in Stasi-Akten zu stellen. Ein Mitarbeiter des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs unterstützt dabei.

Wir freuen uns auf Euch!

Was bedeutet eigentlich Genealogie und wie genau beginnt man in der Ahnenforschung? Welche Quellen lassen sich nutzen un...
30/09/2026

Was bedeutet eigentlich Genealogie und wie genau beginnt man in der Ahnenforschung? Welche Quellen lassen sich nutzen und welche Anlaufstellen sind sinnvoll?
Im Vortrag von unserem Kollegen Viktor Pordzik werden spannende Einblicke in die Methoden und die Praxis der Genealogie gegeben. Der Vortragende ist ebenfalls ehrenamtlich bei der MAUS Gesellschaft für Familienforschung e.V. Bremen tätig und wurde hier 2024 als Nachwuchsforscher ausgezeichnet. Auch diese Arbeit stellt er kurz vor: Wie lässt sich Familienforschung beginnen? Und welche Wege stehen Privatpersonen zur Verfügung?

Wanderausstellung „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ kommt nach Bremen!Vom 24. September bis 2. Novembe...
25/09/2026

Wanderausstellung „Alles Wissen Wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ kommt nach Bremen!

Vom 24. September bis 2. November ist die Wanderausstellung „Alles Wissen wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ im Staatsarchiv Bremen zu sehen. Die Ausstellung stellt Objekte aus dem Archiv in den Mittelpunkt, über die sich die Geschichte der DDR-Geheimpolizei, ihre Methoden und die oftmals drastischen Folgen der Bespitzelung für die Betroffenen erschließen lassen.

Begleitend am 02.10. findet am Einheitswochenende eine Podiumsdiskussion am Freitag, 2. Oktober, um 17.30 Uhr im Staatsarchiv Bremen statt.
Elisabeth Kaiser (Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland - angefragt), Andreas Mackeben (Vertreter des Kulturressorts Bremen) und Daniela Münkel (Abteilungsleiterin Vermittlung und Forschung im Stasi-Unterlagen-Archiv) eröffnen den Abend mit Grußworten.
Anschließend sprechen Daniela Münkel, Evelyn Zupke (SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag) und Thomas Köcher (Leiter Landeszentrale für Politische Bildung Bremen) über die Bedeutung der Stasi-Unterlagen für das heutige Verständnis unserer demokratischen Gesellschaft. Brigitta Nimz (Kommissarische Archivleiterin Staatsarchiv Bremen) moderiert.

Es gibt an diesem Tag von 10 bis 19 Uhr die Möglichkeit, vor Ort einen Antrag auf Einsicht in Stasi-Akten zu stellen. Ein Mitarbeiter des Bundesarchivs – Stasi-Unterlagen-Archivs unterstützt dabei. Auch das neue Themenheft „Die Stasi und Bremen“ des Bundesarchivs wird an diesem Tag vor Ort erhältlich sein und in die Diskussion einbezogen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Es wird um Anmeldung unter information[at]staatsarchiv.bremen.de

Die Ausstellung ist Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und am Freitag von 9 bis 13 Uhr geöffnet.
Sonderöffnungszeiten gibt es am 2. Oktober von 9 bis 19 Uhr und am 3. Oktober von 10 bis 17 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Mehr Information zu unserem Programm zum Tag der Deutschen Einheit unter www.staatsarchiv.bremen.de

Ort des Wegschauens? Die Bahnhofsvorstadt. Eine Ausstellung des Projektes Data Atlas Bahnhofsvorstadt, u.a. mit Archival...
22/09/2026

Ort des Wegschauens? Die Bahnhofsvorstadt. Eine Ausstellung des Projektes Data Atlas Bahnhofsvorstadt, u.a. mit Archivalien des Staatsarchivs.

Weitere Informationen zur Ausstellung und zu weiteren Veranstaltungen unter: www. data-atlas-bahnhofsvorstadt.de

Adresse

Am Staatsarchiv 1
Bremen
28203

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 13:00

Telefon

+494213616221

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