18/10/2026
PRESSEMITTEILUNG
AfA NRW – Arbeitsgemeinschaft für Arbeit in der SPD Nordrhein-Westfalen
Deutsche Edelstahlwerke: Schluss mit dem Arbeitsplatzabbau – unsere Stahlstandorte dürfen nicht geopfert werden!
AfA NRW reaktiviert Task Force Stahl – Annette Hülser und Peter Müller fordern entschlossenes Handeln von Unternehmensführung, Landesregierung und Bundesregierung
Siegen/Düsseldorf, 18. Oktober 2026
Die dramatische Entwicklung bei den Deutschen Edelstahlwerken (DEW) und die drohenden Einschnitte an den Standorten Siegen-Geisweid, Hagen und Krefeld sind ein weiterer schwerer Schlag gegen den Industriestandort Nordrhein-Westfalen. Erneut stehen Beschäftigte und ihre Familien vor einer ungewissen Zukunft. Erneut drohen tarifgebundene Industriearbeitsplätze verloren zu gehen. Und erneut stellt sich die Frage, wer eigentlich die Verantwortung für den Erhalt unserer industriellen Wertschöpfung übernimmt.
Für die beiden Landesvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit in der SPD Nordrhein-Westfalen, Annette Hülser und Peter Müller, ist klar:
„Es reicht! Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie ein traditionsreicher Industriestandort nach dem anderen unter Druck gerät und die Beschäftigten am Ende die Zeche zahlen müssen. Wer jahrzehntelang mit seiner Arbeit zum Erfolg eines Unternehmens beigetragen hat, verdient Sicherheit, Respekt und echte Zukunftsaussichten – keine Kündigung und keine leeren Versprechungen!“
AfA NRW setzt Task Force Stahl wieder ein
Angesichts der zugespitzten Lage hat die AfA NRW ihre Task Force Stahl erneut eingesetzt. Ziel ist es, gemeinsam mit den Betriebsräten, den Gewerkschaften – insbesondere der IG Metall – und weiteren Beteiligten konkrete Lösungswege für die Zukunft der Stahlstandorte zu diskutieren und zu entwickeln.
„Wir wollen nicht nur über die Beschäftigten reden, sondern mit ihnen. Die Betriebsräte und Gewerkschaften kennen die Betriebe, ihre Probleme und ihre Potenziale. Dieses Wissen muss im Mittelpunkt jeder Zukunftsstrategie stehen“, erklären Hülser und Müller.
Die Task Force Stahl soll den Austausch mit den Arbeitnehmervertretungen intensivieren, Handlungsoptionen beraten und politische Forderungen für den Erhalt der Arbeitsplätze und Produktionsstandorte formulieren.
„Für uns ist klar: Wir brauchen keine weiteren Sonntagsreden über die Bedeutung der Industrie. Wir brauchen konkrete Entscheidungen, Investitionen und politische Verantwortung. Die Task Force Stahl wird sich aktiv in diese Debatte einbringen!“
Siegen-Geisweid, Hagen und Krefeld brauchen Zukunft statt Abwicklung
Die Deutschen Edelstahlwerke stehen beispielhaft für die Herausforderungen, vor denen die energieintensive Industrie in Nordrhein-Westfalen steht. Hohe Energiepreise, internationaler Wettbewerbsdruck und wirtschaftliche Unsicherheiten setzen die Betriebe unter erheblichen Druck.
Doch daraus darf kein Freibrief für Arbeitsplatzvernichtung und den Rückzug aus industriellen Kernregionen werden.
„Gerade Siegen-Geisweid ist weit mehr als ein Produktionsstandort. Hier hängen Existenzen, Familien und die wirtschaftliche Zukunft einer ganzen Region an der Stahlindustrie. Wer hier industrielle Strukturen aufgibt, zerstört Fähigkeiten und Perspektiven, die sich nicht einfach wieder aufbauen lassen“, betonen die beiden AfA-Landesvorsitzenden.
Auch für die Standorte Hagen und Krefeld müssen belastbare industrielle Zukunftskonzepte auf den Tisch.
Unsere Forderungen sind eindeutig
1. Keine Standortentscheidungen ohne ernsthafte Prüfung aller Alternativen!
Die Unternehmensführung muss sämtliche wirtschaftlich und technisch tragfähigen Möglichkeiten zum Erhalt der Produktion und der Arbeitsplätze offenlegen und gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretungen prüfen.
2. Beschäftigungssicherung statt Personalabbau!
Betriebsbedingte Kündigungen müssen verhindert werden. Die Beschäftigten brauchen verbindliche Zusagen und langfristige Perspektiven.
3. Mitbestimmung ist nicht verhandelbar!
Betriebsräte und Gewerkschaften müssen frühzeitig, umfassend und auf Augenhöhe in alle Entscheidungen eingebunden werden.
4. Bezahlbare Industrieenergie und Investitionen jetzt!
Bund und Land müssen die Rahmenbedingungen schaffen, damit energieintensive Industrien in Deutschland wettbewerbsfähig produzieren können. Dazu gehören verlässliche Energiepreise, Investitionsförderung und eine aktive Industriepolitik.
5. Die Landesregierung muss Verantwortung übernehmen!
Ministerpräsident Hendrik Wüst und die nordrhein-westfälische Landesregierung dürfen sich nicht auf die Rolle von Beobachtern zurückziehen. Wir erwarten einen verbindlichen industriepolitischen Dialog mit Unternehmen, Betriebsräten und Gewerkschaften, der konkrete Ergebnisse liefert.
Stahlindustrie ist Zukunftsindustrie – wenn Politik und Unternehmen es ernst meinen
Die Transformation der Industrie kann nur mit den Beschäftigten gelingen, niemals gegen sie.
Wer klimafreundliche Produktion, industrielle Unabhängigkeit und sichere Wertschöpfungsketten will, muss dafür sorgen, dass Stahl auch morgen noch in Nordrhein-Westfalen produziert wird.
„Es kann nicht sein, dass wir auf der einen Seite über klimaneutrale Industrie, Transformation und wirtschaftliche Souveränität sprechen und auf der anderen Seite zulassen, dass industrielle Kompetenzen und gut bezahlte Arbeitsplätze dauerhaft verloren gehen.“
Solidarität mit den Beschäftigten – wir stehen an eurer Seite!
Die AfA NRW steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten, der Betriebsräte und der IG Metall an allen betroffenen Standorten.
„Die Zukunft der Stahlindustrie wird nicht allein in Vorstandsetagen entschieden. Die Beschäftigten haben eine Stimme, und diese Stimme muss gehört werden. Wir werden den Kampf um jeden industriellen Arbeitsplatz politisch begleiten und unterstützen!“
Annette Hülser und Peter Müller machen deutlich:
„Unsere Botschaft ist unmissverständlich: Hände weg von unseren Industriearbeitsplätzen! Keine Zukunft ohne Stahl, keine Transformation ohne Beschäftigte und keine Industriepolitik ohne Mitbestimmung!“
Die wieder eingesetzte Task Force Stahl der AfA NRW wird den Dialog mit Betriebsräten und Gewerkschaften suchen, Lösungsansätze beraten und sich für eine gemeinsame Strategie zur Sicherung der Stahlstandorte in Nordrhein-Westfalen einsetzen.
Wir geben die Stahlstandorte und ihre Beschäftigten nicht auf!
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Annette Hülser und Peter Müller
Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA)
SPD Nordrhein-Westfalen
AfA NRW – An der Seite der Beschäftigten. Für gute Arbeit. Für eine starke Industrie.