16/09/2026
Wir melden uns zurück aus der Sommerpause, und ihr fragt euch sicherlich ...
Was ist eigentlich gerade im Rathaus los? Wir sagen es euch...
In den letzten beiden Wochen standen wieder einige Themen auf der Tagesordnung, über die außerhalb des Rathauses wahrscheinlich nur wenige etwas mitbekommen haben. Deshalb mal wieder ein Update von uns.
Sanella Siedlung
Bei der Sanella Siedlung geht es jetzt konkret um die Erneuerung der Jurgensstraße, Van den Bergh Straße, Germaniastraße, Hendriksstraße und eines Teils der Eltener Straße.
Dort müssen nicht nur die Straßen gemacht werden. Auch Kanäle und Straßenentwässerung sind Thema. Bei den Untersuchungen wurde unter anderem festgestellt, dass teilweise kein frostsicherer Straßenaufbau vorhanden ist und die Entwässerung nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht.
Die Bürger wurden im Juli bereits über die Planung informiert. Danach wurde die Planung noch einmal angepasst. Wenn alles wie vorgesehen läuft, sollen die Arbeiten im Herbst beginnen und bis Ende 2027 abgeschlossen sein.
Für uns ist dabei wichtig, dass solche großen Maßnahmen nicht einfach am Schreibtisch geplant werden. Wenn eine komplette Siedlung über einen längeren Zeitraum zur Baustelle wird, müssen die Menschen, die dort wohnen, vernünftig informiert und einbezogen werden, genau das ist natürlich hier auch passiert. Kosten kommen voraussichtlich auf die Bürger nicht zu.
Leerstehende Geschäfte in der Innenstadt
Ein weiteres Thema war die Frage, ob leerstehende Ladenlokale in der Innenstadt einfacher zu Wohnraum werden können.
Das finden wir grundsätzlich interessant. Wir müssen uns der Realität stellen, dass nicht jedes Ladenlokal irgendwann wieder ein Geschäft wird. Dauerhaft leere Schaufenster helfen niemandem.
Gleichzeitig wollen wir weiterhin eine Innenstadt, in der Handel und Gastronomie funktionieren. Genau deshalb muss man schauen, an welchen Stellen Geschäfte weiterhin Sinn machen und wo eine andere Nutzung inzwischen die bessere Lösung sein kann. Das passt auch zu unserer schon länger vertretenen Idee, den eigentlichen Einkaufsbereich kompakter zu machen, daher hatten wir auch den Antrag gestellt die Steinstraße als Sanierungsgebiet zu deklarieren, die Kaßstr. allerdings sehen wir als unsere Einkaufsstraße, die erhalten bleiben muss.
IC Halt für Emmerich
Ebenfalls auf der Tagesordnung stand der grenzüberschreitende Schienenverkehr und eine Interessensbekundung der Stadt für einen IC Halt in Emmerich.
Gerade durch unsere Lage direkt an der Grenze ist eine vernünftige Verbindung Richtung Niederlande und in die deutschen Ballungsräume für Emmerich natürlich interessant. Deshalb finden wir es richtig, dass Emmerich hier zumindest seinen Hut in den Ring wirft und die Möglichkeiten prüft. Dem haben wir natürlich zugestimmt.
Dorfplatz Vrasselt
Auch ein sehr praktisches Thema wurde behandelt: die Parkdauer auf dem Dorfplatz in Vrasselt.
Genau solche Themen wirken auf den ersten Blick vielleicht klein, betreffen vor Ort aber ganz konkret den Alltag. Deshalb gehören sie für uns genauso zur Ratsarbeit wie die großen Projekte. Wir haben daher einem Parkverbot für LKW in Vrasselt auf dem Dorfplatz zugestimmt.
Und natürlich ging es wieder ums Geld.
Im Haupt und Finanzausschuss lag der zweite Quartalsbericht 2026 auf dem Tisch. Gleichzeitig wurde weiter darüber gesprochen, wie die Empfehlungen der Gemeindeprüfungsanstalt umgesetzt werden können. Dabei geht es unter anderem um Jugendhilfe, Controlling, Beteiligungen der Stadt und Digitalisierung.
Das ist für uns gerade besonders wichtig. Die finanzielle Situation der Stadt ist angespannt. Sparen bedeutet für uns aber nicht automatisch, als Erstes neue oder höhere Belastungen für Bürger und Familien zu suchen.
Wir wollen genauso wissen, wo Abläufe günstiger werden können, wo Strukturen vielleicht unnötig Geld kosten und wo die Stadt selbst besser werden kann.
Geld vom Land für Emmerich
Außerdem ging es um Fördermittel aus dem NRW Infrastrukturgesetz für die Jahre 2025 bis 2036. Auch hier ist für uns entscheidend, dass Geld, das Emmerich zur Verfügung steht, sinnvoll eingesetzt wird und wir möglichst wenig Fördermöglichkeiten liegen lassen.
Genau deshalb haben wir schon im vergangenen Jahr einen Fördermittelmanager für Emmerich gefordert.
Sport und Kunstrasen
Im Haupt und Finanzausschuss ging es außerdem um zusätzliche Sportfördermittel für die Errichtung eines Ganzjahres beziehungsweise Kunstrasenplatzes.
Sportvereine leisten in Emmerich enorm viel, meistens mit sehr viel ehrenamtlicher Arbeit. Gleichzeitig müssen wir bei größeren Investitionen natürlich genau hinschauen, was sie kosten und wie sie finanziert werden.
Unser Grundsatz bleibt deshalb: Vereine unterstützen, Fördermöglichkeiten nutzen und gleichzeitig vernünftig mit dem Geld der Stadt umgehen. Wir stehen hier auch klar hinter dem Verein.
Wie geht es weiter?
Am kommenden Dienstag, 22. September, tagt der Ausschuss für Umwelt und Klima.
Dort geht es unter anderem um den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung. Das Thema wird in den nächsten Jahren für viele Hausbesitzer interessant werden. Deshalb wollen wir auch hier darauf achten, dass verständlich erklärt wird, was geplant ist und was das am Ende tatsächlich für die Menschen bedeutet.
Außerdem geht es um einen Antrag der Grünen zu sogenannten Parklets in der Innenstadt. Dabei sollen einzelne Flächen in Parkplatzgröße zeitweise zum Beispiel mit Sitzmöglichkeiten, Pflanzen oder Fahrradständern genutzt werden.
Die Verwaltung schlägt zunächst einen Test für ungefähr vier Wochen vor. Erst danach soll ausgewertet werden, wie das Ganze angenommen wird und ob eine dauerhafte Lösung überhaupt Sinn macht. Über die Kosten einer dauerhaften Umsetzung würde ebenfalls erst später gesprochen.
Für uns ist bei dem Thema wichtig, die Innenstadt insgesamt zu betrachten. Wir wollen mehr Leben und weniger Leerstand in der Stadt. Gleichzeitig haben wir uns klar für zwei Stunden kostenloses Parken ausgesprochen und wollen den Einzelhandel und die Gastronomie nicht durch weniger Erreichbarkeit zusätzlich belasten. Genau deshalb werden wir uns anschauen, wo solche Parklets überhaupt stehen sollen, wie viele Parkplätze betroffen wären und was der Versuch kostet, bevor wir uns abschließend festlegen. Unsere grundsätzliche Position zu Innenstadt und Parken haben wir bereits in unserem Programm festgehalten.
Das war jetzt etwas mehr Text als sonst. Aber genau solche Informationen möchten wir häufiger mit euch teilen.
Freut euch auch schon mal auf unseren Podcast Relaunch den wir kurzfristig machen werden.
Eure FREIE WÄHLER - Emmerich am Rhein
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