Freiheit e.V.

Wegbeschreibung Website

Freiheit e.V. Förderverein Gedenkstätte Andreasstraße
Andreasstraße 37a
99084 Erfurt

vorrübergehend
[email protected] Der Gebäude­komplex verfiel. hervor.

GRÜNDUNGSGESCHICHTE

Woher unser Name kommt
Bis die Freiheit triumphiert, ist es ein langer Weg. Das Wort »Andreas­straße« ist in Erfurt über 100 Jahre lang ein Synonym für Gefängnis. Zu DDR-Zeiten steht es außerdem stell­ver­tretend für will­kür­liche Staats­macht und Geheim­polizei. Ab 1952 ist hier die Bezirks­ver­waltung der »Stasi« unter­gebracht. Fortan teilen sich Volks­polizei und »Stasi« das Gefängnis in der Andreas­straße. Mehr als 5000 politische Häft­linge werden hier bis zum Ende der DDR inhaftiert. Doch in den Dezember­tagen des Jahres 1989 wird die Andreas­straße zum Schau­platz revolu­tionärer Veränderungen: Erfurterinnen und Erfurter besetzen die »Stasi«-Zentrale in der Andreas­straße – es ist die erste Aktion dieser Art in der DDR. Rasch folgen weitere Städte dem Erfurter Beispiel. Heute hat das Wort »Andreas­straße« seinen Schrecken verloren. Mut und Zivil­courage sind letztlich stärker gewesen als die Fesseln der Angst. Wie alles anfing
Seit 2002 stand die »Andreas­straße« leer. Als 2004 das Gerücht aufkommt, der Abriss stehe bevor, reagieren viele Bürger­innen und Bürger mit Empörung. Forderungen nach einer Gedenk­stätte werden laut. Ehemalige politische Häft­linge beginnen mit Führungen durch das Haft­gebäude. Bei der Thüringer Landes­be­auf­tragten für die Stasi­unter­lagen schließen sie sich 2005 zur »Arbeits­gemein­schaft der Zeit­zeugen« zusammen. Hieraus geht Freiheit e.V. Unser Verein gründete sich am 17. März 2007 in der kleinen Synagoge in Erfurt. Das Engagement, Besetzung des Gebäudes und Veranstaltungen für die Errichtung einer Gedenk­stätte fanden, in den teils inter­natio­nalen Medien, ein großes Echo. Dies mündete schließ­lich in eine Kooperation mit der »Stiftung Ettersberg«, welche seit 2012 Trägerin der »Gedenk- und Bildungs­stätte Andreas­straße« in Erfurt ist. Heute ist unser Verein mit seiner Geschäfts­stelle in der Gedenk- und Bildungs­stätte fest verankert. Wir organisieren all­jährlich ein Zeit­zeugen­treffen, vergeben alle zwei Jahre den Freiheits­preis, organisieren themen­bezogene Veranstaltungen und leisten mit unserer Zeit­zeugen­arbeit und Mit­glied­schaft in der UOKG einen gesell­schafts­politischen Beitrag zur Auf­arbeitung der DDR-Diktatur.

12/10/2026

Als erste Künstlerin mit DDR-Biografie hat Gabriele Stötzer den Goslarer Kaiserring bekommen. In Ihrer Dankesrede kritisierte sie die Ignoranz gegenüber ostdeutschen Positionen und appellierte an die Menschlichkeit: https://t1p.de/cu0k8

Erinnerungen, Musik und viele persönliche Begegnungen – Zeitzeugentreffen 2026Geschichte lebt von den Menschen, die sie ...
07/10/2026

Erinnerungen, Musik und viele persönliche Begegnungen – Zeitzeugentreffen 2026

Geschichte lebt von den Menschen, die sie erzählen. Das zeigte sich einmal mehr bei unserem diesjährigen Zeitzeugentreffen.

Der freie Journalist Thomas Purschke begeisterte mit seinem Vortrag „Im Fokus des DDR-Regimes: Springsteen, Cocker, Stones und Maffay – Wie die Stasi Fans von Westmusik schikanierte“. Anhand lebendiger Episoden und zahlreicher Beispiele zeigte er, wie sehr westliche Musik für viele Menschen in der DDR Ausdruck von Freiheit und Lebensgefühl war – und weshalb gerade junge Fans damit ins Visier der Staatssicherheit geraten konnten. Die Musik jener Zeit machte den Vortrag dabei nicht nur hörbar, sondern ließ auch viele persönliche Erinnerungen wieder lebendig werden.

Begrüßt wurden die Gäste vom Vereinsvorsitzenden Lorenz Pages und dem Leiter der Gedenkstätte, Dr. Voit. Besonders gefreut haben wir uns, erstmals auch Prof. Dr. Maubach, Vorsitzende der Stiftung Ettersberg, bei unserem Zeitzeugentreffen begrüßen zu können.

Gemeinsam mit Lorenz Pages enthüllte sie das neue Schild unseres Vereins – ein angemessener symbolischer Moment.

Im Anschluss blieb viel Zeit für das, was ein Zeitzeugentreffen ebenso ausmacht: persönliche Gespräche, Erinnerungen und Begegnungen.

Vielen Dank an alle Gäste und Mitwirkenden für diesen besonderen Tag.

Traditionell findet am 3.Oktober das Zeitzeugentreffen in der Gedenkstätte Andreasstraße statt. Ganz gleich, ob Mitglied...
01/10/2026

Traditionell findet am 3.Oktober das Zeitzeugentreffen in der Gedenkstätte Andreasstraße statt. Ganz gleich, ob Mitglied im Verein, ob politisch-historisch interessiert oder Opfer des SED-Regimes - ihr seid herzlich eingeladen.

12/09/2026
19/08/2026
13.August 1961 - ein einschneidendes Ereignis der deutschen Geschichte. Ein Zeitzeugenbericht von unserem Mitglied Klaus...
09/08/2026

13.August 1961 - ein einschneidendes Ereignis der deutschen Geschichte. Ein Zeitzeugenbericht von unserem Mitglied Klaus-M. von Keussler.

Interview mit Klaus-Michael von Keussler über Mauerbau, Flucht und ...

29/07/2026

Der Medientisch in der Andreasstraße - jetzt vervollständigt - eine Bereicherung für die politisch-historische Betrachtung. Die „Geschichten“ unserer Vereinsmitglieder Harald Ipolt, Dorit Bause und Gabriele Stötzer sind in dieser Medieninstallation auch zu finden.

16/07/2026

Wie der Bundestag vor kurzem berichtete, hat die SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag Evelyn Zupke am 8. Juli 2026 ihren Jahresbericht 2026 an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner übergeben. Darin stellt die Opferbeauftragte dar, wie die Verbesserungen den Betroffenen konkret zugutekommen – und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Im Interview mit dem Parlamentsfernsehen stellte Zupke etwa den bundesweiten Härtefallfonds heraus, der Opfern der SED-Diktatur zugutekommt, die rehabilitiert wurden, sich heute aber in einer wirtschaftlich bedürftigen Lage befinden. Verglichen mit Instrumenten ähnlicher Natur, habe sich der Fonds als „sehr effektiv“ erwiesen. „Seit 9. November haben wir circa eine Million Euro an circa 300 Betroffene ausgeschüttet“, so Zupke.

Ein weiterer Schwerpunkt ist das seit Juli 2025 geltende, bürokratiearme Verfahren zur Anerkennung verfolgungsbedingter Gesundheitsschäden. Bei Krankheitsbildern wie PTBS oder Angststörungen und nachgewiesener Repression (wie politische Haft oder Zersetzung) entfällt nun die Pflicht, einen direkten Kausalzusammenhang nachzuweisen.

Mit Verweis auf ihren Sonderbericht vom Januar 2026 fordert Zupke ein Dopingopfer-Unterstützungsgesetz, um ehemals minderjährigen Betroffenen Zugang zu Entschädigungen zu sichern. Zudem rückt sie Opfergruppen in den Fokus, die abseits der Staatssicherheit Repressionen erfuhren: Frauen, die wegen eines „unangepassten Lebensstils“ in geschlossenen venerologischen Stationen drangsaliert wurden, sowie als „Asoziale“ Inhaftierte.

Die Übergabe des Jahresberichts fand im Beisein des Bundestagspräsidiums in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen statt. Mario Röllig, ein Zeitzeuge, führte die Präsidiumsmitglieder durch die Gedenkstätte. Im Anschluss legten sie zusammen mit Evelyn Zupke an einem Gedenkstein im Hof einen Kranz nieder.

Den Bericht und das Interview finden Sie hier [www.tinyurl.com/sedopf2026].

Foto: E. Zupke beim 3. Bundesfrauenkongress im September 2025 in Dessau, L. Hütter

Der Junge vom Plakat zum 17.Juni … ist unser Vereinsmitglied  Ipolt.Was der 17.Juni mit seiner persönlichen Geschichte  ...
24/06/2026

Der Junge vom Plakat zum 17.Juni … ist unser Vereinsmitglied Ipolt.
Was der 17.Juni mit seiner persönlichen Geschichte zu tun hat? Das erfährt man auf dem neu in der Gedenkstätte Andreasstraße installierten Medientisch.
Weitere Vereinsmitglieder sind mit ihrer Geschichte ebenfalls dort zu finden. Dazu demnächst hier mehr …

Adresse

Andreasstraße 37a
Erfurt
99084

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