25/08/2026
🏛️ Stadtentwicklung, Hochwasserschutz und Bauen – unsere Positionen aus der Stadtverordnetenversammlung
In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung standen einige wichtige Entscheidungen für Grebenstein und unsere Stadtteile an.
Für uns als CDU-Fraktion gilt dabei: *Chancen nutzen, Entscheidungen nachvollziehbar treffen und die finanziellen Folgen im Blick behalten.*
🌧️ *Fast 2 Millionen Euro für die Entwicklung unserer Quartiere*
Wir haben der Erstellung der vier Quartierskonzepte und dem auf fünf Jahre angelegten Sanierungsmanagement zugestimmt.
Besonders wichtig ist uns, dass *Starkregen- und Hochwasserschutz in allen vier Quartieren* berücksichtigt werden. Dabei sollen quartiersbezogen Feuerwehren, Ortsbeiräte, Landwirtschaft und insbesondere die Menschen vor Ort einbezogen werden.
Denn:
*Eine Karte kann zeigen, wo Wasser theoretisch fließt. Die Menschen vor Ort wissen, wo es tatsächlich schon geflossen ist und welche Probleme dabei entstanden sind.*
Für uns ist aber auch klar: Nach fünf Jahren darf der Erfolg dieses Projektes nicht daran gemessen werden, wie viele Seiten Konzeptpapier entstanden sind.
Am Ende brauchen wir *konkrete Handlungsmöglichkeiten, klare Prioritäten und eine realistische Finanzierung.*
Die ergänzende Landesförderung für die verbleibenden 10 Prozent – rund *193.000 Euro* – ist nach unserem Kenntnisstand bereits beantragt, aber noch nicht bewilligt. Auch mögliche Investitions- und Folgekosten der später entwickelten Maßnahmen müssen deshalb von Anfang an mitgedacht werden.
*Förderung schafft finanzielle Möglichkeiten. Sie nimmt uns aber nicht die finanzielle Verantwortung ab.*
🏗️ *Riethweg: Wie viel Regulierung braucht ein Bauvorhaben?*
Bei der Bauvoranfrage am Riethweg bestand Einigkeit darüber, dass sich eine rückwärtige Bebauung städtebaulich einfügen muss. Die Beschränkung auf maximal ein Vollgeschoss ist für uns deshalb nachvollziehbar.
Die GsD wollte jedoch weitergehen – und hat mit ihrer Mehrheit zusätzliche Vorgaben von maximal *5 Metern Gesamthöhe* und einer *GRZ von 0,4* durchgesetzt.
Damit wird auch ein unterschiedlicher politischer Ansatz sichtbar:
*Die GsD möchte an dieser Stelle stärker regulieren. Wir stellen dagegen die Frage, ob jede zusätzliche Einschränkung tatsächlich erforderlich ist.*
Welchen konkreten städtebaulichen Mehrwert diese zusätzlichen Grenzen gegenüber einer weniger restriktiven Lösung bringen, blieb für uns auch nach den Beratungen fraglich.
*„Nur weil wir etwas beschränken können, heißt das noch lange nicht, dass wir es beschränken müssen.“*
Gerade mit Blick auf zukünftige Bauvorhaben ist unsere Haltung klar: Wir wollen städtebauliche Fehlentwicklungen verhindern – *aber gleichzeitig Bauen ermöglichen, wo es städtebaulich vertretbar ist.*
Beschränkungen dort, wo sie notwendig sind. *Aber nicht mehr Regulierung als erforderlich.*
🌳 *Sonnenschutz auf Spielplätzen: Erst prüfen, dann gezielt handeln*
Auch dem im Ausschuss geänderten Antrag zum Sonnenschutz auf unseren Spielplätzen haben wir zugestimmt.
Entscheidend ist für uns, dass hierfür *kein zusätzlicher paralleler Prüfprozess* geschaffen wird. Der tatsächliche Bedarf soll im Rahmen der ohnehin anstehenden Quartierskonzepte untersucht werden.
Dabei muss es nicht überall zwingend ein Sonnensegel sein. Je nach Standort können andere technische Lösungen oder langfristig auch eine natürliche Verschattung sinnvoller sein.
Für uns ist die Reihenfolge klar:
*Bedarf feststellen. Standorte priorisieren. Lösungen vergleichen. Fördermöglichkeiten prüfen.*
Denn mit dem Beschluss steht morgen noch kein Sonnensegel auf einem Spielplatz. Die Quartierskonzepte sind auf fünf Jahre angelegt – und auch hier müssen wir später wissen, welche Investitions- und Folgekosten tatsächlich auf die Stadt zukommen.
Deshalb haben wir einer *strukturierten Prüfung zugestimmt – keiner Blankozusage für spätere Investitionen.*
*Unser Maßstab*
Die drei Entscheidungen zeigen ganz unterschiedliche kommunalpolitische Themen. Unser Maßstab bleibt derselbe:
*Ermöglichen, wo es sinnvoll ist.*
*Prüfen und begrenzen, wo es notwendig ist.*
*Prioritäten setzen.*
*Und verantwortungsvoll mit den finanziellen Möglichkeiten unserer Stadt umgehen.*
Dafür steht die CDU-Fraktion Grebenstein.