Gedenkstätte Hadamar

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Gedenkstätte Hadamar Die offizielle Facebook-Seite der Gedenkstätte Hadamar Diese Verbrechen wurden von den Nationalsozialisten euphemistisch als „Euthanasie“ bezeichnet.

Zum historischen Ort:
Von 1939 bis 1945 wurden Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen systematisch verfolgt und ermordet. Die ehemalige Landesheil- und Pflegeanstalt Hadamar gehörte ab 1941 zu den insgesamt sechs Tötungsanstalten der sogenannten „Aktion T4“. Zwischen Januar und August 1941 wurden in der Gaskammer im Keller der Tötungsanstalt Hadamar mehr als 10.000 Menschen getötet. Die Leichen der Opfer wurden in zwei Krematorien eingeäschert. Ende August 1941 wurden die Gasmorde der „Aktion T4“ eingestellt. Von August 1942 bis März 1945 fungierte die Anstalt Hadamar im Rahmen der „dezentralen Euthanasie“ erneut als überregionales Tötungszentrum. In diesem Zeitraum wurden nochmals etwa 4.500 Menschen aus dem gesamten Reichsgebiet umgebracht. Sie starben an den Überdosierungen von Beruhigungsmedikamenten, die ihnen das Pflegepersonal verabreichte, gezielter Mangelernährung und medizinischer Vernachlässigung. Die Leichen der Ermordeten wurden größtenteils auf einem 1942 eingerichteten Anstaltsfriedhof in Massengräbern vergraben. Ende März 1945 wurden die Stadt und die Landesheilanstalt Hadamar von US-amerikanischen Soldaten befreit. Zur Gedenkstätte:
Heute erinnert die Gedenkstätte Hadamar an die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Sie ist Forschungseinrichtung, ein Erinnerungs- und Lernort, der das Gedenken an die Menschen, die ermordet wurden, wach hält. Den Besucherinnen und Besuchern bietet die Gedenkstätte vielfältige Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS-„Euthanasie“, des Nationalsozialismus und den sich hieraus ergebenden langfristigen Folgen und aktuellen Wirkungen. Zur Gedenkstätte gehören die ehemalige „T4“-Busgarage als Ankunftsort der Opfer, eine Dauerausstellung und der Keller mit der ehemaligen Gaskammer, dem Sezierraum sowie den Resten der Krematorien. Außerdem befindet sich der Friedhof mit den Massengräbern aus der Zeit der „dezentralen Euthanasie“ auf dem Gedenkstättenareal. 1964 wurde dort eine Gedenklandschaft eingerichtet. Unsere Social Media Guidelines mit Netiquette:
https://www.gedenkstaette-hadamar.de/social-media-guidelines/

29/10/2026

Der Leipziger Kinderarzt Prof. Dr. Werner Catel war als „Gutachter“ einer der Hauptverantwortlichen bei der Umsetzung der sogenannten „Kinder-Euthanasie“.
Im Rahmen dieses staatlichen Mordprogramms wurden zwischen 1939 und 1945 etwa 10.000 Kinder und Jugendliche, die als „behindert“ oder „krank“ galten, planmäßig getötet.

Den ganzen Vortrag von Dr. Karsten Wilke gibt es auf unserem YouTube-Kanal: https://youtu.be/aOCD0aAKgQM

Portrait Werner Catel: Karl-Sudhoff-Institut, Porträtsammlung, E 7512

Veranstaltungshinweis!Wie wird aus einem Ort der NS-„Euthanasie“-Verbrechen ein Gedenk- und Lernort? Und wie kann die Er...
26/10/2026

Veranstaltungshinweis!
Wie wird aus einem Ort der NS-„Euthanasie“-Verbrechen ein Gedenk- und Lernort? Und wie kann die Erinnerung an die Verfolgten und Ermordeten für die Zukunft bewahrt werden?

Diesen Fragen widmet sich unsere Kollegin Lisa Caspari bei ihrem Vortrag in zur Geschichte der „Kinderfachabteilung“ Kalmenhof diesen Mittwoch in Kassel!

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Erinnern an Opfer der NS-"Kindereuthanasie“ – Ausstellung beim LWV ...
29/09/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Erinnern an Opfer der NS-"Kindereuthanasie“ – Ausstellung beim LWV Hessen in Kassel

Der Träger der Gedenkstätte – der LWVHessen – eröffnet diesen Donnerstag die Ausstellung „Im Gedenken der Kinder“ mit einem spannenden Vortrag von Prof. Dr. Maike Rotzoll aus Marburg zum Thema "Kinder als Opfer der Patient:innenmorde im Nationalsozialismus".

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. November in Kassel zu sehen. Am 28. Oktober spricht unsere Kollegin Lisa Caspari zu „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – die Geschichte der „Kinderfachabteilung“ Kalmenhof und die Entwicklung eines Gedenk- und Lernortes“. Am 11. November wird Prof. Dr. Jan Erik Schulte – Leiter der Gedenkstätte – einen Vortrag zum Thema „Von der ‚Euthanasie‘ zum Holocaust? – Brüche und Kontinuitäten; zum Verhältnis zweier nationalsozialistischer Massenverbrechen“ halten.

[💡 Der gleiche Text einfacher]
Erinnern an die Opfer der NS-Kinder-„Euthanasie“ – Ausstellung beim LWV Hessen in Kassel

Der LWV Hessen zeigt eine neue Ausstellung.
Die Ausstellung erinnert an Kinder.
Die Kinder wurden in der Nazi-Zeit getötet.
Die Ausstellung heißt „Im Gedenken der Kinder“.
Am Donnerstag startet die Ausstellung.

Infos zur Ausstellung gibt es im Internet:
https://www.lwv-hessen.de/lwv-politik/aktuelles/detailansicht.html?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=856&cHash=132a29b9957d7a355dcdb47ea664d023

28/09/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
„Über viele Jahre hat sich der Verein ‚Weilburg erinnert‘ für die Auseinandersetzung mit der lokalen Geschichte engagiert. Entstanden ist ein besonderer Ort für die Erinnerungs- und Gedenkarbeit in Hessen.“*

Die frühere Landesheilanstalt Weilmünster war ein zentraler Tatort der nationalsozialistischen Krankenmorde in Hessen. Zwischen 1939 und 1945 wurden dort mehrere tausend Menschen mit psychischer Erkrankung sowie körperlicher oder geistiger Behinderung entrechtet, vernachlässigt und getötet. Viele von ihnen wurden in Weilmünster selbst ermordet. Etwa 3.000 wurden in die Tötungsanstalt Hadamar deportiert und dort ermordet.

Letzten Montag wurde in Weilmünster ein Lern- und Erinnerungsort eröffnet. Jeden ersten Samstag im Monat von 14:00 bis 18:00 Uhr ist die neue Dauerausstellung für alle geöffnet. Für (Schul)gruppen bieten die Kolleg:innen ein spannendes Angebot mit Rundgängen, Workshops und Studientagen an.

https://www.erinnerungsort-weilmuenster.de/

Wir freuen uns, dass wir bei der Eröffnungsfeier am Montag dabei waren und Sebastian Schönemann für die Gedenkstätte ein Grußwort sprechen konnte.
Wir gratulieren dem Lern- und Erinnerungsort Weilmünster zur Eröffnung und wünschen viel Erfolg und Zuspruch für die Bildungsarbeit in den neuen Räumlichkeiten!

*Zitat: Dr. Sebastian Schönemann, Leiter Wissenschaft und Ausstellung und Stellvertretender Leiter der Gedenkstätte, bei der Eröffnungsfeier am Montag in Weilmünster.

[💡 Der gleiche Text einfacher]
Die frühere Landes·heil·anstalt Weilmünster war ein Tat·ort der Nazi·zeit.
Dort haben die N***s viele Menschen getötet.
Die Morde geschahen von 1939 bis 1945.

Die Menschen hatten eine psychische Krankheit.
Oder sie hatten eine körperliche Behinderung.
Oder sie hatten eine geistige Behinderung.

Die Menschen bekamen sehr wenig Hilfe und Pflege.
Viele Menschen starben in Weilmünster.

Etwa 3.000 Menschen wurden nach Hadamar gebracht.
Das geschah mit Zwang.
Hadamar war eine Tötungs·anstalt.
Auch dort wurden die Menschen getötet.

Am Montag wurde in Weilmünster ein Lern·ort und Erinnerungs·ort eröffnet.
Nun können Menschen vor Ort etwas über die Geschichte lernen.
Und sie können an die Opfer denken.

Es gibt dort eine feste Ausstellung.
Die Ausstellung ist an jedem ersten Samstag im Monat geöffnet.

Die Öffnungs·zeit ist von 14 Uhr bis 18 Uhr.

Auch Gruppen aus Schulen können den Ort besuchen.
Mehr Infos gibt es auf dieser Internet·seite:
https://www.erinnerungsort-weilmuenster.de/
Die Seite ist in schwerer Sprache.

Wir waren am Montag bei der Feier zur Eröffnung dabei.
Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Wir wünschen dem Lern·ort und Erinnerungs·ort Weilmünster alles Gute.
Wir wünschen dem Team viele Besucher.

Lern- und Erinnerungsort Weilmünster NS-Euthanasie erinnern – Verantwortung übernehmen​ Ein Ort gegen das Vergessen​ Die frühere Landesheilanstalt Weilmünster war ein zentraler Tatort der nationalsozialistischen Krankenmorde in Hessen. Zwischen 1939 und 1945 wurden hier mehrere tausend Men...

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinit...
16/09/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen fordert eine rechtliche Absicherung durch Bund und Länder, um die kritische und unabhängige Gedenkstättenarbeit in Sachsen-Anhalt zu schützen. Dazu hat sie folgende Stellungnahme veröffentlicht:

Stellungnahme zum Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei eine Landtagswahl gewonnen. Zwar erreichte die AfD in Sachsen-Anhalt nicht die absolute Mehrheit, nach aktuellem Stand wird sie aber den Ministerpräsidenten stellen und an der Regierung beteiligt sein. Das hat weitreichende Folgen für die Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen sowie für alle engagierten Menschen vor Ort, die nicht in das Weltbild der AfD passen.

Schon im August 2026 machte die AfD mit ihrem Antrag zur Neuausrichtung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes klar, dass sie die Erinnerungskultur, und dabei insbesondere das Gedenken an die Zeit des Nationalsozialismus und der SED-Diktatur, zu Gunsten einer Fokussierung auf einen positiven deutschen Geschichts- und Heimatbegriff umbauen möchte. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Was bisher stets als zum Teil verbale Ausrutscher einzelner Parteifunktionäre weggeredet wurde, wird mit dem Antrag nun erstmals von der Bundespartei veröffentlicht. Die AfD macht damit auf Bundesebene deutlich, was aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt bereits bekannt ist. Sie will ein völkisches Geschichtsbild etablieren und die NS-Verbrechen durch die Einbettung in eine vermeintlich multiperspektivische Geschichtserzählung relativieren.

Diese Entwicklung ist mit Blick auf den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt besorgniserregend. Die AfD und ihre Sympathisanten treten mit steigenden Wahlerfolgen lokal wie überregional immer lauter auf und stellen das Gedenken an die Opfer der Verbrechen des NS-Regimes zunehmend öffentlich infrage – in Parlamenten, im gesellschaftlichen Diskurs, aber eben auch in den Gedenkstätten vor Ort. In Sachsen-Anhalt schlug die Landtagsfraktion der AfD 2017 die Einrichtung einer Gedenkstätte für die Opfer der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg vor.

Ungeachtet des individuellen Leids der deutschen Opfer geht damit eine Relativierung der beispiellosen NS-Verbrechen einher.

Mit dem Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt wird der Druck auf die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, die einzelnen Gedenkstätten, Demokratie- und Geschichtsvereine vor Ort sowie Erinnerungsinitiativen größer. Bereits 2017 hat die sachsen-anhaltinische AfD beabsichtigt, die landeseigene Gedenkstättenstiftung aufzulösen. Es ist zu befürchten, dass dieses Vorhaben umgesetzt wird, wenn die AfD die Landesregierung stellt. Auch einen Umbau der Landeszentrale für politische Bildung hatte die Partei bereits ins Spiel gebracht. Die AfD greift damit die Grundpfeiler der historisch-politischen Bildung in Deutschland an.

Eine offene, demokratische und pluralistische Gesellschaft braucht historisch-politische Bildung, sie braucht ein umfassendes, differenziertes Geschichtsverständnis und Gedenkstätten als authentische Orte der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen steht fest an der Seite der Kolleginnen und Kollegen in Sachsen-Anhalt. Sie unterstützt die Forderung nach einer rechtlichen Absicherung durch Bund und Länder, um die kritische und unabhängige Gedenkstättenarbeit in Sachsen-Anhalt zu schützen.

Für den Sprecherinnen- und Sprecherrat

Thomas Altmeyer, Dr. Ann Katrin Düben, Dr. Katherine Lukat, Judith Sucher

[💡 Der gleiche Text einfacher]
Was bedeutet das Wahl·Ergebnis der Land·tags·wahl in Sachsen-Anhalt für die Gedenk·stätten?

Die AFD hat in Sachsen-Anhalt die Wahl gewonnen.
Die AFD in Sachsen-Anhalt ist eine rechts·extreme Partei.
Das hat der Verfassungs·schutz gesagt.

Zum ersten Mal hat eine rechts·extreme Partei eine Land·tags·wahl in Deutschland gewonnen.
Wahrscheinlich gibt es deswegen einen Ministerpräsidenten von der AFD.
Der Minister·präsident leitet die Regierung.

Das Ergebnis der Wahl bereitet Sorgen.
Wegen dem Sieg bei der Wahl treten die AFD und ihre Anhänger immer lauter auf.
In Sachsen-Anhalt und in ganz Deutschland.

Die AfD hat auch Ideen, wie Gedenken und Erinnerung aussehen soll.

Das hat große Folgen für Gedenk·stätten und Gruppen, denen Erinnerung wichtig ist.
Und für Menschen, die dort arbeiten oder mithelfen.
Diese Menschen setzen sich für eine offene und demo·kratische Gesellschaft ein.
Deshalb mag die AFD diese Menschen nicht.

Was plant die AFD zum Thema Gedenken und Erinnerung?

Im August 2026 stellte die AfD einen Antrag.
Sie möchte die Arbeit von Gedenkstätten verändern.

Die AfD möchte den Blick auf eine positive deutsche Geschichte und auf Heimat richten:
Die AfD möchte ein völkisches Geschichts·bild stärken.
Völkisch bedeutet hier: eine Vorstellung von einem Volk als Gemeinschaft mit gleicher Herkunft.
Die AFD findet: Menschen aus anderen Ländern, gehören nicht dazu.

Die AfD möchte damit auch die Verbrechen der Nazi-Zeit anders darstellen.
Sie möchte verschiedene Sicht·weisen auf die Geschichte verbinden.
Das kann bedeuten: die Verbrechen der Nazi-Zeit erscheinen weniger schlimm.

Die AfD sagt: müssen wir wirklich so viel über die Opfer der Nazi-Zeit reden?
Das sagen sie in der Politik.
Das sagen sie auch in der Zeitung, im Fernsehen und im Internet

Was bedeutet das für die Arbeit in den Gedenk·stätten?
Alle Gedenk·stätten in Sachsen-Anhalt gehören zu einer Organisation.
2017 wollte die AFD diese Organisation schließen.
Wenn die AFD jetzt regiert kann sie das machen.

Die Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt haben jetzt Angst.
Sie haben Angst ihre Arbeit nicht mehr weiter machen können.
Das gilt auch für Vereine und Gruppen die an die Nazi-Zeit erinnern.
Wir haben auch Angst, dass das passiert.

Warum sind Gedenk·stätten wichtig?
Menschen brauchen Wissen über die Geschichte und Politik.
Das ist wichtig für Demokratie.
Gedenkstätten können helfen, dieses Wissen zu verbreiten.
Hier können Menschen über die Vergangenheit lernen.
Und hier können Menschen über die Bedeutung der Geschichte für die Gesellschaft sprechen.

Was sagen die Gedenk·stätten aus Hessen?
Wir finden die Arbeit der Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt wichtig.
Wir stehen fest an der Seite der Menschen die in den Gedenkstätten arbeiten.
Es sind unsere Kolleginnen und Kollegen.

Wir wollen: Die Arbeit der Gedenkstätten muss geschützt werden.
Dazu muss es ein Gesetz für ganz Deutschland geben.
Ein solches Gesetz kann dafür sorgen, dass die Gedenk-Stätten kritisch und frei arbeiten können.
Kritisch bedeutet: Menschen dürfen Fragen stellen
und verschiedene Meinung besprechen.
Frei bedeutet: Gedenk·stätten können unabhängig arbeiten.

Für die Gedenk·stätten in Hessen

Thomas Altmeyer, Dr. Ann Katrin Düben, Dr. Katherine Lukat, Judith Sucher

Aktives Museum Spiegelgasse für deutsch-jüdische Geschichte in Wiesbaden

Arbeitskreis ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V.

Muna-Museum Grebenhain

Jüdisches Museum Frankfurt / Museum Judengasse

Synagoge Vöhl

Stiftung Adam von Trott, Imshausen e.V.

Alte Synagoge Rüsselsheim

Gedenkstätte Breitenau

Fritz Bauer Institut

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.

Weilburg erinnert e. V.

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Am vergangenen Freitag haben wir gemeinsam mit der Stadt Hadamar un...
10/09/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Am vergangenen Freitag haben wir gemeinsam mit der Stadt Hadamar und dem Verein zur Förderung der Gedenkstätte Hadamar e. V. zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Über 65 Menschen aus Hadamar und der näheren Umgebung nutzten die Gelegenheit, die Gedenkstätte kennenzulernen, an Rundgängen teilzunehmen und Einblicke hinter die Kulissen zu erhalten.

Viele Besucherinnen und Besucher waren zum ersten Mal bei uns. Gerade das offene Format ermöglichte einen niedrigschwelligen Zugang – ohne Anmeldung und mit der Möglichkeit, flexibel zwischen verschiedenen Programmpunkten zu wechseln.

Im Mittelpunkt standen die Geschichte der NS-„Euthanasie“ in Hadamar, das Verhältnis von Stadt und Anstalt sowie die Zukunft der Gedenkstätte. Großes Interesse gab es auch an der geplanten Neugestaltung: Das historische Gebäude wird in den kommenden Jahren denkmalgerecht saniert, die Dauerausstellung vollständig neu gestaltet.

Vielen Dank an alle, die gekommen sind, Fragen gestellt und mit uns über die Geschichte und Zukunft dieses Ortes gesprochen haben.

[💡 Der gleiche Text einfacher]
Am Freitag gab es einen Tag der offenen Tür.
Die Stadt Hadamar hat dazu eingeladen.
Auch der Verein zur Förderung der Gedenk·stätte Hadamar hat eingeladen.

Mehr als 65 Menschen aus Hadamar und der Nähe kamen.
Sie lernten die Gedenk·stätte kennen.
Sie nahmen an Rund·gängen teil.
Sie konnten auch sehen was in der Gedenk·stätte heute gearbeitet wird.

Viele Gäste waren zum ersten Mal bei uns.
Die Gäste konnten frei wählen, was sie machen wollten.
Sie konnten zwischen den Teilen des Tages wechseln.

Ein Thema war die Nazi-Zeit in Hadamar.

Dabei ging es um die Nazi-Morde an kranken und behinderten Menschen.
Auch die Stadt Hadamar und die Anstalt waren ein Thema.

Ein weiteres Thema war die Zukunft der Gedenk·stätte.
Viele Gäste zeigten großes Interesse an der neuen Gestaltung.
Das alte Haus wird in den nächsten Jahren saniert.
Das heißt: Fachleute machen das Haus wieder sicher und gut.

Dabei bleibt der Wert des alten Hauses erhalten.
Das heißt: das Haus sieht noch aus wie früher. Es ist aber repariert.

Auch die Ausstellung wird neu gemacht.
Sie zeigt die Geschichte der Gedenk·stätte.

Wir danken allen Gästen für ihren Besuch
und für die vielen Fragen.

Viele Menschen haben mit uns über die Geschichte des Ortes gesprochen.
Auch über die Zukunft des Ortes haben wir gesprochen.
Das hat uns sehr gefreut.


oblik Architekten Ritz & Losacker GmbH

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsor...
05/09/2026

[💡 Unten gibt es den Text auch in Einfacher Sprache.]
Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck.

Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht.

Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären.

Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.


[💡 Der gleiche Text einfacher]
Es werden Parteien und Politiker gewählt.
Diese treffen viele Entscheidungen.
Deswegen sind diese Wahlen wichtig.

Sie sind auch wichtig für Gedenk·Stätten.
Gedenk·Stätten sind wichtig für unsere Demokratie.
Demokratie heißt:
Alle Menschen dürfen mitreden.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.

Gedenk·Stätten erinnern an eine Zeit,
in der es in Deutschland keine Demokratie gab.

Sie zeigen:
Das waren die Folgen von dieser Zeit.
Zum Beispiel für Menschen,
die verfolgt oder ermordet wurden.

Gedenk·Stätten arbeiten mit Fakten.
Fakten heißt:
Die Geschichte ist wahr.
Es gibt Beweise dafür.

Gedenk·Stätten wollen damit erreichen:
Menschen sollen über die Geschichte nachdenken.
Sie sollen Fragen stellen.
Sie sollen die Geschichte genau prüfen.
Und sie sollen sich eine eigene Meinung bilden.

Es gibt Menschen und Gruppen,
die nicht an diese Geschichte erinnern wollen.

Sie wollen eine andere Geschichte über Deutschland erzählen.
Diese Gruppen sehen die Arbeit von Gedenk·Stätten als Gefahr.

Das sind zum Beispiel rechts·extreme Gruppen.
Rechts·extreme Gruppen glauben:
Nicht alle Menschen sind gleich viel wert.

Gedenk·Stätten sagen dagegen:
Alle Menschen sind gleich viel wert.
Menschen·Rechte gelten.

Inhalt der Bilder:
Inklusion ist gefährlich…
…, für alle, die kranke und behinderte Menschen ausgrenzen wollen.
Gedenkstätten arbeiten mit Menschen mit Behinderungen zusammen.
Sie wollen gemeinsam Angebote entwickeln.

Adresse

Mönchberg 11
Hadamar
65589

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Dienstag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 16:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 13:00
Samstag 12:30 - 17:00
Sonntag 12:30 - 17:00

Telefon

+4964339184501

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