30/09/2026
„Herr Reinke: Geben Sie Ihre Ratsmandat ab - jetzt!“ Mit dieser Forderung tritt Jörg Klepper, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion Hagen, seinem ehemaligen Fraktionskollegen entgegen. „Ersparen Sie dem Rat unnötige Personalrochaden im Jugendhilfeausschuss“, so der Fraktionschef.
„Detlef Reinke hat erkennbar mit dem Kapitel „christdemokratische Politik“ abgeschlossen und alle Verbindungen gekappt. Umso merkwürdiger mutet an, wie er an einer Funktion klebt, die er allein auf CDU-Vorschlag verliehen bekam: am Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses.“
Der Vorgang hat eine pikante Vorgeschichte: Reinke war Ende November 2025 kurz vor der konstituierenden Sitzung des Ausschusses aus der CDU-Fraktion ausgetreten und hatte sich wenige Minuten später – auf den CDU-Vorschlag stützend – zum stellvertretenden Vorsitzenden wählen lassen. „Er hat uns spätestens zu diesem Zeitpunkt arglistig getäuscht“, wie Klepper die Empörung in seiner Fraktion erklärt. „Ohne uns wäre er nie stellvertretender Ausschussvorsitzender geworden. Deshalb haben wir ihn kurze Zeit später durch ein anderes Mitglied umbesetzt." Das war rechtlich nicht möglich. Eine sondergesetzliche Regelung schützt JHA-Mitglieder für die Dauer der Wahlperiode vor Einflüssen aus der eigenen Fraktion, „nicht aber vor negativen Folgen eines Fraktionswechsels“, wie Klepper richtigstellt. „Insofern mag Reinkes Vorgehen formaljuristisch so legal sein wie ein Steuerschlupfloch, politisch legitim ist es aus Sicht vieler Menschen nicht. Der sinnvollste Weg, dieses Spiel zu beenden, besteht in der Niederlegung des Ratsmandats durch den Haldener Ratsherrn.“
Mehr dazu, wie es weitergeht, findet sich unter: https://www.cdu-fraktion-hagen.de/artikel/cdu-fordert-reinkes-mandatsverzicht