Mitten unter uns

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Mitten unter uns Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte hat anlässlich der Befreiung Hamburgs von der nationalsozialistischen Diktatur am 3. Mai 1945 beschlossen, vom 20.

April bis zum 8. Mai 2020 die Woche des Gedenkens unter dem Titel »Mitten unter uns« zu initiieren.

Ein Gedenkstein am Altonaer Bahnhof erinnert an ein Verbrechen, das ganz Hamburg betrifft.Am 28. und 29. Oktober 1938 wu...
28/10/2026

Ein Gedenkstein am Altonaer Bahnhof erinnert an ein Verbrechen, das ganz Hamburg betrifft.

Am 28. und 29. Oktober 1938 wurden rund 1.000 jüdische Menschen mit polnischer Staatsangehörigkeit aus Hamburg gewaltsam nach Polen deportiert. Die Polizei verhaftete sie, brachte sie zum Altonaer Bahnhof und transportierte sie von dort zur polnischen Grenze.

Die nationalsozialistischen Behörden bezeichneten diese reichsweite Massenabschiebung als „Polenaktion“. Es waren insgesamt etwa 17.000 Menschen betroffen.

Viele der Vertriebenen mussten im Grenzort Zbąszyń unter katastrophalen Bedingungen ausharren. Für zahlreiche Menschen war die Vertreibung der Beginn eines weiteren Verfolgungswegs, der später mit ihrer Ermordung endete.

Auf Veranlassung der Bezirksversammlung Altona wurde 1987 der Gedenkstein errichtet. Er macht den Bahnhof als Ausgangspunkt der Deportationen sichtbar und erinnert an die Menschen, die von hier verschleppt wurden.

Die Geschichte der Verfolgung verbindet die Stadtteile. Der Blick nach Altona gehört deshalb zur Auseinandersetzung mit Hamburgs gemeinsamer Geschichte und zur Erinnerung an seine verfolgten jüdischen Einwohner*innen.

📍 Gedenkstein am Bahnhof Altona
Ausgang Museumstraße / Paul-Nevermann-Platz

08/10/2026

Im Wichernsweg führt der Weg hinab in einen Luftschutzbunker von 1940/41. Seine vier schmalen Betonröhren boten Platz für insgesamt 200 Menschen. Die Bedingungen waren einfach: spärliche Beleuchtung, Trockentoiletten und eine von Hand betriebene Lüftung. Schutz bot der Bunker vor Bombensplittern und herabfallenden Trümmern, jedoch nicht vor direkten Bombentreffern.

Seit 1997 macht das vom Stadtteilarchiv Hamm betreute Museum diesen historischen Ort zugänglich. Die Ausstellung beschäftigt sich mit dem Luftschutz, der Zerstörung von Hamm und Hammerbrook im Juli 1943 und den Luftangriffen auf London.

Persönliche Gegenstände, Dokumente und Zeitzeug*innenberichte erzählen davon, was der Krieg für die Menschen bedeutete. Durch Hitze verformte Glasflaschen, Luftschutzgepäck, Wolldecken und Bombensplitter machen die Folgen der Angriffe greifbar.

Der erhaltene Bunker und die historischen Objekte sind zugleich Mahnung. Sie erinnern an das Leid und die Zerstörung durch den Krieg und daran, wie wichtig es ist, Frieden zu bewahren.

📍 Bunkermuseum Hamburg
Wichernsweg 16, Hamburg-Hamm
🕑 donnerstatgs von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet

Eintritt: Erwachsene 3€, Kinder 1,5€




Weitere Informationen zum Besuch und zu Führungen: hh-hamm.de/bunkermuseum/

Mahnmal „Hier + Jetzt“ – den Opfern nationalsozialistischer Justiz in HamburgAm Sievekingplatz erinnert das Mahnmal von ...
24/09/2026

Mahnmal „Hier + Jetzt“ – den Opfern nationalsozialistischer Justiz in Hamburg

Am Sievekingplatz erinnert das Mahnmal von Gloria Friedmann an Menschen, die durch die NS-Justiz verfolgt und ermordet wurden. Zu ihnen gehörten Kommunistinnen, Sozialdemokratinnen, weitere politische Gegnerinnen und Widerstandsgruppen ebenso wie Homosexuelle, Zeuginnen Jehovas und Menschen, die wegen sogenannter „Rassenschande“ verfolgt wurden.
Während des Krieges waren insbesondere auch ausländische Zwangsarbeiter*innen betroffen.

Nach jahrelangen Forderungen des Hamburger Richtervereins wurde das Mahnmal am 1. Oktober 1997 eingeweiht. Seine ursprünglich vielfältige Bepflanzung sollte unterschiedliche Kulturen, Religionen, soziale Milieus und Nationen symbolisieren.

Nun wird das Mahnmal nach umfassender Restaurierung wiedereröffnet. In den vergangenen Jahren hatte das Mahnmal erhebliche Schäden erlitten. Besonders die großformatige Fotografie Hamburgs war verblasst und teilweise zerstört.

Zur Wiedereröffnung sprechen die Künstlerin Gloria Friedmann, Kultursenator Dr. Carsten Brosda und Justizsenatorin Anna Gallina.

📅 Freitag, 9. Oktober 2026, 17:30 Uhr
📍 Sievekingplatz, vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht

hamburg


Die Wiedereröffnung bietet Gelegenheit, den Gedenkort kennenzulernen und sich mit der Verantwortung der Hamburger Justiz im Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.

+++ Veranstaltungshinweis: Erinnern an die Kinder von Rothenburgsort +++Am Sonntag, 20. September 2026, finden in Rothen...
18/09/2026

+++ Veranstaltungshinweis: Erinnern an die Kinder von Rothenburgsort +++

Am Sonntag, 20. September 2026, finden in Rothenburgsort ein Gottesdienst und eine Gedenkveranstaltung für die ermordeten Kinder des ehemaligen Kinderkrankenhauses statt.

Im Rahmen der nationalsozialistischen „Euthanasie“ wurden dort Kinder vor allem von Ärztinnen getötet – von Menschen, denen ihre Familien vertrauten und von denen sie Hilfe und Heilung erhofften.

In diesem Jahr ist der Erfahrungsbericht von Gudrun Williams zu hören. Ihre Schwester Brunhild Stobbe war erst sieben Monate alt, als sie ermordet wurde. Der Bericht vermittelt eine persönliche Perspektive auf die Geschichte und die Erfahrungen der Angehörigen.

Die Organistin Olga Ordinartseva und der Posaunist Johann Ruwolt begleiten den Gottesdienst und das anschließende Gedenken musikalisch.

📅 Sonntag, 20. September 2026
🕙 10 Uhr: Gottesdienst in St. Thomas, Vierländer Damm 1; 11:15/11:30 Uhr: Gedenken am Mahnmal, Marckmannstraße 129, vor dem heutigen Institut für Hygiene und Umwelt

Danach ist im nahe gelegenen Nachbarschaftstreff der BGFG ein gemeinsamer Ausklang mit einer kleinen Erfrischung und Gelegenheit zum Austausch geplant.
Die Veranstaltenden laden dazu ein, der Kinder zu gedenken und ihr kurzes Leben zu würdigen.
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Nationalsozialismus und Holocaust als Thema im Sachunterricht der GrundschuleWie lässt sich mit Grundschulkindern sensib...
17/09/2026

Nationalsozialismus und Holocaust als Thema im Sachunterricht der Grundschule

Wie lässt sich mit Grundschulkindern sensibel über Nationalsozialismus und Holocaust sprechen? Welche Geschichten, Bücher und Orte können einen altersgerechten Zugang eröffnen?

Ein Workshop von Karen Weddehage und Nina Weißenborn (Universität Hamburg) stellt verschiedene Möglichkeiten vor. Über Kinderbücher, Erinnerungs- und Gedenkorte sowie biografische und lokalgeschichtliche Ansätze.

Am Beispiel der Geschichte der 20 jüdischen Kinder vom Bullenhuser Damm, die am 20. April 1945 in Hamburg ermordet wurden, wird gezeigt, wie historische Ereignisse und die Erinnerung daran für Kinder zugänglich und verständlich vermittelt werden können.

Der Workshop findet in Kooperation mit Kinder vom Bullenhuser Damm e. V. und dem Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung in Schulen (LI) statt.

📅 12. November 2026
🕓 16:00–19:00 Uhr
📍 Universität Hamburg, Von-Melle-Park 8, Raum 020

✉️ Anmeldung: [email protected] oder über das TIS des Landesinstituts.

04/09/2026

Auf der Elbinsel Kaltehofe erinnert ein Mahnmal an Menschen, die während des Nationalsozialismus bei den damaligen Hamburger Wasserwerken Zwangsarbeit leisten mussten.

Unter ihnen befanden sich zahlreiche Kriegsgefangene, insbesondere italienische Militärinternierte. Auch 200 Häftlinge aus den Außenlagern Dessauer Ufer und Fuhlsbüttel des KZ Neuengamme wurden auf Kaltehofe zur Arbeit gezwungen. Im Inneren des 2016 errichteten Mahnmals sind die bekannten Namen von 139 italienischen Zwangsarbeitern festgehalten.

Holger Artus erklärt die Geschichte des Ortes und des Mahnmals.

+++ Am Dienstag, dem 8. September 2026, erinnert die „Projektgruppe italienische Militärinternierte Hamburg“ wieder mit verschiedenen Aktivitäten an diese NS-Opfergruppe unter den Zwangsarbeiter*innen.
Zusammen mit der Unternehmensleitung und Beschäftigten, der Stiftung Wasserkunst Kaltehofe, dem Italienischen Kulturinstitut und weiteren Gästen werden am Dienstag, den 8. Sptember 2026 Blumen am Mahnmal niedergelegt. +++

📆 Dienstag, 8. September 2026
🕑 12:00 Uhr
📍 Mahnmal Elbinsel Kaltehofe

Es wird herzlich dazu eingeladen, gemeinsam zu erinnern und der Opfer zu gedenken.

Erinnerungskultur in Hamburg – Vergangenheit verstehen, Demokratie stärken Bildungsurlaub: Erinnerungskultur in Hamburg0...
29/08/2026

Erinnerungskultur in Hamburg – Vergangenheit verstehen, Demokratie stärken

Bildungsurlaub: Erinnerungskultur in Hamburg
09.–13. November 2026

Welche Rolle spielt Erinnerungskultur für unsere Demokratie?
Ein fünftägiger Bildungsurlaub führt zu zentralen Erinnerungsorten in Hamburg und beschäftigt sich mit Nationalsozialismus, kolonialer Vergangenheit und rechter Gewalt nach 1945.

In Hamburg-Mitte geht es unter anderem zur Gedenkstätte Bullenhuser Damm und zum Geschichtsort Stadthaus, thematisiert werden auch die Erinnerungsorte denk.mal Hannoverscher Bahnhof und Fruchtschuppen C in der HafenCity.

Als Expertinnen mit dabei sind u. a. Dr. Christiane Heß und Dr. Kristina Vagt von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen und Dr. Anna von Villiez, Leiterin der Gedenk- und Bildungsstätte Israelitische Töchterschule und Antisemitismusbeauftragte der Stadt Hamburg.

Geleitet wird der Kurs von Nicole Mattern, Kuratorin der Woche des Gedenkens Hamburg-Mitte.

📅 09.–13. November 2026
➡️ Anmeldung über die Hamburger Volkshochschule unter dem Suchbegriff Erinnerungskultur oder über den folgenden Link:

Anmeldung: https://www.vhs-hamburg.de/kurs/bildungsurlaub-erinnerungskultur-in-hamburg-vergangenheit-verstehen-demokratie-starken/401293

.memorial

Am 22. August erinnern wir an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân, die 1980 Opfer eines rassistischen Brandanschlags in Hamb...
22/08/2026

Am 22. August erinnern wir an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân, die 1980 Opfer eines rassistischen Brandanschlags in Hamburg-Billbrook wurden.

Die beiden jungen Männer waren aus dem vom Krieg gezeichneten Vietnam geflohen und hatten in Hamburg Schutz gesucht. Der 22-jährige Nguyễn Ngọc Châu wurde im Südchinesischen Meer von der „Cap Anamur“ gerettet und kam im April 1980 nach Hamburg. Der 18-jährige Đỗ Anh Lân hatte eine zweijährige Flucht hinter sich. Seine Familie hatte dafür ihre Ersparnisse aufgebracht. Lân hoffte darauf, seine Angehörigen später nach Deutschland nachholen zu können.

In Hamburg lebten Châu und Lân gemeinsam in einer Unterkunft für Geflüchtete in der Halskestraße. Gisela und Heribert von Goldammer begleiteten und unterstützten die beiden ehrenamtlich. Sie standen auch mit Lâns Mutter Đỗ Mui in Kontakt.

In der Nacht zum 22. August 1980 warfen Mitglieder der rechtsterroristischen „Deutschen Aktionsgruppen“ einen Brandsatz in das Zimmer, in dem Châu und Lân schliefen. Nguyễn Ngọc Châu starb noch am selben Tag an seinen schweren Verbrennungen. Đỗ Anh Lân erlag neun Tage später seinen Verletzungen. Als seine Mutter schließlich nach Deutschland einreisen durfte, war ihr Sohn bereits tot.

Mehr als drei Jahrzehnte erinnerte am Ort des Anschlags nichts an die beiden Ermordeten. Erst durch das Engagement von Angehörigen, Überlebenden und einer Initiative wurde ihre Geschichte wieder stärker in das öffentliche Gedächtnis Hamburgs gerückt. Seit 2020 erinnert auf dem Öjendorfer Friedhof ein Denkmal an Châu und Lân. 2024 wurde zudem ein Teil der Halskestraße nach ihnen benannt.

Heute, am Jahrestag des Anschlags, erinnern wir an Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân – an ihr Leben, ihre Hoffnungen und an die tödlichen Folgen von Rassismus und rechter Gewalt. Ihre Namen und ihre Geschichten dürfen niemals vergessen werden.
chau.lan

Mitten in Hammerbrook befand sich von November 1944 bis April 1945 eines der größten Hamburger Außenlager des KZ Neuenga...
15/08/2026

Mitten in Hammerbrook befand sich von November 1944 bis April 1945 eines der größten Hamburger Außenlager des KZ Neuengamme. Rund 2.000 Männer unterschiedlicher Nationalitäten waren hier unter katastrophalen Bedingungen in einer ehemaligen Tabakfabrik untergebracht.

Die Häftlinge mussten an verschiedenen Orten in Hamburg Zwangsarbeit leisten. Sie beseitigten Trümmer, bargen Leichen, entschärften Bomben und reparierten zerstörte Gleisanlagen. Mindestens 800 Menschen verloren während der wenigen Monate ihr Leben.

Lange blieb die Geschichte des Ortes im Stadtbild nahezu unsichtbar. Heute erinnern Gedenktafeln und eine Ausstellung im Gebäude an das ehemalige Außenlager. Seit 2025 befindet sich vor dem Gebäude zudem eine Stolperschwelle, die an die hier inhaftierten Menschen erinnert.

Quellen:
- https://gedenkstaetten-in-hamburg.de/gedenkstaetten/zeige/gedenktafel-am-ehemaligen-kz-aussenlager-spaldingstrasse
- https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/geschichte/kz-aussenlager/aussenlagerliste/hamburg-hammerbrook-spaldingstrasse/

+++ Veranstaltungshinweis +++📆 Montag, 7. September 2026🕑 18:00-19:30 Uhr📍Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20...
09/08/2026

+++ Veranstaltungshinweis +++

📆 Montag, 7. September 2026
🕑 18:00-19:30 Uhr
📍Geschichtsort Stadthaus, Stadthausbrücke 6, 20355 Hamburg

„Die Mutsammlerin“ – Zivilcourage in der NS-Zeit und Gegenwart

Das Buch „Die Mutsammlerin“ erzählt von Angst, Zivilcourage und der Kraft, nicht wegzusehen. Es basiert auf der wahren Geschichte der Hamburger Familie Esser, die während der NS-Zeit Widerstand leistete. Im Gespräch stellen die Kinderbuchautorin Stefanie Taschinski (Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme) und der Nachkomme Bernhard Esser (Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme) das Buch vor und berichten von seiner Entstehung. Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Zeitebenen: In der NS-Zeit führt das Tagebuch von Elsa Esser die Leser*innen tief in eine Lebenswelt, in der Mut gefährlich war und ein falsches Wort tödliche Folgen haben konnte. In der Gegenwart erlebt Emmi, die Enkelin von Bernhard Esser wie herausfordernd es ist, Zivilcourage zu zeigen und für andere einzustehen.
Diskutiert werden die Fragen, wann der richtige Zeitpunkt ist, mit Kindern über die NS-Zeit zu sprechen, und welche Bedeutung Erinnerungskultur für unsere Demokratie hat.

Anmeldung unter: https://www.gedenkstaetten-hamburg.de/de/veranstaltungen/termin/die-mutsammlerin-zivilcourage-in-der-ns-zeit-und-gegenwart

❗Die Plätze sind begrenzt.❗

sauerlaender_kidsmemorial

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Hamburg Mitte
Hamburg

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