11/09/2026
,,Für die Bekämpfung von Armut fehlt das Geld, für die Bekämpfung ihrer Sichtbarkeit offenbar nicht." Zitat aus dem Text im Post
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Deutschland muss sparen. Und wie so oft scheint ziemlich schnell klar zu sein, bei wem: bei denen, die ohnehin schon wenig haben.
Wohngeld, soziale Leistungen, Förderprogramme, überall wird nach Einsparmöglichkeiten gesucht. Auch viele kleinere soziale Projekte müssen sich darauf einstellen, weniger Geld zu bekommen oder ganz leer auszugehen. Dabei ist die Situation für a**e und bedürftige Menschen schon heute katastrophal. Mieten und Lebenshaltungskosten sind massiv gestiegen, viele haben längst keinen finanziellen Spielraum mehr.
Natürlich kann man Sozialausgaben kürzen. Armut wird dadurch allerdings nicht billiger.
Weniger Wohngeld, weniger Beratung und weniger soziale Hilfen lösen kein einziges Problem. Sie erhöhen vielmehr das Risiko, dass aus finanzieller Not Wohnungsverlust, aus Wohnungsverlust Wohnungslosigkeit und aus einer schwierigen Lebenssituation eine persönliche Katastrophe wird. Hinter jeder eingesparten Zahl im Haushalt stehen am Ende Menschen.
Gleichzeitig wird wachsender Armut zunehmend mit ordnungspolitischen Maßnahmen begegnet. Alkoholverbotszonen, Bettelverbote und Verdrängung aus dem öffentlichen Raum vermitteln den Eindruck: Wenn wir Armut schon nicht verhindern, soll sie bitte wenigstens niemand sehen.
Für die Bekämpfung von Armut fehlt das Geld, für die Bekämpfung ihrer Sichtbarkeit offenbar nicht.
Wer staatliche Ausgaben wirklich senken und Wohnungslosigkeit verhindern will, sollte nicht zuerst fragen, wie viel weniger Unterstützung sich a**e Menschen noch leisten können. Denn wenn Menschen ihre Wohnung erst verloren haben, wird es nicht nur menschlich katastrophal, sondern für die Gesellschaft auch richtig teuer.
Aber bei den Armen zu sparen ist eben einfach, sie haben keine Lobby.
Wir werden weiterhin unsere Stimme gegen diesen Kurs erheben. NIEMAND ist freiwillig obdachlos und NIEMAND sollte sein Leben auf der Straße verbringen müssen!