27/10/2026
Zu spät. Zu niedrig. Zu lang. ⚠️
Die zweite Verhandlung für die Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. NiedersachsenMetall hat erstmals ein Angebot vorgelegt. Unterm Strich ist es eine knallharte Minusrunde.
Das bieten die Arbeitgeber:
❌ Einmalzahlung im Juli 2027: rund 660 Euro brutto, und nicht einmal sicher für alle
❌ 1,3 Prozent mehr, aber erst ab Juli 2028
❌ 26 Monate Laufzeit, bis Ende 2028
Das heißt: acht Monate gar nichts. Die erste dauerhafte Erhöhung kommt erst im 21. Monat. Allein die Inflation in Niedersachsen lag im September bei 3,3 Prozent.
Das verlangen die Arbeitgeber dafür:
➕ mehr Ausnahmen vom Tarif, und das auf Dauer
➕ Gespräche über Krankenstände, obwohl die sinken
➕ Gespräche über KI, als Tauschware für ein mageres Angebot
„Die Arbeitgeber haben sich bewegt, allerdings in Trippelschritten“, sagt Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt und Verhandlungsführer. „Eine Einmalzahlung unter Vorbehalt und 1,3 Prozent im Sommer 2028: Damit verhöhnen die Arbeitgeber die Leistung ihrer Belegschaften.“
Zu Zukunft, Investitionen und Beschäftigungssicherung steht im Angebot praktisch nichts. Zur Gewinnbeteiligung schweigen die Arbeitgeber ganz. Sie führen eine reine Kostendebatte.
🚩 Am Samstag endet die Friedenspflicht. Ab 1. November rufen wir zu Warnstreiks auf. Wie lange und wie hart dieser Konflikt wird, liegt allein in den Händen der Arbeitgeber.
Gemeinsam sind wir stärker. 💪
👉 Mehr Infos unter: www.igmetall-me.de