23/09/2026
CDA vor Ort: „Kein Weiter so….“
Die Wahlergebnisse der Union in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin müssen aus Sicht des CDA-Kreisverbands Cloppenburg ein Weckruf sein. Die geplanten Reformen der Bundesregierung in den Bereichen Rente, Gesundheit und Pflege dürften nicht allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. „Die Union muss wirtschaftliche Vernunft und soziale Verantwortung wieder stärker zusammenbringen“, fordert der Kreisvorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Andreas Uhlhorn aus Essen.
Gerade bei der geplanten Rentenreform komme es auf Verlässlichkeit und sozialen Ausgleich an. Wer jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge gezahlt habe, müsse darauf vertrauen können, dass seine Lebensleistung anerkannt werde. „Eine Abschaffung der Rente mit 63 darf es nur mit großzügigen Übergangsregelungen geben. Der Vertrauensschutz muss gelten“, so Uhlhorn.
Nach Auffassung der CDU-Arbeitnehmervertreter müsse die Union ihre Verantwortung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder stärker sichtbar machen. Reformen müssten verständlich erklärt werden und den Menschen Sicherheit geben. „Veränderungen lassen sich nur dann erfolgreich gestalten, wenn Leistung anerkannt wird und soziale Sicherheit nicht auf der Strecke bleibt“, betont Uhlhorn.
Auch das Abschneiden der Union im Kreis Cloppenburg müsse Anlass zur kritischen Betrachtung sein. „Ein stetiger Rückgang um fünf Prozentpunkte kann für eine CDU-Hochburg kein Anlass für ein einfaches Weiter-so sein“, erklärt der CDA-Kreisvorsitzende.
Die CDA Cloppenburg werde sich deshalb weiterhin dafür einsetzen, dass die Interessen von Beschäftigten, Rentnerinnen und Rentnern sowie Familien bei den anstehenden Reformen ausreichend berücksichtigt werden. „Die Union braucht einen Reformkurs, der wirtschaftlich tragfähig und zugleich sozial ausgewogen ist“, so Uhlhorn