Liberal-Konservative Reformer Bayern

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23/11/2022

DFB: Die Selbstentlarvung der Scheinheiligen

Kommentar des LKR-Bundesvorsitzenden Jürgen Joost

Es ist in Deutschland „woke“, Regenbogenschals, Regenbogenarmbinden oder sonst etwas Buntes zu tragen, um damit für „Diversität“ zu demonstrieren. In einem Land mit Meinungsfreiheit, wo niemand wegen seines Geschlechts, wegen seiner Sexualität, wegen seiner Hautfarbe, wegen seiner Herkunft oder seiner Meinungen staatliche Sanktionen zu befürchten hat und Minderheiten, je lautstärker sie auftreten, häufig überproportional bevorzugt werden, ist dies eigentlich überflüssig – aber man macht sich in bestimmten Kreisen beliebt.

In Ländern, in denen man wegen seines Geschlechts, seiner Hautfarbe und seiner Herkunft Benachteiligungen, wegen seiner Sexualität oder wegen seiner Meinung Strafen zu befürchten hat, sieht es anders aus.

Zu diesen Ländern zählen Russland (WM 2018), China (Olympische Winterspiele 2021) und aktuell das dank fossiler Energieträger megareiche Wüstenemirat Katar. Katar beutet Gastarbeiter aus, die zum Teil in menschenunwürdigen Unterkünften unter sklavenartig anmutenden Bedingungen ausgebeutet werden und von denen bei Stadionbauten eine nicht genau zu beziffernde Zahl zu Tode gekommen ist. Katar unterdrückt wie fast alle islamischen Staaten Frauenrechte und stellt Homosexualität unter Strafe. Katar ist ein autoritärer Staat, in dem Meinungsfreiheit unterdrückt wird.

Deshalb wäre es mutig, als Einheimischer gegen die Zustände in Katar zu demonstrieren. Es ist keineswegs sonderlich mutig, als westlicher Besucher, Funktionär oder Spieler ein Zeichen von Solidarität zu zeigen. Alles, was droht, sind ein paar Unannehmlichkeiten sowie für Spieler eine mögliche Verwarnung oder die Mannschaft ein möglicher Punktabzug durch den Weltfußballverband FIFA mit seinem überaus dubios wirkenden Präsidenten Infantino.

Mehrere europäische Teilnehmer, darunter Deutschland, wollten „Zeichen setzen“, in dem sie ihre Mannschaftskapitäne bunte Binden mit dem Zusatz „one love“ tragen lassen wollten. Diese Binde wurde geradezu zu einem Symbol des Widerstandes hochstilisiert und höchste Erwartungen geschürt. „Wir sind die Heiligen, wir sind das Licht in der Finsternis.“ Nun ja. Lass sie doch, würde man sagen.

Allerdings hat das die FIFA auf den Plan gerufen, mutmaßlich auf Befehl des Emirs von Katar, in dessen Hauptstadt Doha besagter FIFA-Boss Infantino seit mehreren Monaten seinen Wohnsitz hat, von wem auch immer bezahlt. Man droht den europäischen Teams mit nicht näher benennten sportlichen Sanktionen, wenn man besagte Kapitänsbinden tragen sollte.

„Na und?“ wäre die zu erwartende Reaktion von echten „Heiligen“ gewesen. Wenn man es tatsächlich seitens der FIFA wagen sollte, solche Maßnahmen zu ergreifen, die in den sportlichen Ausgang des Turniers eingreifen, wäre das doch geradezu ein willkommener Effekt. Dann wäre die FIFA vor der Weltöffentlichkeit blamiert, der sportliche Wert des ganzen weiteren Turniers null und nichtig.

Genau davor aber schrecken der DFB und die Spieler zurück. Und damit entlarven sie nicht die FIFA, sondern stattdessen sich selbst. Das ganze „Regenbogen“ und „Diversitäts“-Gerede, das uns in Deutschland wohlfeil präsentiert wird, ist eine billige Effekthascherei ohne jegliche Substanz, um sich in „woken“ Kreisen beliebt zu machen. Wenn es darauf ankommt, fällt man lieber um. Dann möge man doch bitte ehrlich bleiben und es gleich ganz lassen. Dann möge man doch zugeben, dass es tatsächlich nur um eine heimische Marketingstrategie geht. Man ist eben keineswegs „heilig“, sondern ausgesprochen scheinheilig.

Für die Politik allerdings gilt: Wenn weiterhin von internationale Verbänden Großveranstaltungen in Länder vergeben werden, in denen die universellen Menschenrechte nichts gelten, dann sollte jede staatliche Förderung der Teilnahme und der Vorbereitung unterbleiben. Politiker sollten nicht auf Staatskosten „vorbeischauen“.

Die europäischen Sportverbände ihrerseits sollten die Teilnahme verweigern. Ohne diese europäischen Teilnehmer wären die Wettbewerbe sportlich entwertet. Vor allem aber: Die Vermarktung dieser Ereignisse würde zusammenbrechen. Dies knallhart durchgezogen würde den Spuk von Propaganda-Spielen sehr schnell beenden. Es wäre das Ende der Scheinheiligkeit und ein Triumph für die Ideale des Sports.

Vermutlich aber ist die Gier der Funktionäre am Ende wichtiger als alle Prinzipien.

01/11/2022

„Grüne dürfen nicht länger Bestandteil einer deutschen Regierung sein“
Die Grünen haben in einer existenzbedrohenden Situation die Öffentlichkeit und ihre
Koaltitionspartner getäuscht und hinters Licht geführt.
Die WELT am Sonntag und das Magazin Cicero haben enthüllt, dass sowohl das Wirtschafts- und
Energieministerium als auch das Umweltministerium hinsichtlich der Laufzeitverlängerung der
Kernkraftwerke mit gezinkten Karten gespielt haben.
Tatsächlich stand das „Nein“ zur Laufzeitverlängerung auch gegen die Einschätzungen von Experten
im Wirtschaftsministerium selbst.
Fakten wurden unterdrückt, Experten mit gegenteiligen Meinungen gemaßregelt, hausinterne
Expertise in den Wind geschlagen. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wurde von den grünen
Moralpredigern getäuscht, getrickst und gelogen. Und alles zu einem einzigen Zweck: Die
Aufrechterhaltung des grünen Gründungsmythos als Anti-Atomkraft-Partei muss aufrecht erhalten
bleiben – um jeden Preis, what ever it takes…
Die Grünen haben sich entschieden: Anti-AKW-Ideologie ist wichtiger als der Industriestandort
Deutschland. Arbeitsplätze, Wohlstand, soziale Sicherheit.
Eine solche Partei ist gefährlich. Nachdem sich gezeigt hat, wie sehr Habeck und die Grünen
hinsichtlich der AKW gelogen und in einer existenzbedrohenden Energiekrise gegen Land, Bürger und
Arbeitsplätze intrigiert haben, darf diese Partei nicht länger Bestandteil einer deutschen Regierung
sein.

https://bund.lkr.de/oeffentlichkeit-hinters-licht-gefuehrt/

27/10/2022

Türöffner Scholz: China ante portas

Die staatliche chinesische Reederei COSCO will eine 35%- Beteiligung am wichtigsten Containerterminal der HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) erwerben. Sechs Bundesministerien, die bundesdeutschen Nachrichtendienste und unzählige Chinakenner warnen davor, weil man China damit einen Einfluss auf kritische deutsche Infrastruktur geben würde.

Als der Druck im Kessel steigt, legt der Bundeskanzler fest, dass die Beteiligung „nur“ 24,9 % betragen soll und sagt dem grünen Wirtschaftsminister, dem gelben Finanzminister und allen anderen Ministern: Wenn Ihr nicht zustimmt, dann es bleibt bei 35%. „Friss oder stirb.“ Grins.
Ergebnis: alle fallen um. Einschließlich Lindner und seiner FDP. Wieder einmal ist die FDP als brüllender Tiger losgesprungen und Bettvorleger von Olaf Scholz gelandet.

Den ganzen Kommentar zu Scholz als Türöffner chinesischer Interessen gibt es hier:
https://bund.lkr.de/tueroeffner-scholz-china-ante-portas/

18/10/2022

Schmierentragödie im Dilettantenstadel

Das sollen wir glauben:
Am Abend und einen Tag nach dem Ende des Grünen-Parteitages, auf dem die grüne Basis inklusive
des Altkommunisten Jürgen Trittin noch einmal richtig zwei AKW als „Einsatzreserve“ als
„staatstragende“ Position vorgaukeln durften, wird hart um widerstreitende Positionen gerungen
und ausgerechnet Olaf Scholz schlägt den gordischen Knoten durch.
Der Kanzlerdarsteller, der ansonsten perfekt die Rolle des führungsschwachen Zauderers besetzt,
demonstriert auf einmal Entschlossenheit und verkündet, seine Richtlinienkompetenz einzusetzen:
alle drei noch im Einsatz befindlichen Kernkraftwerke, werden nicht zum 31. Dezember, sondern erst
zum 15. April abgeschaltet. Ein „Machtwort“. Führungsstärke pur.
Wirklich?

Ich weiß nicht, was die Herren Scholz, Habeck und Lindner am Sonntagabend und Montag
zu Dritt im Kanzleramt gemacht haben. Möglicherweise haben sie Skat gespielt. Gepokert haben sie
ganz gewiss nicht mehr. Natürlich stand die Entscheidung einer Laufzeitverlängerung bereits weit vor
dem Grünen-Parteitag fest, natürlich war alles längst abgesprochen und dürften allenfalls der
Dramaturgie geschuldet sein.
Die ausführliche Kritik, wer angeblich und wer wirklich gewonnen hat und warum das Ganze eine
Tragödie für Deutschland ist, lesen Sie hier

https://bund.lkr.de/schmierentragoedie-im-dilettantenstadel/

16/10/2022

Gestern beschließt der Parteitag der , dass trotz und trotz die nur noch im laufen sollen, neue soll es nicht geben, kurz und gut: die Partei bleibt beim Aus für – und fügt damit der Wirtschaft und den Bürgern wissentlich weiteren Schaden zu!

Der Bundesvorsitzende der LKR Jürgen Joost fordert nun in einem offenen Brief an die FDP, unser Land vor weiterem Schaden zu bewahren und den Koalitionsvertrag aufzukündigen.

Der ganze Brief hier:
https://bund.lkr.de/koalitionsvertrag-jetzt-kuendigen/

12/10/2022

Greta Thunberg: Die Offenbarung der grünen Verlogenheit

Zu Greta Thunberg mag man stehen, wie man will. Eines allerdings kann man ihr nicht absprechen: Sie ist authentisch und sie ist konsequent.

Mit dieser Konsequenz hat sie jetzt das ganze Dilemma grüner Politik aufgedeckt. Ausgerechnet die von manchen Grünen geradezu gottgleich verehrte Greta Thunberg hat das Offensichtliche ausgesprochen:

„Wenn sie schon laufen, glaube ich, dass es ein Fehler wäre, sie abzuschalten und sich der Kohle zuzuwenden.“

Wenn der Klimawandel das größte Problem der Welt ist und maßgeblich auf von Menschen verursachten CO2-Emissionen beruht, dann darf man keine CO2-neutralen Kernkraftwerke abschalten. Punkt.

Wenn man aber wie die deutschen „Grünen“ lieber Kohlestrom einsetzen möchte, als CO2-neutrale Kernkraftwerke weiterlaufen zu lassen, dann bedeutet das nichts anderes, als dass Klimawandel und CO2-Neutralität aus Sicht von Habeck und Co. eben doch nicht das größte Problem der Welt ist.

Damit hat Greta Thunberg die ganze Heuchelei – oder vielleicht besser: Verlogenheit – der Grünen hinsichtlich der friedlichen Nutzung der Kernenergie offenbar gemacht.

Mehr dazu hier: https://bund.lkr.de/greta-und-die-gruene-verlogenheit/

11/10/2022

Ein kompakter Überblick über die Grundlagen und die wichtigsten politischen Positionen der jungen bürgerlichen Partei Liberal-Konservative Reformer (LKR). Un...

24/08/2022

Zum nunmehr 6 Monate andauernden Krieg in der Ukraine ein Schreiben unseres Bundesvorsitzenden Jürgen Joost:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Parteifreunde, liebe Mitbürger,

vor genau einem halben Jahr, am 24. Februar 2022, hat Russland den Nachbarstaat Ukraine überfallen.

Nachdem der Versuch gescheitert ist, in wenigen Tagen die Hauptstadt Kiew sowie die zweitgrößte Stadt Charkiv einzunehmen, versucht Russland jetzt, Teile des ukrainischen Staatsgebiets Stück um Stück zu besetzen mit dem Ziel, sich diese Gebiete in das eigenen Territorium einzuverleiben. Dabei wird die zivile Infrastruktur dem Erdboden gleichgemacht. Auch wenn es nach dem zweiten Weltkrieg in der Welt viele Kriege gegeben hat, ist die russische Kriegsführung in ihrer Brutalität und Gnadenlosigkeit seit dem zweiten Weltkrieg einzigartig. Der gezielte Terror gegen die Zivilbevölkerung durch willkürliche Angriffe auf zivile Ziele ist ein schweres Kriegsverbrechen, für das der russische Diktator Putin die entscheidende persönliche Verantwortung trägt und zur Rechenschaft gezogen werden muss.

Ein Kernkraftwerk als Geisel

Gleiches gilt für die das unfassbare Vorgehen, auf dem Gelände des größten europäischen Kernkraftwerks in Saporischschja Truppen zu stationieren und von dort aus die Ukraine mit Artillerie und Raketenwerfern zu beschießen. Jeder Mensch, der noch alle Tassen im Schrank hat, muss den sofortigen Abzug jeglichen Militärs aus dem Gelände des Kernkraftwerkes verlangen.

Der real existierende Faschismus

Dieser Krieg richtet sich nur vordergründig gegen die Ukraine, deren Existenzrecht Putin und die russische Propagandamaschinerie dreist bestreitet. Tatsächliche geht es um nationalistische Phantasien von einem eurasischen russischen Reich von Wladiwostok bis Lissabon. Es geht um die tiefe Verachtung der westlichen, sprich abendländischen Kultur, der Aufklärung, des Humanismus, von Freiheit und Demokratie. Das alles liegt in unzähligen Zitaten aus dem russischen Staatsfernsehen und aus dem Putin-Umfeld vor, genauso wie konkrete Drohungen gegen die NATO-Staaten im Baltikum oder gegen Polen.

Man kann das als Spinnereien von Wirrköpfen abtun. Aber wenn wir etwas aus unserer eigenen Geschichte gelernt haben, dann gehört dazu, dass man Figuren wie Putin und sein Umfeld sehr ernst nehmen muss, wenn es um den ideologischen Überbau geht. Als 1913 Hi**ers „Mein Kampf“ erschienen ist, haben nur die wenigsten dieses Pamphlet ernst genommen. 32 Jahre später lag die Welt in Trümmern.

Putin hasst die westliche Art zu leben ebenso, wie Islamisten es auf ihre Art hassen. Das einzige, was er nicht hasst, ist westlicher Luxus für sich selbst auf Kosten des russischen Volkes.

In Russland erleben wir den real existierenden Faschismus unserer Zeit. Die brutale Unterdrückung von Presse- und Meinungsfreiheit und jeglicher Opposition nach innen und der maßlose imperialistische Anspruch nach außen und der Versuch, diesen ohne Rücksicht auf eigene und fremde Verluste militärisch durchzusetzen, weist durchaus Parallelen zum Verhalten Hi**erdeutschlands auf.

Friedensforderungen: Jederzeit, aber der Adressat ist Putin

Nun gibt es immer wieder Stimmen, die fordern, man müsse sofort die Kampfhandlungen einstellen und zur Diplomatie „zurückkehren“, weil der schreckliche Krieg auf der Stelle beendet werden müsse. Natürlich sollte dieser schreckliche Krieg so schnell wie möglich beendet werden. Aber der Adressat solcher Forderungen kann doch nicht die Bundesregierung, die EU die NATO oder gar die Ukraine sein. Die Forderung kann sich einzig und allein gegen Russland und sein Diktator Putin richten, der die Wurzel allen Übels ist.

Man ist fassungslos über die Naivität, aber auch über die maßlose und anmaßende Selbstgerechtigkeit, mit der einige deutsche Intellektuelle vom kuscheligen Sofa aus – fernab jeder Granaten- und Raketeneinschläge - dem Opfer Ukraine schulmeisterlich erklären wollen, wie sie sich gegenüber dem Täter Russland zu verhalten habe, damit wir bloß ungestört weiter unseren Geschäften nachgehen können.

Manche lernen nicht aus der Geschichte

Wenn man glaubt, Diktatoren mit imperialen Ansprüchen beschwichtigen zu können, indem man ihnen irgendetwas – in diesem Fall ein Stück Ukraine - zum Fraß hinwirft, dann ist das ein unfassbar naiver Irrglaube. Die Geschichte der Menschheit beweist das genaue Gegenteil. Der Hunger des Imperialisten wird nicht gestillt, sondern allenfalls die Gier noch größer. Entgegenkommen wird als Schwäche verstanden, die dazu animiert, diese Schwäche in einer nächsten Eskalationsstufe auszunutzen. Man kann ja versuchen, einiges mit der Spieltheorie zu erklären. Aber das setzt annähernd rationales Verhalten bei allen Beteiligten voraus. Figuren wie Putin, Hi**er und Co. folgen allenfalls einer eigenen, ideologiegeleiteten Pseudorationalität, die mit Vernunft im eigentlichen Sinne nichts zu tun hat.

Angriffskriege, um sich die Territorien anderer Länder einzuverleiben, dürfen im 21. Jahrhundert keine Option mehr sein, die von der Staatengemeinschaft auch nur annähernd toleriert wird. Wer glaubt, dass wir mit den Vorgängen in der Ukraine nach dem Motto „was geht mich das an“ nichts zu tun hätten, hat die Vorgeschichte des zweiten Weltkriegs – ich empfehle Winston Churchill: „Der Weg in die Katastrophe“, Buch 1 des nobelpreisgekrönten Werkes „Der zweite Weltkrieg“ – nicht verstanden.

Russlands Scheitern liegt im deutschen Interesse

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine betrifft uns nicht nur, weil uns auf Grund politisch verschuldeter, wenn nicht sogar gewollter Abhängigkeiten derzeit die Energiepreise um die Ohren fliegen und eine möglicherweise längere Notlage bei der Versorgung mit Erdgas droht. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine betrifft uns insbesondere deshalb, weil Putin nicht aufhören wird, sollte er in der Ukraine militärischen Erfolg haben und wir nicht wissen und auch in keiner Weise kalkulieren können, wo er aufhört oder ob er überhaupt aufhört.

Es liegt im deutschen Interesse, dass Russland mit dem Ukrainefeldzug scheitert. Es liegt im deutschen Interesse, dass Russland nie wieder einen Nachbarstaat militärisch überfällt. Unser deutsches Interesse ist ein regelbasiertes friedliches Miteinander aller Staaten dieser Welt. Unser deutsches Interesse ist, dass jeder, der dieses regelbasierte, auf dem Völkerrecht beruhende Miteinander negiert und es zu zerstören versucht, derart harte Konsequenzen einschließlich einer militärischen Niederlage und konsequenter Reparationsleistungen für das angerichtete Unheil zu tragen hat, dass er nie wieder auf die Idee kommt, dieses Verbrechen aufs neue zu begehen.

Ein auch nur teilweiser Erfolg Russlands würde die regelbasierte Weltordnung und das Völkerrecht zerstören. Das ist nicht hinnehmbar, schon gar nicht liegt dies im deutschen Interesse. Im deutschen Interesse liegt ein friedfertiges und demokratisches Russland, mit dem wir Handel sowie gesellschaftlichen und kulturellen Austausch treiben können. Aktuell ist Russland eine faschistisch-imperialistische Diktatur, der mit Entschlossenheit zu begegnen ist.

Ich weise deshalb auf das deutsche Interesse hin, weil Außenpolitik immer auch rational zu erfolgen hat. Und deutsche Staatsräson bedeutet, dass Russland mit seiner verbrecherischen Aggression scheitern muss.

Rational wie emotional an der Seite der Ukraine

Soweit zur Rationalität. Aber auch emotional stehe ich klar auf Seiten der Ukraine. Bei allen Mängeln dieses jungen Staates hinsichtlich Korruption und Oligarcheneinflüssen handelt es sich bei der Ukraine um eine Demokratie, in der Machtwechsel durch demokratische Wahlen erfolgt. Es handelt sich um ein Volk, dessen Menschen sich nach Frieden in Freiheit sehnen und die Teil des freien Westens sein wollen. Niemand, auch nicht der Kriegsherr im Kreml, hat das geringste Recht, ihnen das zu verwehren. Die Leidenschaft, die Tapferkeit ebenso wie Opferbereitschaft im Kampf für die eigene Freiheit nötigen mir jeden Respekt und alle Solidarität ab.

Da wir nicht selbst mit eigenen Truppen in der Ukraine eingreifen wollen – hier gilt der rationale Maßstab, dass die Risiken einer direkten militärischen Konfrontation des westlichen Bündnisses mit Russland unkalkulierbar wären - müssen wir zumindest alles erforderliche tun, um die Ukraine unterhalb des eigenen Kriegseintritts zu unterstützen.

„Waffen, Waffen, Waffen“

Der schnellste Weg zur Beendigung des Krieges in der Ukraine ist das militärische Scheitern Russlands und die Erkenntnis, dass jede Fortführung des Krieges den Preis, den Russland zahlen muss, in unermessliche Höhen treibt.

Der Bundesvorstand hat dies bereits zu Beginn der russischen Überfalls klar formuliert. Als erste Partei in Deutschland haben wir uns klar für die Lieferung sogenannter „schwerer“ westlicher Waffen an die Ukraine ausgesprochen. Dies ist der Weg, um ukrainisches Leben zu retten und gleichzeitig der schnellste Weg, um den Krieg zu beenden.

Jede Vernichtung eines russischen Munitionsdepots, jeder Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges, Hubschraubers, Marschflugkörpers oder einer Drohne, jede Zerstörung eines Panzers, einer Kommandostelle und jede Unterbrechung von russischen Versorgungslinien in der Ukraine rettet Menschenleben – sowohl der tapferen Verteidiger als auch unschuldiger Zivilisten – und hilft, Russland die Aussichtslosigkeit des imperialistischen Angriffskrieges vor Augen zu führen.

Ich zitiere den befreundeten ukrainischen Angeordneten Alex Goncharenko: „Wir brauchen nicht Eure Soldaten. Alles, was wir brauchen, sind Waffen, Waffen, Waffen.“

Ich empfehle dazu den folgenden Spiegel Artikel (ohne Bezahlschranke): https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-russland-krieg-kreml-militaerexperte-gesteht-schwaechen-der-armee-ein-a-c4fda75e-681b-47e2-9137-a0d7c7042775?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

Kriege werden militärisch entschieden – das liegt in der Natur der Sache

Ich habe in den letzten sechs Monaten wiederholt die These gehört oder gelesen, Kriege würden „niemals militärisch entscheiden“, sondern immer nur durch Diplomatie. Was für ein Unsinn. Jeder Krieg wird unmittelbar oder mittelbar auf Grund der militärischen Situation entschieden. Der zweite Weltkrieg wurde nicht beendet, weil die Alliierten die Kampfhandlungen eingestellt und Hi**er an den Verhandlungstisch gebeten hätten.

Diplomatie kommt dann zum Tragen, wenn eine Seite ihre Ziele militärisch erreicht hat oder wenn sie erkennt, dass sie diese nicht erreichen kann und die materiellen wie auch immateriellen Kosten einer Fortführung höher sind als die Fortführung selbst. Auch ein Patt ist eine Form einer militärischer Entscheidung. Wenn beide Seiten dies erkannt haben, eröffnen sich möglicherweise Spielräume für Diplomatie.

Wir dürfen in diesem Konflikt nicht irgendwo im Niemandsland zwischen dem Täter Russland und dem Opfer Ukraine stehen. Aus allen dargelegten Gründen ist unser Platz an der Seite der Ukraine. Wir leisten Nothilfe – auch militärisch – und sind im Sinne des Völkerrechts dazu allumfassend legitimiert.

Deutschlands mangelhafter Beitrag – die Problem heißen Scholz und SPD

Um den Krieg militärisch beenden und eine diplomatische Lösung zu ermöglichen ist es erforderlich, die Ukrainer zügig und nachhaltig mit modernen westlichen Waffensystemen auszurüsten und sie zu deren Einsatz zu befähigen. Die USA, Großbritannien, Polen, die baltischen und die skandinavischen Staaten, aber auch Tschechien oder die Slowakei gehen hier beispielhaft voran. Deutschland fehlt in dieser Aufzählung, denn der Beitrag ist beschämend gering. Für deutsche Waffenlieferungen gilt: zu zögerlich, zu schleppend, zu gering im Umfang, zu spät.

Das liegt vor allen Dingen am deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz. Die vielfachen Verflechtungen der SPD zum System Putin sind weder aufgearbeitet noch gekappt. Scholz will sicherlich nicht, dass Russland die Ukraine überrennt. Aber er will nach meiner Überzeugung auch nicht, dass die Ukraine den Krieg gewinnt. Scholz setzt auf ein dauerhaftes Patt und – er mag mich eines Besseren belehren – auf territoriale Zugeständnisse der Ukraine. Es war Macron, der den schlimmen Satz gesagt hat, Putin dürfe „nicht sein Gesicht verlieren“. Scholz hat dies nicht wiederholt, aber er schweigt diesen Satz in sich hinein. Scholz hält sich für besonders schlau. Er beweist tagtäglich, dass er sich damit falsch einschätzt.

Ich fordere die Bundesregierung auf, das Zaudern und Zögern zu beenden. Dazu gehört, dass vorhandenes Bundeswehrgerät an die Ukraine abgegeben wird. Die Bestände sind dann anschließend durch Neubeschaffung aufzufüllen. Die Waffen werden jetzt gebraucht, und zwar in der Ukraine. Ein Angriff Russlands auf das Bündnisgebiet ist in diesem Moment und in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Dies müssen die Forderungen der freien Welt sein:

Russland muss die Kampfhandlungen sofort einstellen und seine Truppen vom Territorium der Ukraine zurückziehen.
Russland muss für die angerichteten Schäden Sanktionen leisten.
Russische Verantwortliche müssen für begangene Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden.

Es lebe die Freiheit - die seit sechs Monaten und auch in diesem Augenblick in der Ukraine standhaft verteidigt wird.

Ich empfehle Ihnen abschließend den bemerkenswerter Auftritt des früheren Bundespräsidenten Joachim Gauck bei Markus Lanz: am 13. Juli: https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-13-juli-2022-100.html. Was für ein Unterschied zum derzeitigen Amtsinhaber.

Herzliche Grüße

Jürgen Joost

09/08/2022

Die Causa Schlesinger

Der öffentlich-rechtliche Sumpf, den wir alle bezahlen (müssen)

Das Dauerthema öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist mal wieder in den Schlagzeilen. Zu Recht. Der Fall der bisherigen ARD-Vorsitzenden und Intendantin von Radio Berlin-Brandenburg (RBB), Patricia Schlesinger, hat wieder mal alles an die Oberfläche gekehrt, was einen gegen dieses überkommenen System mit Recht aufbegehren lässt. Wir alle wissen, dass in diesem System Gelder, die wir per Zwangsabgabe bereitstellen müssen, maßlos verschwendet werden. In der ÖRR-Blase sind der Respekt und die gebotene Demut gegenüber uns Gebührenzahlern weitestgehend verloren gegangen. Jegliches Maß im Umgang mit den Zwangsgebühren ist abhandengekommen. Und immer mischt die Politik bei der Besetzung der lukrativen Posten kräftig mit. Wenn zusätzlich Prunk, Protz und Maßlosigkeit hinzukommen, dann ist das Ende der Fahnenstange langsam erreicht, zumal der Fall Schlesinger vermutlich nur die Spitze eines gewaltigen Eisberges ist.

Hinzu kommt: Der ÖRR steht heute nicht mehr für ausgewogene, neutrale und umfassende Information. ÖRR steht zunehmend für Gesinnungsfernsehen und Gesinnungshörfunk, für einen anmaßenden und durch nichts legitimierten Erziehungsanspruch gegenüber denen, die das Ganze - mehrheitlich gegen ihren Willen - finanzieren müssen. Die Trennung von Nachricht und Meinung ist längst aufgehoben. Nachrichtenredakteure gewichten zusätzlich per Gesichtsausdruck und Stimmenmodulation. Eine schier unüberschaubare Zahl von Spartenkanälen liefert immer wieder Beispiele von Grenzüberschreitungen, Geschmacklosigkeiten und Propaganda.

Ein Beispiel für die unverschämte Anmaßung, den Zuhörern und Zuschauern etwas aufzuzwingen, was diese mit großer Mehrheit ablehnen, ist die Verhunzung der deutschen Sprache durch ideologischen Gendersprech. Alles beruhend auf dem grandiosen Unwissen, dass grammatikalische Geschlechter im Deutschen nicht mit dem biologischen Geschlecht gleichzusetzen sind. Letztlich ist dies auch ein weiterer Ausfluss der deutschen Bildungskatastrophe.

Ein Beispiel? Die meisten Führungskräfte in Deutschland sind männlich. Trotzdem ist „die Führungskraft“ grammatikalisch weiblich.

Dann noch die Vergewaltigung des Partizip im Rahmen einer vermeintlich geschlechtsneutralen Substantivierung, um das verhasste generische Maskulinum zu überwinden: Die Sprachverschlimmer:innen / SprachverschlimmerInnen / Sprachverschlimmernden begreifen nicht, dass es zwischen Arbeitern und Arbeitenden einen Unterschied gibt: Das eine beschreibt einen Status, dass andere die aktuelle Tätigkeit. Ein Arbeiter kann Pause machen und bleibt Arbeiter. Ein Arbeitender, der Pause macht, ist kein Arbeitender mehr, sondern allenfalls ein Pausemachender. Das gleiche gilt für Radfahrer und Radfahrende, wenn sie zum Beispiel vor der roten Ampel halten. Wer hält, ist definitiv kein Radfahrender, aber durchaus ein Radfahrer.

Und ja – es ist eine Unverschämtheit, uns mit diesem Schwachsinn zu belästigen und dafür zu verlangen, dass zwangsweise Gebühren entrichtet werden müssen. Genauso wie die unkritische Weitergabe einseitiger, nicht durch Fakten gestützter Regierungspropaganda in der Coronakrise eine Unverschämtheit war. Die Beispiele lassen sich fortsetzen.

Entweder wird der ÖRR grundlegend reformiert, oder er verliert seine Daseinsberechtigung. IM LKR-Programm gibt es dazu sehr konkrete Ansagen, hier in einige Auszüge:

„Wir fordern, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk zukünftig in der Weise auf seine Kernaufgaben beschränkt, die eine Finanzierung aus Rundfunkbeiträgen rechtfertigen und nicht auf kommerzielle Vermarktbarkeit zielen: Bildung, hochwertige und ausgewogene Information, Sportveranstaltungen von besonderer Bedeutung sowie kulturell wertvolle Unterhaltung. Dieser Grundauftrag ist prinzipiell werbefrei durchzuführen, um wesensfremde und kommerzielle Einflüsse auf die Programmgestaltung auszuschließen.“

„Rundfunkgebühren müssen nutzungsabhängig erhoben werden und dürfen ausschließlich dem Bildungs- und Informationsauftrag öffentlicher Sender zugutekommen. Außerdem ist eine konsequente Ausgabenkritik bei öffentlich-rechtlichen Sendern vorzunehmen, die auch vor der Einstellung oder Privatisierung nicht erforderlicher Sendeanstalten nicht Halt machen darf.“

„Darüber hinaus können im ÖRR Angebote erfolgen, die über den reinen Informations- und Bildungsauftrag hinausgehen. Diese Formate sind nicht durch den (nach heutigem wohnungsbezogenen Gebührenmodell) auf unter zehn Euro zu senkenden monatlichen Basisbeitrag zu finanzieren, sondern durch nutzungsbezogene Sonderbeiträge („pay per view“ oder Abonnement).“

„Die Basisbeiträge sind zukünftig aufkommensneutral personenbezogen zu erheben. Gesonderte Zusatzbeiträge für „Pay per View“ bzw. Abonnements für Spartenkanäle werden für das jeweilige Empfangsgerät fällig.“

Wir betreiben also keineswegs die in den öffentlich-rechtlichen Medien so gerne betriebene Cancel-Culture um: Wer sich zum Beispiel von Georg Restle indoktrinieren lassen möchte, der möge es tun, in dem er für den Inhalt zusätzlich bezahlt. Solange Bedarf besteht und sich die ganze Sache rechnet, soll er gerne in einem Pay-per-View-Spartenkanal weitermachen.

„Die Aufsichtsgremien des ÖRR sollen zukünftig nicht mehr durch Politiker und Vertreter privilegierter Vereinigungen zusammengesetzt werden, sondern von den beitragspflichtigen Gebührenzahlern durch Wahlen bestimmt werden.“

Wir müssen endlich die Staats- und Politikferne des verbliebenen ÖRR herstellen. Die Zusammensetzung der Rundfunkgremien und die darauf basierende Bestellung von Intendanten, Programmdirektoren etc. darf nicht länger Gegenstand von politischen Deals und Kungeleien sein. Wenn sich das nicht ändert, werden die Tage des öffentliche-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsystems gezählt sein.

Adresse

Burgfeldring 16
Heroldingen
86655

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