24/09/2026
Natur erleben, Geschichte entdecken und Gemeinschaft stärken
Floriangruppe der Feuerwehr Jameln verbringt abwechslungsreiches Wochenende im Oberharz
Jameln/St. Andreasberg. Drei Tage voller Entdeckungen, Bewegung und gemeinsamer Erlebnisse liegen hinter der Floriangruppe der Feuerwehr Jameln. Vom 18. bis 20. September reisten 22 Kinder und vier Betreuer mit Bus und Bahn nach St. Andreasberg im Oberharz. Dort erwartete die jungen Feuerwehrmitglieder ein abwechslungsreiches Programm, das Naturerlebnisse mit Einblicken in die Bergbaugeschichte und jeder Menge Spaß verband. Zugleich bot die Fahrt reichlich Gelegenheit, die Gemeinschaft abseits der regelmäßigen Übungsdienste zu stärken.
Bereits die Anreise war Teil des gemeinsamen Abenteuers. Nach der entspannten Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bezog die Gruppe ihr Hostel. Dessen Lage blieb allen besonders gut in Erinnerung: Die Unterkunft befand sich „oben auf dem Berg“. Was zunächst vor allem nach einer schönen Aussicht klang, stellte im Verlauf des Wochenendes auch die Kondition auf die Probe. Allein am Sonnabend musste der Anstieg gleich zweimal zu Fuß bewältigt werden. Der guten Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch – auch die anstrengenden Wege gehörten am Ende zu den Erlebnissen, die die Gruppe miteinander teilte.
Schon am Freitag stand die erste Erkundung der Umgebung auf dem Programm. Eine Klimawandel-Exkursion führte die Kinder zu den Drei-Brode-Steinen. Unterwegs rückte ein Thema in den Mittelpunkt, dessen Folgen im Harz unmittelbar sichtbar sind: die Veränderungen der Fichtenwälder durch den Klimawandel. Die Kinder konnten sich vor Ort ein Bild davon machen, wie stark sich die Landschaft verändert. Damit wurde aus einem oft abstrakten Begriff eine konkrete Erfahrung. Die Begegnung mit der Natur bot Anlass, genauer hinzusehen und sich mit der Bedeutung des Waldes sowie dem Schutz der Umwelt auseinanderzusetzen.
Am Sonnabend wechselte die Perspektive von der Natur zur Technikgeschichte. Bei einer Führung durch das Bergbau-Museum Grube Samson, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, erhielt die Floriangruppe spannende Einblicke in die Untertagewelt. Der Besuch eröffnete einen Zugang zu einem wichtigen Teil der Geschichte des Harzes und ließ die Kinder die Welt des Bergbaus näher kennenlernen. Für die jungen Gäste war dies eine Gelegenheit, historische Technik und die damit verbundene Arbeit aus einer ganz anderen Zeit zu entdecken.
Nach den vielen Eindrücken im Museum kam auch das Vergnügen nicht zu kurz. Auf der Sommerrodelbahn ging es rasant bergab. Die Fahrt sorgte für einen schwungvollen Ausgleich zum Besichtigungsprogramm und zu den Fußwegen durch den bergigen Ort. Gerade die Mischung aus Entdecken, Lernen und Bewegung machte den Tag für die Kinder besonders abwechslungsreich.
Mit Einbruch der Dämmerung wartete ein weiterer Höhepunkt: Bei einer Fledermaus-Exkursion beschäftigte sich die Gruppe mit den nachtaktiven Tieren. Die Umgebung, die tagsüber bereits erkundet worden war, zeigte sich nun von einer anderen Seite. Zum Abschluss des ereignisreichen Tages standen damit noch einmal die Natur und das gemeinsame Erleben im Vordergrund. Auch eine erfolgreiche Nachtwanderung gehörte zu den besonderen Erfahrungen des Wochenendes.
Am Sonntag hieß es schließlich Abschied nehmen vom Oberharz. Glücklich, aber nach dem umfangreichen Programm auch müde, machten sich die Kinder und ihre vier Betreuer auf den Heimweg ins Wendland. Im Gepäck hatten sie zahlreiche neue Eindrücke: von den sichtbaren Veränderungen der Wälder über die Geschichte des Bergbaus bis hin zu den Erlebnissen in der Dämmerung. Ebenso wichtig waren die gemeinsam verbrachte Zeit und das Gefühl, als Gruppe unterwegs gewesen zu sein.
Ermöglicht wurde die Fahrt vor allem durch die großzügige Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung. Sie übernahm die Kosten für das gesamte Wochenende nahezu vollständig und leistete damit einen entscheidenden Beitrag zu diesem besonderen Erlebnis. Dafür bedankt sich die Floriangruppe der Feuerwehr Jameln herzlich.
Zurück im Wendland richtet sich der Blick bereits wieder auf die nächsten Übungsdienste. Die Erinnerungen an die drei Tage in St. Andreasberg werden die Gruppe dabei noch lange begleiten. Das Wochenende bot nicht nur ein vielseitiges Freizeitprogramm, sondern auch Raum für gemeinsames Lernen, neue Erfahrungen und einen gestärkten Zusammenhalt.