29/09/2026
Der bundesweite Aktionstag, zu dem der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften sowie zahllose lokale und regionale Bündnisse, Verbände und NGOs, Parteien sowie kleinere und größere politische Gruppen aufgerufen haben, liegt hinter uns. Wir halten fest: 175.000 Teilnehmer*innen, verteilt auf 15 Städte, sind ein Grund zur Freude. Die Ablehnung des geplanten sozialen Kahlschlags ist verbreitet und viele Menschen sind bereit, ihren Unmut auf die Straße zu tragen.
Ob die Demonstrationen politische Konsequenzen haben, ist unklar. Bisher ist noch keine einzige Zumutung der Bundesregierung zurückgenommen worden. Ein Aktionstag wie dieser wird den Wind im politischen Berlin nicht drehen können. Und auch die Arbeitsgebervertreter sind per se erstmal alarmiert, wie wir bereits am Vorabend der Proteste anhand von Steffen Kampeters exemplarischen Ausführungen feststellen konnten.
Es muss also weitergehen. Ganz klar.
Als 4-Stunden-Liga, mit unserem Fokus auf Arbeit und Arbeitszeitverkürzung, haben wir unsere Protest-Motivation vor einigen Wochen so umrissen: Wenn es gelingt, den Achtstundentag und bestehende arbeitsrechtliche Standards zu verteidigen, bleibt zukünftig mehr Spielraum für eine progressive (Arbeits-)Zeitpolitik. Daran halten wir fest. Und wir bringen es überall ein, wo wir können, ob im gewerkschaftlichen Kontext oder in der lokalen Bündnisarbeit. Denn der Status Quo ist selbst eine Zumutung, die wir nicht verteidigen wollen.
Deshalb sagen wir, liebe Freund*innen: Tut euch zusammen. Organisiert euch. Nur so bauen wir die Stärke auf, die wir brauchen, um in diesem Konflikt zu bestehen.
Achtstundentag verteidigen, 4-Stunden-Tag erkämpfen! Es gibt viel zu tun.