Kreuzberger Zentrum für Schwimmen und Gesundheitssport betrieben. GmbH und Zukunftbau GmbH. Die Veoliastiftung gab einen Zuschuss für die Einrichtung. Jh. V.
: 030 / 69 56 45 49
SANIERUNG UND AUSBILDUNG:
Das im Bad tätige "Projekt Baerwaldbad" ist ein Kooperationsprojekt der L.I.S.T. Seit August 2007 ist Zukunftsbau mit Jugendlichen beschäftigt, Bereiche des denkmalgeschützten Gebäudes im Rahmen von Ausbildung und Beschäftigung denkmalgerecht zu sanieren. Weitere Infos finden sich weiter unten oder direkt unter
www.projekt-baerwaldbad.de
Tel.: 030/ 67 30 90 71
FREIE ÖFFNUNGSZEITEN
- ALTE HALLE -
Di 14.00 - 15.00 Uhr Seniorenschwimmen
Mi 15.30 - 17.30 Uhr gemischtes Schwimmen
Fr 16.00 - 18.00 Uhr gemischtes Schwimmen
So 08.00 - 13.00 Uhr Familientag*
- NEUE HALLE -
Sa 08.30 - 13.00 Uhr Bahnenschwimmen
So 10.00 - 12.00 Uhr Männerschwimmen
12.00 - 14.00 / 15.00 - 17.00 Uhr Frauenschwimmen
Zu den restlichen Zeiten nutzen entweder Schülerinnen und Schüler Kreuzberger Schulen oder der TSB und einige andere Vereine die Hallen und die anderen Räume. EINTRITTSPREISE FÜR DIE FREIEN SCHWIMMZEITEN
Erwachsene 4,- € / 2h
Kinder / Schüler** 2,50 € / 2h
Ermäßigt (außer Sonntag)*** mit Ausweis 3,- € / 2h
* Familientag
Erwachsener + 1 Kind 6,- € / 2h
jeder weitere Erwachsene 4,- € / 2h
jedes weitere Kind 2,50 € / 2h
** Kinder ab 0 Jahre, Schüler nur mit Schülerausweis bis 18 Jahre
*** Ermäßigung (außer Sonntag) erhalten Rentner, Arbeitslose und Studenten bis 25 Jahre
VERKEHRSVERBINDUNGEN:
U-Bahnhof Prinzenstraße
Buslinie 140 (Wilmsstraße)
Buslinie M41 (Urbanstraße/ Baerwaldbadstraße)
KONTAKT:
TSB e.V. im Baerwaldbad
Baerwaldstraße 64-67
10961 Berlin
www.baerwaldbad.de
Tel.: 030-69 56 45 49
FÜNF RÄUME FÜR LAND- UND WASSERSPORT Im BAERWALDBAD
Im Bad gibt es zwei Schwimmhallen und drei Räume, die für den Sport benutzt werden können und die hier nun kurz vorgestellt werden:
RÄUME FÜR DEN LANDSPORT
1) BEWEGUNGSRAUM: Bewegung, Spiel und Turnen im Erdgeschoss des Altbaus
Hintergrund
Die ehemaligen Wannen- und Duschbäder hatten früher eine große Bedeutung, weil die meisten Wohnungen Kreuzbergs keine Bäder und Toiletten hatten. Heute gibt es dafür keinen Bedarf mehr, weshalb sie schon in den 1990er Jahren geschlossen wurden. 2006 wurden sie abgerissen und nach Jahren des Leerstandes durch das EFRE-Landes-Programm „Bildung im Quartier“ im Rahmen von Beschäftigungsförderung umgebaut. 2010 konnte der Bewegungsraum eröffnet werden. Eignung
Der Bewegungsraum ist mit seinen 143 m² fast eine kleine Turnhalle und eignet sich für 20 Personen. Es ist ein heller, hoher und moderner Raum und damit eine Überraschung im Bad mit seinem historischen Charme. Er ist geeignet für Bewegungssport, Spiele und Kinderturnen, Aerobic, Power-Fitness, Gymnastikkurse und Bodenturnen. Ausstattung
Schwingboden, Sprossenwände, Sportbänke, Matten, Bälle, Kleingeräte, Nutzung der Umkleidekabinen der Schwimmhallen, eigene WCs
2) GYMNASTIKRAUM: Präventions- und Gymnastikkurse in einem Raum mit großem Spiegel im 2. OG des Neubaus
Hintergrund
Bis 1996 hat der Bezirk Kreuzberg das Baerwaldbad als kommunale Einrichtung betrieben. Es war in den 1980er Jahren das meist besuchte Bad im damaligen Westteil der Stadt. In vielen Nebenräumen und besonders im 3. Obergeschoss des Neubaus waren die Badverwaltung und andere bezirkliche Einrichtungen, wie z.B. das Gesundheitsamt, untergebracht. Nach Sanierungsarbeiten kann nun auch dieser Bereich für den Sport genutzt werden. Eignung
Auf der 2. Etage des Neubaus gibt es mehrere kleine Räume, die u.a. von Interessierten des Tauchsportes genutzt werden. Einer der größten Räume ist der 101 m² Gymnastikraum für ca. 15 Personen. Manche nennen ihn wegen des wandgroßen Spiegels auch den Spiegelraum. Er eignet sich für Wirbelsäulen- und Rückengymnastik, Pilates, Yoga, Tai-Chi, Qi-Gong und progressive Muskelentspannung. Ausstattung
Spiegelwand, Gymnastikbälle, Matten, Kleingeräte, Nutzung der beiden separaten Umkleidekabinen, eigene WCs
3) FITNESSRAUM: Konditions- und Krafttraining im 1. Obergeschoss des Altbaus
Hintergrund
In diesem Raum befanden sich ebenfalls Wannenbäder, die heute niemand mehr in Kreuzberg braucht. Der Raum wurde 2011 ebenfalls über das Programm „Bildung im Quartier“ in Verbindung mit Beschäftigungs-maßnahmen grundlegend saniert. Die neue Verbindungstür zum Treppenhaus und zu den Umkleiden im Neubau entstand ebenfalls im Zuge der Sanierung. Damit steht nun ein moderner Raum für den Sport in Kreuzberg zur Verfügung. Das historische Treppenhaus, das in den Bewegungsraum ins Erdgeschoss führt, ist einer der wenigen Bereiche, die fast unverändert den ursprünglichen Zustand von 1901 und damit die Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes zeigen. Eignung
Der Fitnessraum wird Anfang des Jahres 2012 frisch saniert eröffnet. Er ist ein heller und moderner 200 m² großer Raum, der sich für mindestens 20 Personen eignet. Geplant ist, ihn als Mehrzweck- und Fitnessraum für Ausdauer- und Krafttraining zu nutzen. Ausstattung
Sportboden, Abstellräume, Nutzung der Umkleidekabinen der Schwimmhallen durch einen neu geschaffenen Zugang in den Neubau
ZWEI SCHWIMMHALLEN
4) ALTE SCHWIMMHALLE: Aqua- und Schwimmkurse im warmen Wasser
Hintergrund
Wenn es den Kronsaal des Baerwaldbades gibt, dann ist es die Alte Halle. Sie ist relativ unbeschadet durch den Krieg gekommen. Allerdings veränderte sich das Gesicht der Halle in der Nachkriegszeit durch den Einbau von Umkleidekabinen aus Kunststoff. Die nun wieder an den historischen Entwurf von 1901 erinnernden Türen wurden durch Auszubildende von Zukunftsbau 2008 wiederhergestellt. Die geschnitzten Figuren stammen von Auszubildenden der Eckener Schule in Flensburg. Eignung
Die alte Schwimmhalle mit 30°C warmem Wasser und Nichtschwimmer- und Schwimmerbereich eignet sich ideal für Wassergymnastik und Schwimmunterricht. Durch die Umkleidekabinen im Erdgeschoss und der Wendeltreppe, die direkt ins Wasser führt, kann sie auch besonders gut von Seniorinnen und Senioren genutzt werden. Durch den Nichtschwimmerbereich und die langsame Senkung des Beckenbodens in den Schwimmerbereich können auch Nicht-Schwimmer an den Aqua-Kursen teilnehmen. Aktuelle Nutzung
Vormittags erlernen Kreuzberger Drittklässler im Rahmen des Schulschwimmens und nachmittags viele Kinder und Erwachsene beim TSB e.V. das Schwimmen. Der TSB und andere Vereine geben zu verschiedenen Zeiten Aquafitness. Am Sonntag und an einigen anderen Tagen ist die Halle für die Öffentlichkeit zugänglich. Die genauen Zeiten stehen im Internet oder können telefonisch erfragt werden.
5) NEUE SCHWIMMHALLE: Sportschwimmen im 25-Meter-Becken
Hintergrund
Hinter den Mauern des Erweiterungsbaus von 1917, die an einen Renaissancepalast erinnern, verbirgt sich eine Schwimmhalle im Stil der 1950er Jahre. Nach schweren Kriegszerstörungen wurde die Halle wieder aufgebaut und stellt sich heute als ein besonders gelungenes Beispiel der Nachkriegsarchitektur dar. Eignung
Die neue Schwimmhalle besitzt ein 25-Meter-Becken und wird zum Sportschwimmen und als Lehrbecken für Anfänger-Schwimmkurse von Kindern und Erwachsenen genutzt. Im Nicht-Schwimmbereich im vorderen Teil des Beckens kann man stehen, wodurch eine gute Wassergewöhnung durchgeführt werden kann. Auf der anderen Seite des Beckens ist das Wasser 3 m tief. Dies sind optimale Voraussetzungen zum Üben von Startsprüngen und Wenden. Aktuelle Nutzung
Die neue Halle ist, wie auch die alte Halle, weitestgehend ausgebucht. Hier haben am Vormittag Schülerinnen und Schüler der 3. Klassen aus Kreuzberg regulären Schwimm-unterricht. Nachmittags wird das Becken vom TSB und anderen Vereinen, spät abends von der TU genutzt, sonntags und an einigen anderen Tagen gibt es zudem öffentliche Schwimmzeiten für den freien Publikumsverkehr. Freie Schwimmzeiten sind also rar. Aber wie das Wasser ist auch die Belegung in Bewegung. Vielleicht findet sich für besonders überzeugende Ideen auch noch eine Zeit. PROJEKT BAERWALDBAD: AUSBILDEN UND SANIEREN
Seit August 2007 ist der Jugendhilfe- und Bildungsträger Zukunftsbau GmbH in Kooperation mit der L.I.S.T. Stadtentwicklungsgesellschaft mbH und anderen Partnern bemüht, Bereiche des denkmalgeschützten Bades zu sanieren. Dies geschieht im Rahmen von Projekten, die der berufl ichen Ausbildung bzw. Orientierung oder der Beschäftigungsförderung dienen. Hauptzielgruppe dieser Projekte sind sozial benachteiligte junge Erwachsene. Folgende Sanierungsprojekte wurden seit 2007 fertig gestellt: Wiederherstellung der Umkleidekabinen in der alten Halle, Sanierung Treppenhäuser und Schwingtür, Nutzbarmachung der ehem. Duschräume als Lehrwerkstatt und der ehem. Wannenbäder im Erdgeschoss als Bewegungsraum. Die Sanierung wird während des laufenden Badebetriebes derzeit fortgesetzt. Eines der wichtigsten Projekte ist die „Lehrwerkstatt Baerwaldbad“ mit einer Laufzeit von 2009 bis 2012. Es wird über das ESF-Bundesprogramm „Soziale Stadt – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)“, das Jobcenter und das Bezirksamt gefördert. EUROPA NOSTRA AWARD
Dem Baerwaldbad wurde im Juni 2010 in Istanbul der Preis der Europäischen Union für das Kulturerbe/ Europa Nostra Award in der Kategorie „Ausbildung, Bildung und Bewusstseinsbildung“ verliehen. Das Projekt erhielt dabei sogar den Grand Prix dieser Kategorie. Den Grand Prix in der Kategorie „Erhaltung“ erhielt das Neue Museum. Mit dem Preis werden jedes Jahr europaweit herausragende Leistungen zur Erhaltung des Kulturerbes ausgezeichnet. In der Preisbegründung für das Baerwaldbad heißt es: „Der Preis erkennt den bemerkenswerten Erfolg eines vielseitigen sozialen Projekts an, ein Projekt, das die Arbeit mit sozial benachteiligten Bewohnern mit hochwertiger Denkmalpflege synchronisierte. Indem es vergessene kulturelle Einflüsse aufzeigt und junge Erwachsene in Restaurierungstechniken ausbildet, zielt dieses Projekt auf die kulturelle Rückgewinnung von Elementen, die von vorhergehenden Generationen vernachlässigt wurden. Das Projekt zeigt einen Weg, wie historisches Erbe in Einklang mit gesellschaftlichen Veränderungen gebracht werden kann, denen moderne europäische Städte ausgesetzt sind. Es bot den Teilnehmern darüber hinaus Möglichkeiten, sich sozial und beruflich zu integrieren.“
GESCHICHTE DES BADES
“Zum Ende des 19. wurde in der unaufhaltsam wachsenden Industriestadt Berlin angesichts des allgegenwärtigen Wohnungselends (nicht selten hausten 6-8 Personen in Einzimmerwohnungen mit Außentoilette und ohne Badezimmer) und der katastrophalen hygienischen Verhältnisse der Ruf nach öffentlichen Badeanstalten laut. Der Dermatologe Dr. Lassar forderte schon in den 80er Jahren des 19. Jh. „Jedem Deutschen wöchentlich ein Bad!“ So wurde der Stadtbaurat Ludwig Hoffmann beauftragt, in dem dicht besiedelten Arbeiterbezirk Berlin-Kreuzberg ein Stadtbad mit Wannen- und Brauseabteilung zu errichten. Das Stadtbad Kreuzberg (Baerwaldbad) entstand in den Jahren 1898 – 1901 zeitgleich mit dem Bau der Gemeindeschule Wilmsstraße 10 (heute Bürgermeister-Herz-Schule) und der von Paul Schröder entworfenen Apostolischen Kirche. Zunächst entstand der südliche Trakt mit der kleinen Schwimmhalle. Das Bad beherbergte ein U-förmiges Schwimmbecken von 21,20 m Länge und einer Breite von 9,15 m, sowie 69 Wannen- und 42 Brausebäder, eine medizinische Abteilung, die nötigen Kassenräume und – im Obergeschoß – Wohnungen für die Bediensteten. Im hinteren Teil des Gebäudes befindet sich ein zusätzliches Treppenhaus, welches den Schülern der dahinter liegenden Schule einen direkten Zugang zu den Baderäumen ermöglichte. Schon bald wurde das stark frequentierte Bad zu klein, so dass in den Jahren 1913-1917 auf der Ecke Baerwaldstraße/Wilmsstraße ein Erweiterungsbau errichtet wurde. Der neue Bau war mit einem Schwimmbecken (Länge 25 m, Breite 9,55 m), 35 Brausebädern und einer Heil- und Kurabteilung ausgestattet. Im zweiten Weltkrieg wird die neuere „Große Halle“ völlig zerstört. 1951 beschloss der Bezirk den Neubau der zweiten Schwimmhalle. Nach dreijähriger Bauzeit konnte diese am 28. August 1955 der Öffentlichkeit übergeben werden. In den darauf folgenden Jahren erfreute sich das Bad regen Zulaufs, da immer noch viele Kreuzberger Wohnungen ohne Badezimmer waren. Auch das Schul- und Vereinsschwimmen fand im Bad statt. Viele Kreuzberger haben hier Schwimmen gelernt. In den 90er Jahren des 20. wurden nach und nach (mangels Nachfrage) einzelne Abteilungen stillgelegt, bis 1998 auch der öffentliche Badebetrieb eingestellt wurde. Es fand nur noch Schul- und Vereinsschwimmen statt und im Jahre 2002 folgte das endgültige Aus. In Artikel XII des Haushaltsentlastungsgesetzes 2002 wurde eine Änderung des Bäder-Anstaltsgesetzes (siehe GVBl. Nr. 26 vom 25.7.2002, S. 205) beschlossen. Nach dem neuen § 1 b des „Gesetzes über die Anstalt öffentlichen Rechts Berliner Bäder-Betriebe (Bäder-Anstaltsgesetz – BBBG)“ endete die Betriebspflicht der Berliner Bäder Betriebe für 14 Berliner Schwimmbäder zum 31. Juli 2002; unter anderem auch für das Stadtbad Kreuzberg. EIN SCHWIMMVEREIN BETREIBT EIN BAD
Die Mitglieder der Kreuzberger Schwimmvereine wollten das so nicht hinnehmen und gründeten das Projekt „Baerwaldbad“ und den Verein TSB e. Der Verein betreibt mit viel ehrenamtlichem Engagement bis heute als Pächter das Bad. Seit Oktober 2002 können auch die Bürger wieder baden.
“Es war die Rettung in letzter Minute, Schwimmbäder verfallen rasant. Einmal trocken gelegt, reißt der Beckenboden, rosten die Rohre. (...) “Wir haben es ja entgegen allen Erwartungen geschafft, weiterzumachen. Das war ein Politikum”. Dem Personalrat der Bäderbetriebe zeigte der neu gegründete TSB, dass ein Schwimmbad auch mit weniger Personal funktioniert. Was vorher der Arbeitsplatz von 12 Angestellten war, wird jetzt von zwei Hauptamtlichen und einer Handvoll Ehrenamtlichen betrieben (...). Das sie es schaffen, liegt wohl nicht nur daran, dass sie sich “ins Bad verknallt haben”, wie Uffelmann (Vorsitzender des Betreibervereins TSB) sagt. Es hat mit dem Gefühl von Verantwortlichkeit zu tun." (Tageszeitung)
BAUBESCHREIBUNG
Der in den Jahren 1898-1901 nach Plänen von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann errichtete dreigeschossige Bau wirkt auf den ersten Blick wie ein römischer oder florentinischer Renaissancepalast. Erst beim zweiten Hinsehen erkennt man den untypischen Aufbau des Zwischengeschosses mit kleinen Fenstern (Luken). Dahinter verbergen sich die Zellen der Wannenbäder. Die Fassade ist gegliedert in ein rustikales Erdgeschoss aus Wünschelburger Sandstein mit großen Rundbogenfenstern, ein Fries mit Luken im zweiten Geschoss schließt den rustizierten Teil der Fassade ab. Das obere Geschoss, welches die ehemaligen Dienstwohnungen der Badbediensteten beherbergt, ist glatt verputzt. Das beeindruckende Hauptportal wurde von dem Bildhauer Otto Lessing gestaltet. Im Erdgeschoss befanden sich links und rechts des Mitteleinganges zwei Kassenräume (jetzt nur noch links), die Vorhalle und zwei Treppenhäuser. Dahinter, in der Hauptachse des Gebäudes, liegt die kleine Schwimmhalle mit U-förmigem Becken und hohem Tonnengewölbe. An den Längsseiten des Beckens befinden sich Arkaden mit jeweils 5 Rundbögen, auf denen eine Galerie verläuft. Der Schmuck der Rundbögen stammt von Ernst Westphal. In den Rundbögen befanden sich je zwei Umkleidekabinen, deren Mittelpfosten mit Skulpturen geschmückt waren. Im Zwischengeschoss befanden sich die Wannenbäder. Diese Räume wurden 2006 entkernt und harren nun einer neuen Nutzung. Die Dienstwohnungen im oberen Geschoss werden heute als Büro des Betreibers und als Büro, Schulungsraum und Aufenthaltsraum des Projektes Baerwaldbad genutzt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. QUELLEN:
www.baerwaldbad.de
Dörte Döhl "Ludwig Hoffmann, Bauen für Berlin 1896-1924"
www.projekt-baerwaldbad.de