Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen

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Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist eine gemeinnützige, private, kulturelle Institution und den Ideen und Grundwerten der Sozialen Demokratie verpflichtet.

Mit unserer Arbeit möchten wir den demokratischen Prozess aktiv unterstützen und möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich daran zu beteiligen! In Sachsen ist die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) seit 1990 eine feste politische Größe. Als Vermächtnis des ersten demokratisch gewählten Staatsoberhauptes in Deutschland, des Sozialdemokraten Friedrich Ebert, wurde die Stiftung 1925 nach seinem Tod gegründet und ist damit die älteste politische Stiftung in Deutschland. Mit Beginn des Jahres 2012 bilden die beiden Regionalbüros Leipzig und Dresden nun das Landesbüro Sachsen. Ihr erreicht uns hier:
Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Sachsen
Burgstraße 25
D-04109 Leipzig

Büro Dresden
Obergraben 17a
01097 Dresden

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www.fes.de/sachsen

❗20. Mitteldeutscher WirtschaftsDialog diskutierte die Zukunft der Städte❗Wie wollen wir künftig leben, wohnen und arbei...
16/10/2026

❗20. Mitteldeutscher WirtschaftsDialog diskutierte die Zukunft der Städte❗

Wie wollen wir künftig leben, wohnen und arbeiten? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der 20. Mitteldeutsche WirtschaftsDialog unter dem Titel „Die Zukunft der Städte – Wie wollen wir leben?“. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Planungspraxis und Wirtschaft diskutierten vor einem interessierten Publikum über die Herausforderungen und Perspektiven der Stadtentwicklung in Ostdeutschland.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die großen Zukunftsaufgaben der Städte: die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Sicherung guter Bildungsangebote, die Gestaltung einer klimafreundlichen Infrastruktur sowie die Finanzierung kommunaler Aufgaben in Zeiten angespannter Haushaltslagen. Gleichzeitig wurde die Frage diskutiert, wie eine ausgewogene Entwicklung von städtischen und ländlichen Räumen gelingen kann.

In der Diskussion wurde deutlich, dass Städte weiterhin zentrale Orte für Innovation, gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Entwicklung sind. Zugleich stehen sie unter erheblichem Veränderungsdruck. Die Teilnehmenden waren sich darin einig, dass die Herausforderungen nur durch ein enges Zusammenspiel von Bund, Ländern und Kommunen bewältigt werden können.

An der Podiumsdiskussion beteiligten sich Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, Prof. Dr. Thomas Lenk, ehemaliger Direktor des Instituts für Öffentliche Finanzen und Public Management der Universität Leipzig, sowie Ines Senftleben, Freie Architektin für Stadtplanung und Vizepräsidentin der Architektenkammer Sachsen. Durch den Abend führte der Wirtschaftsjournalist und Medienberater Wolfgang Brinkschulte.

Der 20. Mitteldeutsche WirtschaftsDialog machte deutlich, dass die Zukunft der Städte eine gemeinsame Gestaltungsaufgabe ist. Der Austausch zwischen Politik, Wissenschaft und Praxis zeigte, wie wichtig langfristige Strategien und eine aktive Gestaltung der Transformation für lebenswerte und wirtschaftlich erfolgreiche Städte sind.

Ein höfliches Seminar war nicht zu erwarten, und es kam auch nicht dazu: Platon, Kant, de Sade und Anscombe stritten, st...
15/10/2026

Ein höfliches Seminar war nicht zu erwarten, und es kam auch nicht dazu: Platon, Kant, de Sade und Anscombe stritten, stichelten und fielen sich ins Wort, sodass Moderatorin Katharina Schenk, Mitglied des Thüringer Landtags, bald weniger Gastgeberin als Schiedsrichterin wurde.

Erste Runde: die rote Ampel

Platon eröffnete mit dem Unsichtbarkeitsbeispiel: Warum nicht stehlen, wenn es niemand sieht? Schenk holte die Frage in den Alltag und wollte wissen, wer nachts im Regen schon einmal bei Rot über die Ampel gegangen sei. Alle Hände gingen nach oben, und das brachte Kant in arge Erklärungsnot. Laut Kant’s Philosophie verhalten sich die Menschen gut und bevorzugen moralisch korrekte Handlungen. Denn, wer würde gern in einer Welt leben, in der jede*r über rote Ampel läuft? Platon nutzte den Moment und trennte Gründe von Motiven. Die Vernunft kenne die Gründe, die Neigungen aber lieferten die Motive. Wer unmoralisch handle, zeige eine Seele in Unordnung.

Gesetze oder Erziehung?

Auf Schenks Frage, ob man bei jungen Menschen eher auf schärfere Gesetze oder auf Erziehung setzen solle, antwortete Anscombe klar: Es müsse über die Einsicht gehen, junge Leute müssten verstehen, was richtig ist. De Sade hielt dagegen, bei ihm führe der Weg nur über Sanktionen.

Dann griff Platon Kant an: Was sei eigentlich das gute Leben? Viel mehr als Individualismus, Spaziergänge und Wohlbefinden habe der nicht zu bieten. Entscheidend sei das rechte Verhältnis zu den Neigungen, denn wer sich ihnen nur hingebe, lebe in Angst vor Entdeckung. Kant blieb gelassen: Anscombe fügte hinzu, Regeln müssten im Normalfall funktionieren, im Einzelfall aber seien Kontext und Zielkonflikte ernst zu nehmen, Ausnahmen inbegriffen. Der Kompass bleibe die Tugend.

Der Marquis gegen den Rest

De Sade gab sich als Realist: Er wolle niemanden überzeugen. Seine Botschaft gelte einer winzigen Elite von Starken. Im Einzelfall sei jeder immer wieder in der Lage, Regeln zu verletzen, und Trittbrettfahren sei durchaus nachvollziehbar. Platon setzte den Schlusspunkt: Moral gedeihe nur dort, wo man das gute Leben kenne. Der Tyrann tue gar nicht, was er wolle, denn er lebe in Angst.

Privilegierte, Fremdgehen und die Starken

Wie überzeugt man Privilegierte, sich an Gesetze zu halten? Kant fragte zurück: Wenn es mir richtig gut geht, warum sollte ich helfen? Weil mir dann vielleicht auch andere helfen. Platon sah es nüchtern: Entweder sei jemand für Gedanken zugänglich oder nicht, dazu brauche es eine charakterliche Disposition. Anscombe gab zu, ihr leuchteten Gründe ein, doch die Motive, es dann auch zu tun, könnten schwächer sein; deshalb brauche es Erziehung. De Sade meinte nur: Privilegierte überzeuge man gar nicht.

Dann kam die Frage nach dem Fremdgehen. Selten war sich die Runde so einig: Platon, Anscombe und Kant sagten ein klares Nein, mildernde Umstände ließ Kant nicht gelten, schließlich hätten alle Menschen Moral. De Sade dagegen bekannte sich als Parasit in einer moralischen Gesellschaft: Wer unbeobachtet sei, habe keinen Grund, moralisch zu sein.

Zum Schluss die Frage, warum bei Regeln, selbst wenn sie von den Schwachen stammen, so oft die Starken profitieren. Platons Antwort: Sie profitieren gar nicht von den Regeln, sondern davon, dass sie sich nicht daranhalten, damit durchkommen und es sich leisten können.

Politisch-bildnerische Einordnung

Hinter dem Humor standen Kernfragen der Demokratie: Wie verhindert man Trittbrettfahren? Was geschieht, wenn Mächtige Regeln folgenlos brechen? Setzt eine Gesellschaft auf Strafe oder auf Bildung? Der Abend machte diese Fragen lebendig, weil er Argumente nicht verkündete, sondern im Wortgefecht erprobte, auch die des Provokateurs. De Sades Schlusswort fasste es treffend zusammen: Wer Moral verteidigt, muss sie begründen können. Genau dazu lud dieser Abend das Publikum ein.

Vielen Dank an Thomas Kater, Marie Hirsch, Winfried Schröder und Dietrich Schotte sowie Katharina Schenk, und allen Teilnehmenden und Mitwirkenden für diesen interessanten Abend, die wertvollen Impulse und den offenen Austausch.

10/10/2026

‼️Viele Ostdeutsche wenden sich von der Demokratie ab.

➡️ Beim Politischen Quartett hat Claudia Euen das Buch „Es war einmal ein Land“ von Jana Hensel vorgestellt und uns erklärt, woran die Autorin diese These festmacht.

📝Save the Date!Stadt, Raum, Frust?! Teil II. Wo begegnen wir uns?📍Klemperer-Saal der SLUB, Zellescher Weg 18, 01069 Dres...
09/10/2026

📝Save the Date!
Stadt, Raum, Frust?! Teil II. Wo begegnen wir uns?

📍Klemperer-Saal der SLUB, Zellescher Weg 18, 01069 Dresden
📆Di, 27.10.26 🕰️17 Uhr

Öffentliche Räume wie Jugendclubs, Kulturzentren und Bibliotheken sind Orte der Begegnung, des Austauschs und der demokratischen Teilhabe. Gleichzeitig stehen viele dieser demokratischen öffentlichen Räume unter Druck: Die angespannte Haushaltslage, steigende Kosten und unsichere Förderperspektiven stellen die Zukunft zahlreicher Begegnungsorte infrage. Gemeinsam wollen wir an verschiedenen Thementischen diskutieren, welche Rolle öffentliche Räume für eine lebendige Demokratie spielen und wie sie auch in Zukunft Orte der Begegnung und Teilhabe bleiben können.

Wir freuen uns u. a. auf:
👉Elli Martius, Stadträtin der Stadt Dresden (SPD)
👉Stefan Kausch, Diplom-Politologe, Autor des Artikels Braver Spaces in Ostdeutschland
👉Lisa Bendiek, Kulturbüro Sachsen e.V., Arbeitsbereich Kinder- und Jugendhilfe
👉Amy Kirchhoff, Generalsekretärin der Bundesschüler:innenkonferenz und Mitorganisatorin des Unter Leuten Festivals

Moderation: Livia Knebel

📎Der Eintritt ist frei.

️‍❗Anmeldung bis 20.10.26, wie immer auf unserer Website (einfach den Link im Story-Highlight “Anmeldung” nutzen).

Eine Veranstaltung in Kooperation von Friedrich-Ebert-Stiftung Sachsen und der SLUB Dresden.

Der Zweite Teil der Veranstaltungsreihe findet am 27.10.26 unter dem Titel “Wo begegnen wir uns?” und als World Café statt.

04/10/2026

‼️"Wenn Frauen vor die Türen gehen, ist das ein Akt des politischen Widerstandes."

➡️ Dirk Panter hat beim letzten Politischen Quartett das Buch "Auf den Straßen Teherans" von Asal Dardan vorgestellt. Hier erzählt er auch, warum ihr das Buch unbedingt lesen solltet!

📝Save the Date❕Poetry Slam über Ungleichheit: Zwischen verschlossenen Türen und Aufstiegschancen📍Malzhaus, Alter Teich 7...
25/09/2026

📝Save the Date❕
Poetry Slam über Ungleichheit: Zwischen verschlossenen Türen und Aufstiegschancen

📍Malzhaus, Alter Teich 7-9, 08527 Plauen
📆 Mi, 01.10.25, 🕰️18 Uhr

💬 Zwischen den Zeilen liegt oft mehr Wahrheit als in jeder Statistik. Beim Poetry Slam wird Ungleichheit hörbar. Geschichten von offenen und verschlossenen Türen, von Herkunft, Aufstiegschancen und der Sehnsucht nach fairen Perspektiven.

Am 7. Oktober 2026 laden wir ins Malzhaus Plauen ein, wo Poet_innen Beobachtungen und Erinnerungen in Texte verwandeln, die berühren, herausfordern und zum Weiterdenken anregen.
👐Ein außergewöhnlicher Abend, der zeigt, was unsere Gesellschaft trennt und zusammenhält.

Line-up:
👉Marcus Winterweiß(Leipzig)
👉Lucas Schemenz (Berlin)
👉Jahn Boie (Bochum)
👉Heidi Wagner (Berlin)

🎤Moderation: Kaddi Cutz (Dresden)

️📎Der Eintritt ist frei.
❗️Anmeldung wie immer auf unserer Website (einfach den Link im Story-Highlight “Anmeldung” nutzen)

31/08/2026

❓️Was muss Europa jetzt tun?


➡️ Wir haben Matthias Ecke, Mitglied des Europäischen Parlaments, bei unserer Veranstaltung „Frieden in Europa – Herausforderungen und Verantwortung der Europäischen Union” am 27.08.2027 gefragt.

05/08/2026

➡️ Ist die Teilung Vergangenheit oder Gegenwart❓️

💬 Zum 36. Bautzen-Forum haben wir Pia Heine von der Gedenkstätte Moritzplatz in Magdeburg gefragt.

30/07/2026

❓️Wie viel Vergangenheit steckt in unseren Ost- und Westvorurteilen?

💡 Wir haben den Autor Domenico Müllensiefen anlässlich des 36. Bautzen Forums gefragt.



27/07/2026

❓️Ist die Teilung Vergangenheit oder Gegenwart?

💡Wir haben Alexander Moritz, Landeskorrespondent für Sachsen des Deutschlandfunks Kultur, gefragt.

➡️Anlässlich des 36. Bautzen Forums haben wir unsere Referent:innen gefragt, ob die Teilung Vergangenheit oder Gegenwart ist.

Adresse

Burgstraße 25
Leipzig
04109

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 14:00

Telefon

+493419602160

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