12/10/2026
Das Aloysianum wurde 1850 auf Betreiben des Opladener Pfarrers Stephan Krey gegründet. Zuerst bezog man Gebäude an der Kölner Straße. Der rasche Zuspruch für die konfessionelle Schule führte 1867 zu einem Wechsel der Trägerschaft hin zum Erzbischöflichen Stuhl zu Köln und 1876 zur Errichtung eines neuen Schulgebäudes.
Doch auch dieses Gebäude wurde bald zu klein, so dass in einem weiteren Schritt 1908 u. a. die Errichtung eines neuen Hauptgebäudes sowie einer Kapelle erfolgte.
Im Jahre 1923 wurde die Schule zum Vollgymnasium erhoben und konnte somit auch eigene Reifeprüfungen durchführen.
Der Beginn der NS-Herrschaft sollte auch für das Aloysianum den Anfang des Endes bedeuten. Schon 1934 wollten die Nationalsozialisten die Schule schließen. Als Rektor Dr. Peter Neuenheuser seinen Schülern verbot, an einer anti-kirchlichen Veranstaltung der Hitlerjugend teilzunehmen, geriet „der weißhaarige, alte Oberstudiendirektor“ verstärkt ins Visier der Nationalsozialisten. Es folgte die kurzzeitige Verhaftung, ein Aufenthaltsverbot für den damaligen Regierungsbezirk Düsseldorf und schlussendlich 1937 die Zwangspensionierung.
Als Konsequenz von Neuenheusers Widerstand und der unliebsamen kirchlichen Trägerschaft, schlossen die Nationalsozialisten 1938 die Schule.
Ab 1939 vermietete die Kirche die Gebäude an die Stadt Opladen, welche das Hauptgebäude als Rathaus nutzte, bis es 1975 abgerissen wurde. Vom alten Aloysianum blieb nur die ehemalige Kapelle erhalten.
Bildquellen: 6041.402.007, 6041.402.008,6060.22, 6090.0014.001 , 6090.0025.002