08/09/2026
Floßbau in den Sommerferien – Lernen mal anders
In diesen Sommerferien hieß es am Müllroser See wieder einmal Leinen los und Horizonte erweitern. Elf Kinder aus der Lerntherapie und der Lerngruppe Plus stellten sich neuen Herausforderungen. Was am ersten Tag als unsicheres Aufeinandertreffen der Kinder begann, wurde am zweiten Tag zu einem echten Wir-Gefühl, bis am Ende alle glücklich und zufrieden im Wasser landeten.
Bevor jedoch das erste von drei Flößen auf dem See schwimmt, braucht es viel Anstrengungsbereitschaft, Ausdauer und Frustrationstoleranz – alles Eigenschaften, die im Alltag der Kinder bedeutsam sind und im Rahmen der Lerntherapie vermittelt werden.
Und dann passiert das, wofür ich als Lerntherapeutin meinen Job liebe: Ein Mädchen, das sonst nicht mitkommt, übernimmt das Ruder und löst das Problem mit den Brettern und Schläuchen. Ein Junge, der sonst aufgibt, zieht den Knoten zum vierten Mal nach. Und dann trägt das Floß und ist bereit zur Jungfernfahrt.
Sie alle entdecken neue Fähigkeiten, lassen ihrer Kreativität freien Lauf und zeigen Teamgeist. So gelingt es an den Projekttagen, dass für Schwierigkeiten, die sonst den Alltag der Kinder bestimmen, kein Platz mehr ist.
Solche Ergebnisse lassen sich nicht im Hilfeplan vorhersagen. Solche Ziele erreichen wir nur als Team, indem wir Kindern einen sicheren Ort geben, ihnen zuhören und sie stark machen.