30/09/2026
Von einem Bürger habe ich erfahren, dass die am geschlossen werden soll. Tatsächlich arbeiten die 4 MitarbeiterInnen, die mit der Aufgabe bisher in Mainburg betraut waren, seit Anfang dieser Woche in Kelheim.
Menschen, die ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht regeln können, ob aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkung, schwerer Erkrankung bzw. eines Unfalls, bedürfen einer gesetzlichen Vertretung durch eine Betreuungsperson. Die Betreuungsstelle dient als lokale Anlaufstelle für diese Menschen und ihre Angehörigen, die durch die Betreuungs- bzw. Erkrankungssituation regelmäßig großen Belastungen ausgesetzt sind, oft wenig mobil sind und daher unkomplizierte Unterstützung erfahren sollten. Daneben arbeiten die Mitarbeiter des Landratsamt im dem Zusammenhang mit Gesundheitseinrichtungen wie dem Mainburger Krankenhaus, dem Amtsgericht und anderen Behörden zusammen. Sie klären das persönliche Umfeld vor Ort bei Bedarf auf Betreuung, beraten aber auch bei bestehenden Betreuungen die Betreuten, Betreuer und Angehörige bei Fragen und Problemen. Auch die Beratung zum Thema Vollmachten (z.B. Vorsorgevollmacht) gehört zum Aufgabengebiet.
Ich habe vorgestern im Kreisausschuss auf die Verlagerung aufmerksam gemacht und Herrn Landrat Nerb gebeten, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. Das niederschwellige Angebot der Betreuungsstelle wird meines Wissens in Mainburg von Bürgern aus dem südlichen Landkreis gut angenommen und vor Ort auch gebraucht. Die Angliederung an die Betreuungsstelle in , Donaupark 13 (Außenstelle Landratsamt) wird mit internen Belangen begründet.
Dass es laut Nerbs Aussage zu keinen Einschränkungen im Bürgerservice kommen soll, stelle ich in Frage. Auch wenn Termine nach Vereinbarung in Mainburg möglich sein sollen, ist offen, in welchem Umfang dies möglich sein wird. Für die Betroffenen eine weitere unnötige Hürde! Welches Signal ist das (erneut) für Mainburg?