08/10/2026
Geschwindigkeitsüberwachung in Mechernich Ratssitzung Mechernich - 29.09.2026
Die Meinungen zu mobilen Blitzern sind gespalten. Die Mehrheit befürwortet Blitzer-Anhänger grundsätzlich – allerdings unter einer ganz klaren Bedingung: Es geht um Sicherheit, nicht um Abzocke!
Kommunen sollten Blitzer ausschließlich dort einsetzen, wo es wirklich gefährlich ist (vor Kitas,
Schulen, Bushaltestellen, Altersheime sowie erwiesenermaßen gefährliche, stark frequentierte
Fußgängerüberwege).
Kontrollen an übersichtlichen aber viel befahrenen Straßen hinterlassen oft den bitteren Beigeschmack reiner Geldmacherei.
Der erzieherische Effekt von mobilen Blitzer-Anhängern ist durch deren unvorhersehbare Rotation
im ersten Moment zwar groß, die Langzeitwirkung am jeweiligen Aufstellort nimmt jedoch rasch ab.
Daher sind zusätzliche Maßnahmen, insbesondere innerorts, erforderlich:
• Warnschilder wie „Achtung Geschwindigkeitskontrolle“ vor Gefahrenstellen haben
Erziehungseffekt auch wenn der Blitzer-Anhänger dort nicht steht.
• Breitere Randstreifen (z. B. für Fahrradwege) verringern die gefühlte Fahrbahnbreite.
• Querlinien auf dem Asphalt, die in immer kürzeren Abständen folgen, täuschen dem Fahrer
eine höhere Geschwindigkeit vor, als er tatsächlich fährt.
• Ein rauerer Asphalt verändert das Abrollgeräusch der Reifen und führt zu reflexartigem Abbremsen.
• Wechselseitiges Einzeichnen von Parkflächen oder Fahrbahnverengungen auf der linken und rechten Straßenseite verhindert geradeaus „durchrasen“.
• Wir haben in der Ratssitzung am 29.9.2026 einem 2-jährigen Leasing eines Blitzeranhängers
zur Probe unter den o.g. Bedingungen zugestimmt.
Eine momentane Gelegenheit ist der Umbau der Feytalstraße. Hier sollte man außerdem den Einsatz eines permanenten Blitzers in Erwägung ziehen.