09/10/2026
Das sagt Merret reicht's zu den unsäglichen Plänen des Landes:
Die Krankenhauspläne des Landes zeigen vor allem eins: eine völlige Unkenntnis der Verhältnisse auf einer Insel. Von Föhr aus kann ein anderes Krankenhaus im Notfall nicht mal eben erreicht werden, weder mit dem Privatauto noch mit dem Rettungswagen. Eine Schließung der Notaufnahme auf der Insel wird deshalb vermehrt teure Hubschrauberflüge zur Folge haben, der Rettungshubschrauber wird dann womöglich für andere wichtige Fälle auf dem Festland nicht verfügbar sein.
Und was passiert mit Insulanern, die dringend auf ärztliche Hilfe angewiesen sind, wenn der Heli bei Sturm oder Nebel nicht fliegen kann, wenn die Fähren wegen Sturmflut, Niedrigwasser oder Eisgang nicht fahren können? Was passiert, wenn eine Vielzahl von Verletzten gleichzeitig versorgt werden muss?
Föhr hat zwar nur 8500 Einwohner, aber dazu kommen rund 1700 Zweitwohnsitze und pro Jahr rund 200.000 Gäste. Wenn die Insel im Juli und August ausgebucht ist, halten sich oft über 30.000 Menschen gleichzeitig auf Föhr auf, in der Wyker Notaufnahme herrscht im Sommer regelmäßig Hochbetrieb.
Zum Vergleich: Der Krankenhausstandort Husum hat 24.00 Einwohner, der Krankenhausstandort Niebüll 10.000 und der Krankenhausstandort Heide 22.000. Es käme wohl niemand ernsthaft auf die Idee, die dortigen Notaufnahmen zu schließen.
Ohne Notaufnahme und ohne Chirurgie werden die Patientenzahlen in der Wyker Klinik zwangsläufig zurückgehen. Was ist das Versprechen des Landes, dass die Föhrer Klinik bestehen bleiben soll, dann noch wert? Zwar soll die Entscheidung über die Klinikpläne des Landes erst nächstes Jahr fallen - nach der Landtagswahl. Aber schon jetzt sollten wir Föhrer vehement dafür kämpfen, dass die Landesregierung ihre Pläne niemals umsetzt!