Die Sozialistische Alternative - SAV München trifft sich regelmäßig am Mittwoch um 18:30. Wegen der Corona-Pandemie finden unsere Treffen bis auf Weiteres online statt.
Die Treffen sind für Interessierte offen - komm vorbei! Schreib uns, wenn du Interesse hast, teilzunehmen.
Klimawandel, Wirtschaftskrisen, Unterdrückung sind im Kapitalismus unvermeidbar. Im Kampf dagegen müssen wir an der Wurzel ansetzen. Der globalen Konkurrenz der Banken und Konzerne setzen wir die internationale Solidarität entgegen. Unabhängig von Job, Herkunft, geschlechtlicher Identität. Wir sind eine Klasse, die das gleiche Interesse hat: Die Ausbeutung von Mensch und Natur zu stoppen.
Die Sozialistische Alternative (SAV) ist international in der International Socialist Alternative (ISA) organisiert. In über 30 Ländern kämpfen wir gegen den Kapitalismus und seine Folgen: In Brasilien gegen Bolsonaro und das Agrarkapital, das den Regenwald in Brand steckt, Rassismus schürt und Sozialkürzungen vornimmt. In England, Wales und Schottland sind unsere Genoss*innen gegen Boris Johnson, seine Aussetzung des Parlaments und den Tory-Kamikaze-Brexit auf der Straße. In Irland standen wir in der ersten Reihe im Kampf um das Recht auf Abtreibung und für die gleichgeschlechtliche Ehe, und kämpfen aktuell um die Arbeitsplätze bei der Werft Harland & Wolff, in Belfast. In Hongkong trotzen unsere Genoss*innen dem Tränengas der Polizei und haben den Anstoß für die Schulstreiks für demokratische Rechte gegeben. In Seattle (USA) haben wir uns nach einem heftigen Wahlkampf gegen Amazon und Jeff Bezos, den reichsten Mann der Welt, durchgesetzt. Mit Kshama Sawant sitzt jetzt weiterhin eine Sozialistin im Stadtrat, die einen 15$ Mindestlohn durchgesetzt hat, und für die Besteuerung von Amazon kämpft, damit die Obdachlosigkeit in der Stadt bekämpft werden kann. In Russland stehen unsere Genoss*innen in der Bewegung gegen die Diktatur Putins in der ersten Reihe. Und in Deutschland sind wir aktiv in der LINKEN, in Gewerkschaften und in Bewegungen und streiten für einen kämpferischen Kurs und die Einheit der Arbeiter*innenklasse, ob mit deutschem Pass oder ohne, ob mit Job oder ohne, ob Schüler*innen oder Rentner*innen. Unsere Alternative weltweit: Eine sozialistische Gesellschaft.
Im Sozialismus würde nicht mehr nach Profit produziert werden, sondern demokratisch geplant nach den Bedürfnissen von Mensch und Natur. Die Banken und Konzerne wären nicht mehr in Privateigentum, sondern würden allen gehören. Dadurch könnte die Produktion komplett umgestellt werden: Statt riesiger globaler Lieferketten könnten Wirtschaftskreisläufe lokaler gestaltet werden. Statt noch mehr Autos könnten Busse und Straßenbahnen gebaut werden, die kostenlos fahren würden. Statt Ressourcen zu verschwenden für die Herstellung von Werbung oder Waffen könnte massiv in erneuerbare Energien investiert werden und aufgeforstet werden.
Durch die Aufhebung der Konkurrenz würde sich das Potenzial der Menschheit entfalten. Der enorme gesellschaftliche Reichtum, von dem momentan 80% den reichsten 0,1% gehört, könnte endlich allen zugute kommen. Statt nebeneinander und gegeneinander in Konzernlabors zu forschen, würde eine globale Kooperation wirkliche Fortschritte in der Wissenschaft zur Folge haben. Vor allem aber könnte endlich das Problem Klimawandel gemeinsam und global angegangen werden.
Unsere Vorstellung von Sozialismus hat nichts mit DDR und Sowjetunion zu tun. Diese waren Diktaturen einer privilegierten Bürokratenschicht, die an ihrem Mangel an Demokratie zugrunde gegangen sind. Wirklicher Sozialismus muss demokratisch sein, und zwar demokratischer als alle vier Jahre ein Kreuzchen machen. Wir wollen volle Entscheidungsmacht in den Betrieben, in den Schulen, und in allen Bereichen des Lebens. Wir wollen, dass alle darüber entscheiden können, was und wie produziert wird.
Forderungen der SAV
Arbeit, Bildung und Soziales
• Gegen ALLE Formen von Kürzungen, Stellenabbau und Privatisierung
• Weg mit Agenda 2010 und Hartz I bis IV
• Soziale Mindestsicherung und Mindestrente von 750 Euro plus Warmmiete – ohne Bedürftigkeitsprüfung und Schikanen
• Nein zur Rente ab 67 – Renteneinstiegsalter auf 60 Jahre senken!
• Mindestlohn von zehn Euro pro Stunde als erster Schritt zu zwölf Euro
• Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit – in Ost und West, für Frauen und Männer
• Radikale Arbeitszeitverkürzung zur Schaffung von sinnvollen Arbeitsplätzen für alle: 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich
• Öffentliche Investitionsprogramm in den Bereichen Soziales, Bildung, Gesundheit und Umwelt, finanziert durch die Profite der Banken und Konzerne
• Für ein öffentliches Gesundheits- und Bildungswesen ohne Zuzahlungen und Gebühren
• Für eine zehnprozentige Millionärssteuer und eine drastische Besteuerung von Unternehmensgewinnen
• Nein zu Privatisierungen, Rückführung privatisierter Bereiche in öffentliches Eigentum
Umwelt, Krieg, Rassismus, demokratische Rechte
• Sofortige Abschaltung aller AKWs
• Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien
• Stopp von Rüstungsexporten
• Schluss mit imperialistischen Kriegen und Besatzung; Nein zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr
• Wiederherstellung des Asylrechts und Bleiberecht für Alle
• Gleiche Rechte für Alle, die ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben – gegen jede Form von Diskriminierung auf Grund von Nationalität, Hautfarbe, Religion, Geschlecht, Behinderung oder sexueller Orientierung
• Mobilisierungen und Blockaden gegen Aufmärsche von N***s und Rechtspopulisten
• Rücknahme der diversen „Anti-Terror“-Gesetze
• Nein zum Einsatz der Bundeswehr im Inneren
Frauen und Familie
• Für gemeinsamen Kampf von Frauen und Männern gegen jede Form geschlechtsspezifischer Benachteiligung
• Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit- deutliche Lohnerhöhungen in frauendominierten Berufszweigen
• Für eine kostenlose und ganztägige Kinderbetreuung vom ersten bis 13. Lebensjahr
• Weg mit den Abtreibungsparagraphen 218 und 219
• Kampf gegen diskriminierende Frauenbilder in Werbung und Medien
DIE LINKE
• Für eine kämpferische und sozialistische LINKE
• Für eine Schwerpunktsetzung der Aktivitäten der Partei DIE LINKE auf Proteste und Widerstand auf der Straße, in Betrieben, Schulen, Hochschulen und Nachbarschaften – Parlamentsarbeit nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zur Unterstützung der Gegenwehr
• Keine Beteiligung der LINKEN an prokapitalistischen Regierungen mit den Sozialabbau-Parteien, egal ob als Koalition oder Tolerierung; Abstimmungsverhalten im Parlament nach Sachlage von Fall zu Fall und niemals für Verschlechterungen für die Arbeiterklasse
• Für jederzeitige Wähl- und Abwählbarkeit von FunktionsträgerInnen
• Hauptamtliche und MandatsträgerInnen dürfen nicht mehr verdienen, als einen durchschnittlichen Tariflohn; darüber hinausgehende Diäten müssen an die Partei und soziale Bewegungen abgegeben werden
Gewerkschaften
• Für einen Bruch der Gewerkschaftsführungen mit SPD und Grünen – Nein zu Co-Management und Verzichtslogik - Für kämpferische und demokratische Gewerkschaften
• Für jederzeitige Wähl- und Abwählbarkeit von FunktionsträgerInnen
• Hauptamtliche dürfen nicht mehr verdienen als einen durchschnittlichen Tarifarbeiterlohn
• Für den Aufbau von Zusammenschlüssen kämpferischer und kritischer GewerkschaftsaktivistInnen auf allen Ebenen der Gewerkschaften, angefangen an der Basis
Krise beenden - Kapitalismus abschaffen
• Nein zu ESM und Fiskalpakt
• IWF, Weltbank und WTO auflösen
• Streichung der Schulden der Südländer und Verstaatlichung der Banken bei demokratischer Kontrolle und Verwaltung
• Überführung der Banken und Konzerne in öffentliches Eigentum bei demokratischer Kontrolle und Verwaltung durch Belegschaftskomitees und die arbeitende Bevölkerung
• Durchschnittlicher Tariflohn und jederzeitige Wähl- und Abwählbarkeit für alle Personen in Leitungsfunktionen
• Statt Konkurrenz und Produktion für den Profit – demokratische Kooperation und nachhaltige Planung entsprechend der Bedürfnisse von Mensch und Umwelt
• Nein zum Europa der Banken und Konzerne – für ein sozialistisches Europa der arbeitenden Bevölkerung
• Für sozialistische Demokratie weltweit