17/10/2026
❤️ WÜRDE KENNT KEINEN KONTOSTAND.
🌍 17. Oktober 2026 – Internationaler Tag zur Beseitigung der Armut
Wir begegnen Tag für Tag Menschen. Großen und Kleinen, Jungen und Alten. Menschen aus den unterschiedlichsten Lebenssituationen.
Doch nicht jedem sieht man an, wie sehr er Tag für Tag mit seinen finanziellen Möglichkeiten kämpfen muss. Wie er überlegen muss, welchen Euro er ausgeben kann und welchen er einsparen muss, damit eine ungeplante Rechnung noch bezahlt werden kann.
💶 Die vergangenen Jahre haben viele Menschen finanziell belastet. Besonders die starken Preissteigerungen der Jahre 2022 und 2023 haben die Kaufkraft erheblich geschwächt. Zwar sind die Reallöhne inzwischen wieder gestiegen, doch das bedeutet nicht, dass alle Menschen gleichermaßen davon profitieren oder dass ihre finanziellen Sorgen verschwunden sind.
📊 Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sprechen eine deutliche Sprache:
2025 waren rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland armutsgefährdet. Das entspricht 16,1 % unserer Bevölkerung.
👵 Besonders bedrückend ist die Situation vieler älterer Menschen.
19,5 % der über 65-Jährigen waren 2025 armutsgefährdet.
Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet, ihre Arbeitskraft und ihre Gesundheit eingesetzt, Familien versorgt und zum Wohlstand unserer Gesellschaft beigetragen haben.
Sie sollten ihren Lebensabend genießen können. Stattdessen müssen sich manche fragen, ob ihre Rente noch für Strom, Heizung und die nächste unerwartete Rechnung reicht. Manche sammeln Pfandflaschen oder gehen einer zusätzlichen Beschäftigung nach, weil das Geld sonst nicht ausreicht.
Ein langes Arbeitsleben sollte nicht in der ständigen Sorge vor der nächsten Rechnung enden!
🎒 Auch Kinder sind betroffen. Und sie können am wenigsten für ihre Situation.
2025 waren 16,0 % der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren armutsgefährdet.
Das neue Schuljahr beginnt, zusätzliche Schulmaterialien werden benötigt, ein Ausflug oder eine Klassenfahrt steht an. Was für manche Familien selbstverständlich ist, bedeutet für andere eine erhebliche finanzielle Belastung.
Besonders Alleinerziehende sind betroffen: 28,9 % der Menschen in Alleinerziehenden-Haushalten waren 2025 armutsgefährdet.
Dabei sollte kein Kind auf Bildung, Freundschaften, Vereinsleben oder gemeinsame Erlebnisse verzichten müssen, nur weil seine Eltern finanziell weniger Möglichkeiten haben.
🤝 Und dann gibt es noch eine Form der Armut, über die viel zu selten gesprochen wird: die verdeckte Armut.
Menschen, denen staatliche Unterstützung zustehen würde, die diese aber nicht beantragen.
Weil sie sich schämen. Weil sie Angst haben, von anderen verurteilt zu werden. Weil sie glauben, damit eingestehen zu müssen, gescheitert zu sein. Oder weil ihnen die bürokratischen Hürden zu groß erscheinen.
Doch wer Unterstützung benötigt und in Anspruch nimmt, ist weder schwach noch gescheitert!
Dafür haben wir schließlich einen Sozialstaat: um Menschen zu unterstützen, wenn sie Hilfe benötigen.
🌍 Warum gibt es diesen Welttag?
Am 17. Oktober 1987 versammelten sich mehr als 100.000 Menschen am Trocadéro in Paris, um an die Opfer von Armut, Hunger und Gewalt zu erinnern. 1992 erklärten die Vereinten Nationen den 17. Oktober offiziell zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut.
Das übergeordnete UN-Motto für die Jahre 2026 bis 2028 lautet „United for Peace and Human Rights“ – Vereint für Frieden und Menschenrechte.
2026 steht der Schwerpunkt „Safe Homes for All“ – ein sicheres Zuhause für alle im Mittelpunkt.
🏠 Denn Armut bedeutet weit mehr, als wenig Geld zu besitzen. Sie bedeutet häufig auch Unsicherheit, eingeschränkte Chancen und gesellschaftliche Ausgrenzung.
Ein sicheres Zuhause, der Zugang zu Bildung, die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe und ein Leben in Würde dürfen keine Privilegien sein.
🌹 Wir als SPD wollen eine Gesellschaft, in der alle Menschen am Leben teilhaben können.
Eine Gesellschaft, in der Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern Chancen erhalten.
In der ältere Menschen nach einem langen Arbeitsleben in Würde leben können.
In der niemand Angst haben muss, um Hilfe zu bitten.
Und in der Menschen nicht nach ihrem Kontostand, sondern mit Respekt und auf Augenhöhe behandelt werden.
Jeder und jedem soll ein lebenswertes Leben ermöglicht werden. Egal ob jung oder alt.
Denn genau das verstehen wir unter sozialer Gerechtigkeit. ❤️
Gemeinsam. Zukunft. Röthenbach.