25/09/2026
TRAUERSCHERE ZU EHREN VON ROLF ALBRING
Die Ventikanten-Flügel der Scholten-Mühle sind seit mehreren Tagen auf Trauerschere gestellt. In der Mühlensprache bedeutet die Stellung der Flügel auf 2 Uhr, 5 Uhr, 8 Uhr und 11 Uhr, dass um einen Menschen getrauert wird, der für die Mühle und die Familie des Müllers eine wichtige Rolle spielte.
Die Scholten-Mühle ehrt damit Rolf Albring, der im Alter von 84 Jahren gestorben ist. Der langjährige Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Rees war der zentrale Förderer und Ermöglicher für die umfassende Renovierung der Scholten-Mühle ab den 90er-Jahren. Ohne Rolf Albring und sein Netzwerk zu Sponsoren, Handwerksbetrieben und Behörden hätten der Mühlenbauer Manfred Naatz und der Mühlenerbe Alfred Scholten die 1848 erbaute Windmühle nicht wieder betriebsfertig machen können.
Seither ist die Scholten-Mühle die einzige funktionstüchtige Windmühle in Rees und hat beim Deutschen Mühlentag und in ungezählten privaten und öffentlichen Führungen Zehntausende von Besucherinnen und Besuchern, darunter ganze Generationen von Schulklassen, mit dem alten Müllerhandwerk vertraut gemacht.
"Der Name Rolf Albring wird bei jeder Mühlenführung genannt", sagt Mühlenerbe Michael Scholten, der seit 2025 auch zweiter Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Rees ist. "Mit ihm ist nun leider auch die letzte Persönlichkeit verstorben, die vor 30 Jahren die Renovierung der Mühle ermöglicht haben. Ich bin überzeugt, dass Rolf Albring, mein Vater Alfred Scholten und der Mühlenbauer Manfred Naatz sich irgendwo im Jenseits treffen und gemeinsam auf das erfolgreiche Projekt Scholten-Mühle anstoßen werden."
Rolf Albrings Rede zum "Richtfest" der Mühle von 1998, wie auch die Reden von Manfred Naatz, Alfred Scholten und Bürgermeister Willi Buckermann sind unter https://scholten-muehle.chayns.site/video bereitgestellt.